Würzburg

Würzburg vor 100 Jahren: Aufruhr im Altenheim des Reiches

Im November 1918 machten auch die scheinbar so braven Würzburger mit beim Sturz der Monarchie. Sie hatten gute Gründe dafür. Die ersten Tage der Novemberrevolution 1918 und ihre Vorgeschichte
Revolutionäre: Der neue gewählte Ministerpräsident Kurt Eisner (vorne) und sein persönlicher Referent, der Würzburger Felix Fechenbach (links), glaubten nach Ende des Ersten Weltkriegs, dass ein dauerhafter Frieden nur durch einen Sturz des Kapitals möglich sei. Foto: Münchner Stadtmuseum
Foto: Münchner Stadtmuseum | Revolutionäre: Der neue gewählte Ministerpräsident Kurt Eisner (vorne) und sein persönlicher Referent, der Würzburger Felix Fechenbach (links), glaubten nach Ende des Ersten Weltkriegs, dass ein dauerhafter Frieden nur durch einen Sturz des Kapitals möglich sei. Foto: Münchner Stadtmuseum

Maria von Gebsattel ist bedeutend und sehr katholisch. Sagt sie was, schreiben Journalisten mit. So erfahren die Würzburger, dass sie am Revolutionssonntag gleich zwei Mal zum Beten in den Dom gegangen ist und dass sie die "Rotzbuben" schimpft. Der Würzburger General-Anzeiger findet sie gut: Die Baroness sei eine "entschiedene Gegnerin der den christlichen Geist der Familie zerstörenden Sozialdemokratie". Wer adelig, privilegiert und katholisch ist, hat dreifachen Grund, die Revolutionäre zu fürchten. Am Donnerstag, den 7. November, demonstrieren in München wohl Hunderttausend für ...

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