WÜRZBURG

Verkehrsminister Tiefensee verteilt Konjunktur-Euros

Rund 900 Quadratmeter Einzelhandel und 440 Quadratmeter Gastronomie plant die Bahn in der Empfangshalle des Hauptbahnhofs – und keine Verkaufsstände. Wie Verkehrsminister Tiefensee bekannt gab, fließen 2,1 Millionen Euro aus dem Konjunkturprogramm in die Sanierung.
Oberbürgermeister Georg Rosenthal zeigte Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee den Würzburger Hauptbahnhof. Der SPD-Minister erkannte dringenden Handlungsbedarf.
Foto: FOTO THERESA MÜLLER | Oberbürgermeister Georg Rosenthal zeigte Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee den Würzburger Hauptbahnhof. Der SPD-Minister erkannte dringenden Handlungsbedarf.

Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee sieht mit der im Herbst beginnenden Sanierung des Empfangsgebäudes eine erste Etappe des grundlegenden Umbaus des Hauptbahnhofs. Wie der Minister am Donnerstagnachmittag in einer Pressekonferenz vor Ort bekannt ga, fließen 2,1 Millionen Euro aus dem Konjunkturprogramm der Bundesregierung in das Gebäude. Damit werde eine „punktgenaue“ und „nachhaltige Wirkung“ erzielt. Bis 2011 soll die Halle fertig sein.

Die Nachricht die der SPD-Minister im Rahmen eines Besuchs bei der IHK (siehe Wirtschaft, Seite 17) nach Würzburg mitbrachte, ist nicht ganz neu: Im April hatte die Bahn in München die Neuigkeit verkündet. Im Juni war Staatssekretärin Karin Roth (SPD) aus dem Bundesverkehrsministerium in Würzburg und präsentierte sie noch einmal. Bei jeder dieser Gelegenheiten betonten Politiker und Bahnverantwortliche, dass sich der Umbau von Tunnel und Gleiszugängen an die Sanierung der Halle anschließen soll. Doch die Zustimmung des Bahnvorstands zur Finanzierung des Eigenanteils der Bahn an den Umbaukosten steht noch aus.

„Ich erwarte Druck von Politikern auf die Bahn“, sagte Oberbürgermeister Georg Rosenthal mit Blick auf den Verkehrsminister. Dieser versprach sich dafür einzusetzen, dass „Würzburg einen Bahnhof erhält, der eine angemessene Visitenkarte für diesen bedeutenden Wirtschaftsstandort, diese Universitäts- und Großstadt ist“.

„Das wird jetzt laufen“, erklärte der SPD-Bundestagsabgeordnete Walter Kolbow, der schon lange versucht, den Umbau voranzubringen.

Etwas Konkretes hatte Günther Pichler, Bereichsleiter der DB Station & Service AG, im Gepäck: Denn mit der energetischen Sanierung baut die Bahn die Empfangshalle um und bereitet Platz für den neuen Durchgang zu den Gleisen: Neben dem zentralen Haupteingang sollen kleinere Geschäfte platziert werden, schräg gegenüber ist der Eingang in den künftigen Tunnel. Neben dem Reisezentrum sollen Buchhandel, Drogeriemarkt und andere Verkaufsflächen entstehen. Zwei Gastronomiebetriebe mit insgesamt etwa 440 Quadratmetern und insgesamt knapp 900 Quadratmetern Verkaufsfläche sind geplant. „Der Verhau soll raus“, erklärte der Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion, Hans Werner Loew, mit Blick auf die heutigen Verkaufsstände in der Bahnhofshalle.

Neben Bahnhof und IHK verteilte Verkehrsminister Tiefensee wahlkampfwirksam noch zwei weitere Schecks aus dem Konjunkturprogramm: 1,8 Millionen Euro für den Erhalt der Residenz und 1,4 Millionen Euro für Lärmschutzmaßnahmen in der Grombühlstraße.

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