Waldbüttelbrunn

Wie der neue Rathausplatz aussehen soll

Eine Stützmauer aus Stampfbeton wie diesem soll den Hang an der Alten Kirche in Waldbüttelbrunn sichern. Die Gemeinderäten, hier Christina Bätz und Kathrin Hackel (von links), nahmen das Material vor der Sitzung in Augenschein.
Foto: Matthias Ernst | Eine Stützmauer aus Stampfbeton wie diesem soll den Hang an der Alten Kirche in Waldbüttelbrunn sichern. Die Gemeinderäten, hier Christina Bätz und Kathrin Hackel (von links), nahmen das Material vor der Sitzung in ...

Erneut stand das Thema neues Rathaus und Saalbau auf der Tagesordnung des Waldbüttelbrunner Gemeinderates. Dieses mal ging es um die Gestaltung des Rathausplatzes mit Anpassung im Bereich des "Alten Rathauses" und der  "Alten Kirche", insbesondere um die Festlegungen zur Gestaltung der Geländer und Handläufe, der Farbe der Sitzstufen und des neuen Standortes des Gedenksteines an die Ereignisse zu Ostern 1945.

Joachim Kaiser und Holger Diemer vom Büro Kaiser+Juritza+Partner erläuterten die Vorschläge. So soll eine Stützmauer aus eingefärbten Stampfbeton den von der Alten Kirche abfallenden Hang befestigen. Im Außenbereich der Halle am Sumpfler, wo die Sitzung stattfand, hatten sie ein Muster aufstellen lassen, das mehrere Versionen verdeutlichte.

Bei einem Ortstermin erläuterte Kaiser die Eigenschaften der Mauer. Weil eine Stahlarmierung fehle, so der Landschaftsarchitekt, werde die Mauer zwar dicker ausfallen, vor allem im Sockelbereich, aber sie sei auch witterungsbeständiger. Meist komme es bei Stahlbetonbauwerken zu unterschiedliche Ausdehnungen von Metall und Beton und die führe dann zu Rissen.

Mauer in vier verschiedenen Farben

Nach dem Willen des Gemeinderates soll die Mauer in vier verschiedenen Farben erstellt werden, ganz so wie auf dem Muster. Außerdem entschied man sich für eine glattere Oberfläche und nicht für die geätzte und sandgestrahlte Variante. "Der Stampfbeton macht sich sicher gut zur alten, bestehenden Bruchsteinmauer", so Bürgermeister Klaus Schmidt (SPD).

Das bisher neben der Alten Kirche stehende Denkmal an die Ereignisse zu Ostern 1945 wird zukünftig am ehemaligen Aufgang zur Alten Kirche stehen.
Foto: Matthias Ernst | Das bisher neben der Alten Kirche stehende Denkmal an die Ereignisse zu Ostern 1945 wird zukünftig am ehemaligen Aufgang zur Alten Kirche stehen.

Diskussion gab es bei der Art des Geländers und der Absturzsicherung in Richtung Lindenstraße. Die ist nach der bayerischen Bauordnung absolut notwendig, so Bauamtsleiter Markus Ostwald, auch wenn er Wiljo Mieseler (SPD) zustimmte, dass man sie so niedrig wie möglich halten sollte. "Bloß keinen Maschendrahtzaun", rief Alois Bärmann (CSU), als Kaiser die Pläne für die Absturzsicherung bei der Alten Kirche vorstellte. Hier hatte man die Idee von unregelmäßig geformten Gitterstäben, die schief in einem Rahmen stehen. Damit vor allem Kinder hier unmöglich klettern können, sollte an einer Seite noch ein Gitter angebracht werden, das einem Maschendrahtzaun ähnelte. Man einigte sich schließlich auf einen Flachstahlzaun in der Farbe DB703, der in den Geh- und Stufenbereichen um einen Handlauf aus Edelstahl ergänzt wird.

Sitzstufen zwischen Rathausplatz und Alter Kirche

Für die Sitzstufen zwischen Rathausplatz und Alter Kirche wurde eine mit fünf Prozent braun und fünf Prozent anthrazit angereicherte Betonmischung verwendet werden. Hier waren sich wieder nicht alle Gemeinderatsmitglieder einig, aber bei sechs Gegenstimmen setzte sich die Mehrheit durch. Alle Maßnahmen zusammen werden ungefähr 40 000 Euro mehr kosten, stellte Joachim Kaiser eine Kostenschätzung vor. Dabei sind auch die Mehrarbeiten für die Pflasterung auf dem Rathausplatz und an der Alten Kirche berücksichtigt.

Noch knapper war es beim zukünftigen Standort des Gedenksteines. Ein Vorschlag des Planungsbüros war an der alten Bruchsteinmauer, ein anderer am ehemaligen Aufgang zur Alten Kirche, der nach Fertigstellung des Rathausplatzes zurückgebaut wird. Mit 9:7 Stimmen beschloss der Gemeinderat, den Gedenkstein an den ehemaligen Aufgang umsetzen zu lassen. Grund: Der Anbau an der Alten Kirche wird größer. Hier steht der Gedenkstein bisher.

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