Würzburg

Wolffskeel-Schüler interviewen Kürnacher Bürgermeister

1. Bürgermeister René Wohlfart im Gespräch mit Schülerinnen und Schülern der Wolffskeel-Realschule.
Foto: Andreas Reuter | 1. Bürgermeister René Wohlfart im Gespräch mit Schülerinnen und Schülern der Wolffskeel-Realschule.

Im Sozialkundeunterricht der Realschule spielen politische Strukturen und Entscheidungen auf kommunaler Ebene eine wichtige Rolle. Deshalb wurde es den Schülerinnen und Schülern der Klassen 10a und 10b der Wolffskeel-Realschule ermöglicht, mit einem kommunalen Entscheidungsträger direkt ins Gespräch zu kommen. Auf Einladung des Sozialkundelehrers Andreas Reuter nahm sich René Wohlfart, Bürgermeister von Kürnach, Zeit für die Schüler. Um den Infektionsschutz im Zuge der Corona-Pandemie zu gewährleisten, fand das Treffen als Videokonferenz statt.

Biografische Laufbahn

Zu Beginn ging Wohlfart kurz auf seine Biografie ein. Die Schülerinnen und Schüler sahen an seinem Werdegang, dass unser Schulsystem sehr durchlässig ist und viele Karrieren heutzutage nicht geradlinig verlaufen. Nach Abschluss der Mittelschule absolvierte Herr Wohlfart zunächst eine Ausbildung als Elektroniker, bevor er über den „zweiten Bildungsweg“ sein Abitur nachholte. Er wurde anschließend Pilot und arbeitete viele Jahre in seinem Beruf. Herr Wohlfart nahm noch einmal ein Studium auf und arbeitete zuletzt als Gewerkschaftssekretär, bevor er im März 2020 zum Bürgermeister von Kürnach gewählt wurde.

Im Anschluss startete die Fragerunde. Ein Schüler wollte wissen, ob Herr Wohlfart schon immer Bürgermeister werden wollte. Prinzipiell habe er sich das vorstellen können, als er vor 20 Jahren mit seiner Frau nach Kürnach zog, so Wohlfarts Antwort.  Besonders positiv schätzt Herr Wohlfart ein, dass man durch kommunalpolitische Arbeit in seiner Gemeinde positive Impulse für die Lebensqualität der Mitbürger setzen könne. Besonderes Interesse zeigten die Schülerinnen und Schüler, wie der Tagesablauf eines Bürgermeisters aussieht. Herr Wohlfart erklärte, dass es in jeder Woche feste Termine gebe, aber auch immer wieder spontanes Handeln erforderlich sei.

Rede und Antwort 

Es folgten viele weitere Fragen, die der Kürnacher Bürgermeister geduldig beantwortete: Wie viel verdienen Sie? Müssen Sie nach Ablauf Ihrer Bürgermeister-Tätigkeit noch einmal arbeiten? Wollte schon einmal jemand mit Ihnen ein Selfie machen? Welchen Dienstwagen fahren Sie? Haben Sie einen Bodyguard?

Die letzte Frage wurde nicht zur Erheiterung gestellt. Sie zielte auf die Tatsache ab, dass viele politische Amtsträger in letzter Zeit Bedrohungen ausgesetzt sind. Herr Wohlfart erläuterte, dass er bisher noch nicht bedroht wurde, dass er es aber sehr bedenklich sehe, dass die radikalen Strömungen in der Politik immer mehr Zulauf fänden. Insgesamt – so das Fazit des Bürgermeisters – überwiegen jedoch die positiven Aspekte, die lokalpolitisches Engagement mit sich bringe.

Am Ende gab es ein großes Dankeschön von Lehrer- und Schülerseite, dass sich Herr Wohlfart die Zeit genommen hatte, so offen und informativ auf die Fragen der Jugendlichen einzugehen.

Von: Andreas Reuter, Sozialkundelehrer, Wolffskeel-Schule in Würzburg

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