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Würzburg will 2025 nicht Europas Kulturhauptstadt werden

Würzburg will 2025 nicht Europas Kulturhauptstadt werden       -  Im Januar 2015 hatte die Bad Brückenauer FDP-Bezirksrätin Adelheid Zimmermann im Bezirkstag angeregt, dass sich die Stadt Würzburg gemeinsam mit dem Bezirk Unterfranken als „Europäische Kulturhauptstadt für das Jahr 2025 bewerben sollte.   Kurz darauf schloss sich die Würzburger FDP-Stadtratsfraktion in einem Antrag diesem Vorstoß an. In einer Beschlussvorlage für die Sitzung des Schul- und Kulturausschusses am Donnerstag, 2. Februar, schlägt die Stadtverwaltung nun vor, von diesem Vorhaben Abstand zu nehmen.  Inzwischen hat nämlich der Nürnberger Stadtrat im Dezember 2016 beschlossen, sich offiziell um diesen Titel zu bewerben. Deshalb, so heißt es in der Vorlage für den Stadtratsausschuss, erscheine eine parallele Bewerbung Würzburgs aus der gleichen Region heraus „nicht erfolgversprechend“ zu sein.  Eine Bewerbung Würzburgs hätte bis zum Jahr 2019 fertiggestellt sein müssen. Im Zeitraum bis zur Vorbereitung der Bewerbung seien die Ressourcen Würzburgs für andere wichtige Projekte gebunden, heißt es weiter. Dies gelte insbesondere für die Planung und Durchführung der bayerischen Landesgartenschau 2018.   Der aufwändige sowie zeit- und personalintensive Prozess einer Bewerbungsvorbereitung wäre daher nur mit erheblichen zusätzlichen finanziellen und personellen Ressourcen zu bewältigen. So rechne beispielsweise die Stadt Nürnberg allein für die Bewerbungsphase bis 2020 mit Kosten in Höhe von etwa fünf Millionen Euro. Zwei aktuelle Zahlen zum Vergleich: Das zypriotische Paphos, das gerade zusammen mit dem dänischen Aarhus als Kulturhauptstadt fungiert, hat Durchführungskosten in Höhe von 8,5 Millionen Euro. Das ist der niedrigste Etat in der Geschichte der Kulturhauptstädte. Die dänische Stadt Aarhus lässt sich den Titel „Europäische Kulturhauptstaat“ in diesem Jahr rund 60 Millionen Euro kosten.
| Im Januar 2015 hatte die Bad Brückenauer FDP-Bezirksrätin Adelheid Zimmermann im Bezirkstag angeregt, dass sich die Stadt Würzburg gemeinsam mit dem Bezirk Unterfranken als „Europäische Kulturhauptstadt für das ...

Im Januar 2015 hatte die Bad Brückenauer FDP-Bezirksrätin Adelheid Zimmermann im Bezirkstag angeregt, dass sich die Stadt Würzburg gemeinsam mit dem Bezirk Unterfranken als „Europäische Kulturhauptstadt für das Jahr 2025 bewerben sollte.

Kurz darauf schloss sich die Würzburger FDP-Stadtratsfraktion in einem Antrag diesem Vorstoß an. In einer Beschlussvorlage für die Sitzung des Schul- und Kulturausschusses am Donnerstag, 2. Februar, schlägt die Stadtverwaltung nun vor, von diesem Vorhaben Abstand zu nehmen.

Inzwischen hat nämlich der Nürnberger Stadtrat im Dezember 2016 beschlossen, sich offiziell um diesen Titel zu bewerben. Deshalb, so heißt es in der Vorlage für den Stadtratsausschuss, erscheine eine parallele Bewerbung Würzburgs aus der gleichen Region heraus „nicht erfolgversprechend“ zu sein.

Landesgartenschau 2018 hat Vorrang

Eine Bewerbung Würzburgs hätte bis zum Jahr 2019 fertiggestellt sein müssen. Im Zeitraum bis zur Vorbereitung der Bewerbung seien die Ressourcen Würzburgs für andere wichtige Projekte gebunden, heißt es weiter. Dies gelte insbesondere für die Planung und Durchführung der bayerischen Landesgartenschau 2018.

Der aufwändige sowie zeit- und personalintensive Prozess einer Bewerbungsvorbereitung wäre daher nur mit erheblichen zusätzlichen finanziellen und personellen Ressourcen zu bewältigen. So rechne beispielsweise die Stadt Nürnberg allein für die Bewerbungsphase bis 2020 mit Kosten in Höhe von etwa fünf Millionen Euro.

Aaarhus zahlt für Kulturhauptstadt 60 Millionen

Zwei aktuelle Zahlen zum Vergleich: Das zypriotische Paphos, das gerade zusammen mit dem dänischen Aarhus als Kulturhauptstadt fungiert, hat Durchführungskosten in Höhe von 8,5 Millionen Euro. Das ist der niedrigste Etat in der Geschichte der Kulturhauptstädte. Die dänische Stadt Aarhus lässt sich den Titel „Europäische Kulturhauptstaat“ in diesem Jahr rund 60 Millionen Euro kosten.

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