Würzburg

Würzburg: Ampel und Schleuse sollen Radverkehr am Rennweg verbessern

Der Planungsausschuss hat zwei weitere Maßnahmen zur Verbesserung des Radverkehrs in Würzburg beschlossen. Allerdings gab es im Ausschuss auch Kritik an der Planung.
Der Schutzstreifen am Übergang vom Friedrich-Ebert-Ring zur Martin-Luther-Straße wird bis zu einer Aufstellfläche für Radfahrer an der Ampel verlängert.
Foto: Patrick Wötzel | Der Schutzstreifen am Übergang vom Friedrich-Ebert-Ring zur Martin-Luther-Straße wird bis zu einer Aufstellfläche für Radfahrer an der Ampel verlängert.

Die Stadt setzt weiter darauf, den Radverkehr mit einer Reihe kleiner Maßnahmen voranzubringen. In seiner jüngsten Sitzung hat der Ausschuss für Planung, Umwelt und Mobilität des Stadtrats (Puma) zwei Vorschläge des Tiefbauamts für Verbesserungen an der Kreuzung Rennweg/Friedrich-Ebert-Ring/Martin-Luther-Straße/Rottendorfer Straße einstimmig angenommen.

Maßnahme Nummer eins führt dazu, dass der Radweg neben dem Rennweg stadtauswärts künftig nicht mehr an der Fußgängerampel über den Friedrich-Ebert-Ring endet: Etwa 20 Meter vor der Kreuzung werden Radfahrende künftig mit einer kleinen Schleuse auf die Straße geführt, wo sie sich als "Pulkführer" in einem großen Aufstellbereich vor den an der Ampel wartenden Autos positionieren können. Der Übergang vom Seitenbereich durch den Grünstreifen auf die Straße  ist mit dem Gartenamt abgestimmt, befindet sich außerhalb des Wurzelraums der Bäume und wird mit einer Radler-Ampel geregelt.

Baureferent spricht von "echter Verbesserung"

"Das ist eine echte Verbesserung", findet Baureferent Benjamin Schneider. Bisher müssen Radfahrer, die sich legal verhalten wollen, am Ende des Rennwegs absteigen und ihr Rad über die Fußgängerampel schieben, um in die Rottendorfer Straße zu kommen. Eine weitere großzügige Aufstellfläche für bekommen Radler an dieser Kreuzung auf dem Friedrich-Ebert-Ring. Die beiden Pkw-Fahrstreifen für Linksabbieger in den Rennweg und geradeaus in die Martin-Luther-Straße werden etwas schmaler, daneben wird der bestehende Schutzstreifen, der bisher im Nichts endet, bis zur Kreuzung mit der Aufstellfläche geführt.

Bisher endet der Radstreifen neben dem Rennweg im Nichts, künftig soll der Radverkehr an dieser Stelle mit einer Schleuse samt Ampel auf die Straße geführt werden.
Foto: Patrick Wötzel | Bisher endet der Radstreifen neben dem Rennweg im Nichts, künftig soll der Radverkehr an dieser Stelle mit einer Schleuse samt Ampel auf die Straße geführt werden.

Nur eine Gegenstimme im Ausschuss

Im Radverkehrsbeirat Anfang Oktober wurden beide Maßnahmen teilweise kritisch kommentiert, am Ende aber mit 16 zu fünf Stimmen befürwortet. Im Puma kam die einzige kritische Stimme von Konstantin Mack von den Grünen: Er forderte eine konsequentere Umsetzung des Grundsatzbeschlusses zur Förderung des Radverkehrs.

Lesen Sie auch:

Vor allem mit dem Schutzstreifen am Friedrich-Ebert-Ring ist er nicht zufrieden: "Er wird von den Autofahrern bisher nicht respektiert, und ich kann mir nicht vorstellen, dass er nach der Verlängerung respektiert wird." Er forderte einen mit einer durchgezogenen Linie und möglichst mit roter Farbe markierten Radstreifen: "Damit können wir an dieser gefährlichen Stelle mit viel Verkehr die Zufahrt zur Aufstellfläche gewährleisten."

Kritik: mangelhafte Umsetzung des Grundsatzbeschlusses

Dass in der Verlängerung des Rennwegs in der Rottendorfer Straße bisher keine Radverkehrsanlagen geplant sind, ist für Mack ebenfalls ein Beweis für die bisher mangelhafte Umsetzung des Grundsatzbeschlusses. Der Baureferent wies die Kritik zurück: "Wir können nicht von Anfang bis Ende jeder Straße planen, sonst kommen wir mit den kleinen Verbesserungen nicht weiter", betonte Schneider.

Man werde nicht jedes Detail des Grundsatzbeschlusses an jeder Kreuzung im Stadtgebiet umsetzen können: "Wir müssen an vielen Stellen individuelle Lösungen finden, die sich am Inhalt des Grundsatzbeschlusses orientieren, und das an diesem Problempunkt der Fall."

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie den Newsletter für die Region Würzburg und erhalten Sie dreimal in der Woche die wichtigsten Nachrichten aus Ihrer Region per E-Mail.
Themen & Autoren
Würzburg
Patrick Wötzel
Autofahrer
Gartenämter
Mobilität
Mängel
Radverkehr
Radwege
Stadträte und Gemeinderäte
Tiefbauämter
Würzburg Verkehr
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (2)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!