Uffenheim

Vom Denkmalschutz hat er eine eigene Auffassung

Der Kreistag bestellte Georg Schöck (69) zum neuen Kreisheimatpfleger. Er verfügt als früherer Geschichtslehrer und Bürgermeister über fundierte Kenntnisse.
Foto: Gerhard Krämer | Der Kreistag bestellte Georg Schöck (69) zum neuen Kreisheimatpfleger. Er verfügt als früherer Geschichtslehrer und Bürgermeister über fundierte Kenntnisse.

Uffenheims Altbürgermeister Georg Schöck ist der neue Kreisheimatpfleger für den westlichen Landkreis Neustadt-Bad Windsheim. "Ich lasse es auf mich zukommen", sagt der 69-Jährige zu seiner neuen Aufgabe, auf die er sich freut.

Georg Schöck tritt die Nachfolge von Helga Baritsch-Schmitt an, die im vergangenen Jahr um die Entbindung von ihrem Ehrenamt als Kreisheimatpflegerin gebeten hatte. Der Kreistag kam in seiner jüngsten Sitzung diesem Wunsch nach und bestellte Georg Schöch als neuen Kreisheimatpfleger für den westlichen Landkreis. Den östlichen Teil betreut weiterhin Dieter Mäckl (Langenzenn).

Berater und Unterstützer der Denkmalbehörden

Der Kreisheimatpfleger berät und unterstützt die Denkmalbehörden und das Landesamt für Denkmalpflege in Fragen des Denkmalschutzrechtes, heißt es auf der Homepage des Landkreises. Zudem beteiligt er sich am Planungs- und Bauwesen, widmet sich der Pflege von Brauchtum, Trachten, Volkslieder, Volksmusik und Volkstanz sowie Mundart. Auch die Heimatmuseen sowie private Sammlungen betreut der Kreisheimatpfleger, des Weiteren soll er den Heimatgedanken vermitteln und mit anderen in der Heimatpflege wirkenden Leuten zusammenarbeiten.

All diese Aufgaben hat sich Georg Schöck schon verinnerlicht. Mit etlichen ist er auch schon vertraut, hatte er doch als Bürgermeister mit vielen solcher Punkte bereits zu tun. Auch seinen Zuständigkeitsbereich kennt er: Dieser reicht von Uffenheim und den Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft, den Bad Windsheimer Raum bis Ipsheim, Obernzenn und die Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Burgbernheim.

Kein einfacher Partner in Sachen Denkmalschutz

Im November vergangenen Jahres habe ihn der Büroleiter des Landrats, Matthias Hirsch, angerufen und gefragt, ober er sich diese ehrenamtliche Tätigkeit vorstellen könne. Gleich Ja habe er nicht gesagt: "Ich dränge mich nicht nach diesem Posten." Vielleicht gäbe es andere Leute, die dies unheimlich gerne machen möchten, sagt er und lacht. Doch einige Wochen später sei der erneute Anruf gekommen und er habe sich dann bereiterklärt, weil es "eine interessante Aufgabe ist".

Der größte Teil seiner Arbeit werde wohl der Denkmalschutz sein, vermutet der frühere Lehrer für Deutsch, Geschichte und Sozialkunde an der Christian-von-Bomhard-Schule in Uffenheim.

In Sachen Denkmalschutz wird Georg Schöck kein einfacher Partner sein. "Da habe ich meine eigene Auffassung", gibt er zu. Die resultiert aus seiner Zeit als Bürgermeister. "So, wie Denkmalschutz praktiziert wird, wird viel Sanierung verhindert, geht viel Bausubstanz verloren", ist der 69-Jährige überzeugt.

Kümmert sich um das Archiv der Stadt Uffenheim

Niedrige Decken, zugige Fenster und unterschiedliche Etagenebenen, nennt Schöck zum Beispiel als Problem alter Häuser. "Hier muss man zulassen, dass solche Gebäude entkernt und modern ausgebaut werden", lautet seine Haltung, von der er auch vor seinem Ja Landrat Helmut Weiß informiert hat.

Schöck hat sich in seiner Amtszeit um viele historischen Dinge in Uffenheim gekümmert. Auf seine Initiative hin entstand die von dem aus Aserbaidschan stammenden Künstler Azar Valizada geschaffene Skulptur, die an die jüdischen Mitbürger und die Synagoge erinnert. Des Weiteren gibt es eine Abhandlung über das Kriegerdenkmal an der Stadthalle. Auch kümmert sich Schöck um das Archiv der Stadt Uffenheim in der Alten Post. Hier sichtet er insbesondere das von der Stadt erworbene Material des Hobbyarchivars Karl Weinmann.

Ein Anliegen sind Schöck die kleinen Museen. Und schwärmt vom Uffenheimer Heimatmuseum. Aber es gebe auch viele Privatsammlungen. Für die Museen jüngere Leute zu begeistern und zu gewinnen, ist sein Ziel. Nur, wie das gelingen soll, muss er vorerst passen: "Da ist mir auch noch nichts eingefallen", gibt er zu. Aber jetzt steht erst noch ein Gespräch mit Landrat Weiß im Terminkalender und dann lässt er die Arbeit auf sich zukommen.

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