Dürrbachau

VR-Bank und Sparkasse machen dicht

Die VR-Bank schließ ihr Filialen in Theilheim, Unterdürrbach und Himmelstadt. In Theilheim soll zumindest der Geldautomat bleiben, aber nur bis auf weiteres.
Die Theilheimer Filiale der VR-Bank wird geschlossen. Geldautomat und Kontoauszug-Drucker bleiben vorerst erhalten. Das Gebäude hat die Gemeinde gekauft.
Foto: Antje Roscoe | Die Theilheimer Filiale der VR-Bank wird geschlossen. Geldautomat und Kontoauszug-Drucker bleiben vorerst erhalten. Das Gebäude hat die Gemeinde gekauft.

Auch die Außenstellen in Himmelstadt und Würzburg-Unterdürrbach schließen zum Jahresende, teilt Marketingleiterin Sigrid Büttner auf Anfrage mit, inklusive des Abbaus aller Service-Geräte. Alle drei Filialen haben bereits seit Monaten keine regulären Öffnungszeiten mehr, was allerdings der Covid-19-Pademie geschuldet sei. Die endgültige Schließung der drei genannten Filialen hat jedoch betriebswirtschaftliche Gründe. Man könne nicht auf Dauer in jeder Ortschaft Zweigstellen erhalten, teilt Büttner mit. Die Nutzung der Bankservices habe sich aufgrund der Digitalisierung mit E-Banking und Banking-App verändert, sodass die Kundenfrequenz rückläufig sei und die bisherige Anzahl von Geschäftsstellen langfristig nicht vertretbar wäre. Die VR-Bank Würzburg unterhält laut Büttner ab Januar noch 31 Geschäftsstellen zwischen Zellingen und Röttingen.

Die zu schließenden Filialen würden jeweils mit den Geschäftsstellen der Nachbarortschaften zusammengelegt. Im Falle von Theilheim sei dies Randersacker, für Himmelstadt ist es Zellingen und für die Dürrbachau ist Veitshöchheim zuständig.  Die bisherigen Ansprechpartner stünden den Kunden dort wie gewohnt zur Verfügung. Kündigungen gebe es keine. Die betroffenen Kunden seien Anfang Dezember informiert worden.

Einen Vorteil gibt es für Theilheim, nachdem die Gemeinde das Gebäude übernimmt: Geldautomat und Kontoauszug-Drucker sollen vorerst dort bleiben. Man wolle, so Büttner, die Nutzung beobachten. Auch hier geht es um eine Mindestauslastung der Automaten, die betriebswirtschaftlich sinnvoll sei. Nach Büttners Auffassung halte man an einem gut strukturierten Filialnetz fest und setze darüber hinaus neben Telefon und und Online-Beratung auf die neuen meinService-Schalter, an denen zwischen 8 und 18 Uhr ein Mitarbeiter des Dialogcenters in Reichenberg live am Bildschirm zur Verfügung steht. Die neue Technik sei erstmals in der neuen Geschäftsstelle am Würzburger Hubland installiert und ist inzwischen an elf Standorten im Angebot. 

Theilheims Bürgermeister Thomas Herpich würde sich allerdings für seinen Ort wünschen, dass die RV-Bank Würzburg und die Sparkasse Mainfranken, die ihre Theilheimer Filiale ebenfalls zum Jahresende schließt, gemeinsam den Geldautomaten betreiben. Dadurch würden die Geräte besser ausgelastet und die Aussichten auf einen dauerhaften Bankservice vor Ort verbessert. 

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