Bergtheim

Warum Eberhard Nuß sich erst jetzt Altlandrat nennen darf

Seit Mai ist Eberhard Nuß als Landrat außer Dienst und im Ruhestand. Sieben Monate später wird er als Altlandrat gefeiert. Was der Nachfolger über seinen Vorgänger sagt.
Die große Abschiedsfeier für Eberhard Nuß (Mitte) konnte bis heute  nicht stattfinden. In der Jahresabschluss-Sitzung des Kreistages bekam er jetzt zumindest den Titel Altlandrat verliehen und eine Laudatio seines Nachfolgers Thomas Eberth (rechts). Auch Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt würdigte Nuß. 
Foto: Eva Schorno, Pressestelle Landratsamt | Die große Abschiedsfeier für Eberhard Nuß (Mitte) konnte bis heute  nicht stattfinden. In der Jahresabschluss-Sitzung des Kreistages bekam er jetzt zumindest den Titel Altlandrat verliehen und eine Laudatio ...

Seit Mai war er Landrat außer Dienst, jetzt ist er offiziell Altlandrat. Bereits in seiner konstituierenden Sitzung vor sieben Monaten hatte der Kreistag beschlossen, dass Eberhard Nuß diesen Titel bekommt, doch die offizielle Urkunde ließ auf sich warten. Denn sein Nachfolger Thomas Eberth hatte die leise Hoffnung, dass er in einem würdigen Rahmen seinem Vorgänger Dank und Anerkennung aussprechen kann. 

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Zu einer Abschiedsfeier, eine solche war eigentlich in Uettingen geplant, ist es bis heute nicht gekommen. Das ließen und lassen die Beschränkungen in der Corona-Pandemie nicht zu. Eberth hatte Nuß daher zur Jahresabschluss-Sitzung des Kreistages nach Bergtheim eingeladen.  

In Bergtheim begann die politische Karriere von Eberhard Nuß

Bergtheim - der Ort passt wie kein anderer in das Leben von Eberhard Nuß. Hier ist er aufgewachsen. Hier begann seine politische Karriere im Gemeinderat, die sich als zweiter Bürgermeister, Kreisrat und schließlich als stellvertretender Landrat fortführte. Bis Nuß im Mai 2008 in das Amt gewählt wurde. Und in der Willi-Sauer-Halle in Bergtheim, wo auch die Kreistagssitzung stattfand, hat Nuß Fußball gespielt. Er stand im Tor seines Vereins, dem SV Bergtheim, dessen Vorsitzender er 20 Jahre lang war. 

Politisch habe Eberhard Nuß versucht, immer möglichst alle mit ins Boot zu holen, wenn es um Entscheidungen ging. "Dafür hat er sehr viel Zeit und Energie investiert. Damit die Kraft fürs Rudern lange reicht und das gemeinsame Ziel erreicht wird", griff Landrat Eberth eine Formulierung seines Vorgängers auf, bevor er einige der vielen Meilensteine aus der Ära Nuß aufzählte. 

Wie Eberhard Nuß die Kreisräte schockte

Kurzum: Nuß war ein Landrat mit "viel Herzblut und Leidenschaft", ein "nahbarer Landrat". Und einer mit "Weitblick". Eberth erinnerte besonders an den Vorschlag seines Vorgängers, aus Überschüssen des Müllheizkraftwerkes das Nordbad zu bauen. "Der Vorschlag, mit dem er uns Kreisräte damals geschockt hat, wird legendär bleiben", so Eberth.

"Wir alle haben verantwortungsbewusst mit Herzblut und Leidenschaft für die Interessen im Landkreis Würzburg gehandelt."
Eberhard Nuß, Altlandrat

Am Schluss bekam Nuß dann die Anerkennung, auf die er gut acht Monate warten musste. Alle Kreisräte erhoben sich von ihren Plätzen und spendeten dem jetzt auch offiziellen Altlandrat lange Beifall. Ein Augenblick, der Nuß sehr nahe ging. 

Er selber gab den Ball zurück an die Kreisräte, ganz der alte Fußballer eben. "Wir alle haben verantwortungsbewusst mit Herzblut und Leidenschaft für die Interessen im Landkreis Würzburg gehandelt", sagt er und nahm auch die Glückwünsche von Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt entgegen. Dieser sprach in der Kreistagssitzung über die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Stadt und Landkreis, die er "Hand in Hand und auf Augenhöhe" fortsetzen möchte. 

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