Würzburg

Wie Sportler der Partnerstädte zusammen ein Zeichen setzen

Gemeinsamkeiten über Ländergrenzen hinweg: Marcus Wieser von der LG Würzburg hat mit befreundeten Läufern aus sechs Ländern im Internet eine gemeinsame Aktion gestartet.
Marcus Wieser hat gemeinsam mit Läufern aus den Würzburger Partnerstädten unter dem #weareallinthistogether eine Laufaktion gestartet und eine Collage dazu erstellt. Von oben links nach unten rechts: Thomas Richard (Caen, Frankreich), Rick und Nicole Ransom (Rochester, USA), Simon Frost (Caen; ursprünglich aus Portsmouth, England), Anthony Johns (Portsmouth, England), Marcus Wieser (Würzburg), Lori Hosimer (Rochester, USA NY), Katie Carew-Robinson & Tony Hewett (Portsmouth,England), Harry Kay (Dundee, Schottland), Lucie Luiza Ábelová (Trutnov, Tschechien), Leif Stening (Umeâ, Schweden).
Foto: Marcus Wieser | Marcus Wieser hat gemeinsam mit Läufern aus den Würzburger Partnerstädten unter dem #weareallinthistogether eine Laufaktion gestartet und eine Collage dazu erstellt.

Während der Corona-Pandemie ein gemeinsames internationales Zeichen setzen: Das war das Ziel von Sportlern aus fünf Würzburger Partnerstädten, die sich in den sozialen Netzwerken zusammen mit der Botschaft "United Athletes Worldwide" präsentiert haben.

Die Idee hatte der Würzburger Marathonläufer und Triathlet Marcus Wieser, der mit der Jugend im Bayerischen Landessportverband (BLSV) und der Laufgemeinschaft (LG) Würzburg seit Jahren regelmäßig bei Laufveranstaltungen in einer der Partnerstädte zu Gast ist.

Läuferinnen aus fünf Partnerstädten beteiligt

Läuferinnen und Läufer aus den Partnerstädten folgen im Gegenzug Jahr für Jahr der Einladung zur Teilnahme am Residenzlauf, der wegen der Covid-19-Pandemie in diesem Jahr auf den 18. Oktober verschoben wurde. Die sportlichen Verbindungen nach Caen (Frankreich), Dundee (Schottland) und Umeå (Schweden), die federführend vom LG-Vorsitzenden Christoph Hoffmann aufgebaut wurden, bestehen teilweise schon seit Jahrzehnten.

Nachdem die Beteiligten deswegen über Nachrichtendienste, Social-Media-Kanäle und Sportler-Apps gut vernetzt sind, kam Wieser auf die Idee mit der gemeinsamen Botschaft im Internet. Veröffentlicht wurde eine Foto-Collage mit Botschaften der beteiligten Sportlerinnen und Sportler mit dem Hashtag #WeAreAllInThisTogether (auf deutsch: Wir müssen da alle gemeinsam durch) auf Instagram. Beteiligt haben sich Läuferinnen und Läufer aus den fünf Partnerstädten Caen, Umeå, Rochester (USA), Dundee und Trutnov (Tschechien), außerdem befreundete Sportler aus Portsmouth (England).

Situation in anderen Ländern schwierig

"Wir tauschen uns regelmäßig aus, und natürlich kam dabei immer öfter das Thema Covid-19 und die Situation vor Ort zur Sprache", berichtet Wieser: "Dabei hat man gesehen, dass wir überall gleiche oder zumindest ähnliche Probleme haben und alle in einem Boot sitzen." Eine der Erkenntnisse: Toilettenpapier wurde zu Beginn der Corona-Krise offenbar nicht nur in Deutschland, sondern weltweit gehamstert. Während sich Thomas Richard in Frankreich aufgrund der strengen Corona-Beschränkungen beim Lauftraining nicht zu weit von der eigenen Wohnung entfernen darf, kann Richard Dawson aus Dundee mit seiner Ehefrau weiterhin längere Radtouren unternehmen.

"Wir tauschen uns regelmäßig aus, und natürlich kam dabei immer öfter das Thema Covid-19 und die Situation vor Ort zur Sprache."
Marcus Wieser, Organisator der Laufaktion

"Die Situation in Tschechien ist dagegen verschärft, dort darf man laut Lucie Ábelová nur noch mit Maske oder Schal über dem Gesicht das Haus verlassen, also auch nur so Sport machen", so Wieser weiter. Die gemeinsame Aktion sollte nach seinen Worten auch "ein Zeichen gegen Alleingänge der Nationen" sein: "Freundschaften über Ländergrenzen hinweg sind wichtig und fangen im Kleinen an." Die europäische Idee wird auf der Collage von Simon Frost repräsentiert, auf dessen Foto die EU-Flagge zu sehen ist: Der Brite lebt seit vielen Jahren in der Normandie und ist als begeisterter Europäer ein entschiedener Brexit-Gegner. "Durch Menschen wie ihn lernt man die menschlichen Aspekte des Brexit kennen", sagt Marcus Wieser.

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