Würzburg

Wie sich Clown und Clownin um den blauen Teddy balgen

Clown Beppo und Beppina bringen im Theaterzelt des Theaters Ensemble mit Grimassen und Verrenkungen nicht nur die Kinder zum Lachen.

Rote Nase, übergroße rotschwarz geflammte Stiefel ohne Schnürsenkel, ein paar zusammengewürfelte Klamotten –  mehr braucht er nicht. Denn Thomas Schröter als Clown Beppo hat jede Menge Grimassen drauf, kann seine Gliedmaßen in alle Richtungen verrenken und vor allem mit dem Popo wackeln. Das gefällt den kleinen und großen Besuchern im märchenhaften Theaterzelt des Theaters Ensemble.

Nachdem Beppo sich schon von weitem singend, zwitschernd angekündigt hat, blickt er mit großen oder zusammengekniffenen, mit strahlenden oder traurigen Augen mal erstaunt, mal jämmerlich, mal zornig, fragend, verzweifelt oder auch glücklich in die Arena. Denn seine Beppina, ist immer noch nicht da, kommt einfach nicht. Also muss er sich alleine vergnügen und Groß wie Klein unterhalten.

Ein Keks als Köder

Die amüsieren sich köstlich, während Beppo, ohne einen Ton zu sagen, vor einem glänzend roten Tuch versucht, mit zwei Stühlen und einem Brett eine merkwürdige Konstruktion aufzubauen. Nach etlichen Fehlversuchen klappt es. Schnell ein weißes Tuch darüber und einen Keks in die Mitte.

Wie Beppo nun um diesen Keks herumschleicht, ihn beäugt und beschnüffelt, dabei seufzt und Augen und Mund verdreht, letztendlich die Schokolade abschleckt und den Keks wieder dorthin legt, wo er ihn gefunden hat, ist ein kleines Kabinettstückchen für sich.

Concerto grosso mit Hindernissen

Ebenso witzig und und unterhaltsam gestaltet sich Beppos groß angekündigtes „Concerto grosso“. Das scheitert zunächst bei dem Versuch, einen roten Notenständer aufzuklappen. Egal, in welche Richtung er ihn dreht und wendet, im letzten Augenblick fällt der zum Gaudium der Zuschauer immer wieder in sich zusammen. Stühle müssen her, und Beppo holt sie sich von den Zuschauern. Schließlich versucht der Clown, seine Notenblätter auf dem wackligen Ständer zu fixieren. Natürlich ist auch das mit allerlei Tücken verbunden, bevor das immer wieder großartig angekündigte „Concerto grosso“ endlich stattfindet – und es wäre nicht Beppo, wenn es hier nicht noch einmal eine große Überraschung gäbe...

Beppina (Annika Roth) ist immer noch nicht eingetroffen. Und warum nicht? Weil sie unbedingt erst ins Kaufhaus fahren muss, um den letzten blauen Teddybären zu ergattern, auf den auch Beppo scharf ist. Dort treffen sich die beiden Clowns endlich – und streiten sich um das Schmusetier, was das Zeug hält. Es ist ein Vergnügen, sich unter dem lauten Gelächter des Publikums die waghalsigen Verrenkungen anzusehen, die Beppo und Beppina in Zeitlupe darbieten. 

Die nächsten Vorstellungen: 10., 24., 31. August, 7. September, 15.30 Uhr. Karten: (0931) 44545, www.theater-ensemble.net



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