Würzburg

Würzburg beteiligt sich am Themenjahr

Auch zu Corona-Zeiten wird die Erinnerungskultur in Würzburg weiter gepflegt: Im Kulturausschuss wurden jetzt die geplanten Beiträge zum Jubiläum "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" und zum 300. Todestag von Baumeister Josef Greising in diesem Jahr vorgestellt.

Als ältester Beleg jüdischen Lebens in Deutschland gilt ein Edikt des römischen Kaisers Konstantin, in dem die jüdische Gemeinde in Köln erwähnt wird. Das ist 1700 Jahre später der Anlass eines deutschlandweiten Themenjahres, an dem sich auch Würzburg mit mehreren Projekten beteiligen wird. "Im Mittelpunkt sollen dabei auch die vielen positiven Aspekte stehen, die die jüdische Kultur nach Deutschland gebracht hat", betonte Kulturamtsleiterin Kathrin Jacobs.

Organisiert werden die verschiedenen Beiträge vom Johanna-Stahl-Zentrum für jüdische Geschichte, finanziell und personell unterstützt vom Kulturreferat der Stadt. Geplant ist unter anderem eine Online-Präsentation über ausgewählte jüdischen Familien in Franken zwischen dem 18. und 20. Jahrhundert.

Ausstellungen, Stadtrundgänge und Workshops

Außerdem wird es eine Ausstellung mit Installationen des Berliner Künstlers Jens Reuleke mit dem Titel "Nachhall" geben: "Es geht dabei in Formen, Figuren und Farben um den mittelalterlichen jüdischen Friedhof, der unter dem Juliusspital liegt", erläuterte Rotraud Ries, die Leiterin des Johanna-Stahl-Zentrums. Im September erscheint außerdem eine von Amadé Esperer verfasste Biografie des jüdischen Lyrikers Jehuda Amichai, der 1924 in Würzburg geboren wurde.

Auch der 300. Todestag von Josef Greising, der neben Antonio Petrini und Balthasar Neumann zu den wichtigsten Architekten der Barockzeit gehörte, wird nicht vergessen. Das Programm richtet sich an Einheimische und Tagestouristen und geht auf einen Antrag der ÖDP-Fraktion im Stadtrat zurück. Unter anderem soll es Stadtrundgänge zu den Bauten Greisings und verschiedene Workshops geben.

Die Schüler der Josef-Greising-Schule werden das Werk ihres Namensgebers mit einer Holzkonstruktion im öffentlichen Raum zeigen. Geplant ist außerdem ein historisches Rollenspiel mit Grundschulkindern, die in die Rollen der Baumeister Petrini, Greising und Neumann schlüpfen werden.

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