Im Oktober 2020 ist die neue Kindertagesstätte am östlichen Ortsrand von Hausen mit zwei Regelgruppen und einer Krippengruppe in Betrieb gegangen. Seitdem steht das frühere Kindergartengebäude leer. Lediglich in einem kleinen Teil des nun gemeindeeigenen Hauses treffen sich Jugendliche des Dorfes.
Nachdem das benachbarte Rathaus generalsaniert und erweitert wurde und auch der so genannte Rathaushof bei einer punktuellen Dorferneuerungsmaßnahme neu gestaltet wird, nimmt der Hausener Gemeinderat den früheren Kindergarten und ein kleines Nebengebäude davon in den Blick. Er beauftragte das Architekturbüro Gerber damit, sich zur künftigen Nutzung Gedanken zu machen.
"Ich habe verschiedene Ausarbeitungen zum Gebäude gemacht", führte Architekt Benedikt Gerber in seine Entwürfe ein. Sein Auftrag sei es gewesen, die Toilettensituation zu lösen und Vorschläge zum Nebengebäude zu machen. Der Platz zwischen dem Rathaus und dem ehemaligen Kindergarten sei für Parkplätze sowie als Festplatz mit Bühne konzipiert worden. Seine Fertigstellung gehe "mit großen Schritten dem Ende entgegen".
Vier Varianten für Sanitäranlagen
Insgesamt stellte Architekt Gerber vier Varianten für die Sanitäranlagen vor. Teilweise müsste für Toiletten ein früherer Gruppenraum oder ein Nebenraum geopfert werden. Bei einer Variante ist ein Anbau Richtung Nordosten mit einem separaten Zugang von außen geplant. Hierzu berechnete der Architekt einschließlich Umbau des Bestandes gut 160.000 Euro brutto. Die Varianten Eins bis Drei "im Bestandsgebäude" würden rund 61.000 Euro brutto kosten.
Je nachdem, welche Maßnahmen wegen des Rattenproblems ergriffen werden sollen, ob alle Wände innen neu gestrichen werden und ob "an der Außenfassade etwas gemacht wird", fallen weitere Kosten an. Beim Nebengebäude hat der Architekt für ein neues Dach, eine neue Holzverschalung, Elektroarbeiten und Anstriche grob gut 24.000 Euro kalkuliert. Bei allen Varianten sei wegen den Nebenkosten mit einem Aufschlag von 20 bis 25 Prozent zu rechnen.
Vereine in die Planung einbeziehen
Bürgermeister Bernd Schraud und den Mitgliedern des Gemeinderats ist es wichtig, dass die Ortsvereine und Ortsverbände in die Planungen einbezogen werden. Das ist ganz in deren Sinn. Ortsvereinssprecher Mathias Fiedler hat schon ein diesbezügliches Schreiben an den Gemeinderat geschickt. "Wir brauchen von den Vereinen ein Stimmungsbild zu unseren Plänen", meinte der stellvertretende Bürgermeister Bruno Strobel.
Der Bauausschuss wird die Sanierungsarbeiten begleiten. Die Mitglieder des Gemeinderats stellen sich vor, dass die Vereine die unmöblierten Räume in Eigenverantwortung nach ihren Wünschen einrichten. Bürgermeister Schraud will die Pläne des Architekten an die Vertreter der Ortsvereine weiterleiten und einen Gesprächstermin vereinbaren.