Würzburg

Würzburger Bäder: Wann heißt es wieder "Pack die Badehose ein"?

Die meisten Becken liegen noch trocken, doch bei der Würzburger Bäder GmbH bereitet man sich schon auf die Badesaison im Sommer vor. Wann es damit wieder losgehen soll.
Robert Konrad, Geschäftsführer der Würzburger Bäder GmbH, in einem der derzeit trocken gelegten Becken des neuen Nautilands. Bei einem Pressegespräch erläuterte er die Pläne für den Sommer.
Foto: Silvia Gralla | Robert Konrad, Geschäftsführer der Würzburger Bäder GmbH, in einem der derzeit trocken gelegten Becken des neuen Nautilands. Bei einem Pressegespräch erläuterte er die Pläne für den Sommer.

Man scharrt mit den Hufen bei der  Würzburger Bäder GmbH, einer Tochter des städtischen WVV-Konzerns. Geschäftsführer Robert Konrad und seine Mitarbeiter würden wohl lieber heute als morgen die Becken und die Saunalandschaft im Nautiland sowie das Dallenbergbad und Sandermare für  Besucher freigeben, doch auch sie sind an die Beschränkungen und Hygienereglen der Corona-Pandemie gebunden.

Und mit jedem Monat, in dem die drei Bäder geschlossen bleiben, verliere die Bäder GmbH rund 400 000 Euro an eigentlich fest eingeplantem Umsatz, berichtete Konrad jetzt bei einem Pressegespräch in der großen Schwimmhalle des neuen Bades in der Zellerau, die das Einhalten der Corona-gerechten Hygieneabstände zwischen den Teilnehmern ermöglichte. Zudem habe man im Vorjahr wegen der Schließungen und eingeschränkten Zahl der Badegäste ebenfalls nur ein Viertel des Jahresumsatzes einfahren können. Besonders ärgerlich bei einen Ende November 2019 neu eröffneten Nautiland mit einer Bausumme von rund 34 Millionen Euro, das seitdem nur wenige Monate geöffnet war. 

"Im Sommer setzt sich keiner in die Sauna"
Robert Konrad - Würzburger Bäderchef

Und so habe man sich bei der Bäder GmbH hingesetzt und Pläne gemacht, wie es weiter gehen soll, sobald das "Go" von der Regierung komme. Angepeilt sei der 15. Mai. Allerdings hätten die in der Vorwoche geschmiedeten Pläne angesichts der stark ansteigenden Inzidenzahlen in Stadt und Landkreis schon wieder einen Dämpfer bekommen, gab Konrad zu.

Das Sandermare wird vorerst geschlossen bleiben

Vorab: Das Sandermare wird geschlossen bleiben, allerdings mit dem im letzten Jahr bewährten Konzept, dass Frühschwimmer mit einem besonderen Angebot ins Nautiland ausweichen können. "Die coronabedingten Hygienekonzepte würden im engen Sandermare maximal 30 Badegäste gleichzeitig zulassen, das ist wirtschaftlich nicht machbar", warb Konrad um Verständnis. Für die anderen beiden Bäder aber gibt es Öffnungskonzepte.

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Weil es für das Dallenbergbad einer Vorlaufzeit von rund sechs Wochen bedürfe, habe man für alle Fälle auch schon bereits damit begonnenen, es "sommerfertig" zu machen, so Konrad weiter. Auch wenn der angedachte Öffnungstermin angesichts der aktuellen Entwicklung vermutlich weiter in die Ferne gerückt sei.

Sechs Wochen sind notwendig, um das Dallenbergbad aus dem Winterschlaf zu wecken

Die sechs Wochen seien notwendig, um das Bad aus dem Winterschlaf zu wecken, erläuterte Bäder-Betriebsleiter Wolfgang Lutz. Unter anderem  müssten die über den Winter grün geworden Becken gereinigt und instand gesetzt werden. Die Solarheizanlage auf dem Dach der Umkleiden müsse gereinigt, die Armaturen in den Duschen wieder montiert und die Wege kontrolliert werden. Auch werde ein neues WLAN installiert, das im Kassenbereich den Einsatz von mehr Lesegeräten ermögliche und für die Badegäste einen Netzzugang biete.  

Bäder-Betriebsleiter Wolfgang Lutz im Nautiland. 
Foto: Silvia Gralla | Bäder-Betriebsleiter Wolfgang Lutz im Nautiland. 

Allein für das anschließende Befüllen der Becken im "Dalle" veranschlagt Lutz etwa eineinhalb Wochen. "Wenn wir das zu schnell machen und zu viel Wasser gleichzeitig brauchen, geht am Dallenberg keine Klospülung mehr", erklärte der Betriebsleiter. Dann hänge es von den Sonnenstunden am Tag und den Nachttemperaturen ab, wie lange die Becken ausschließlich mit Sonnenenergie aufgeheizt werden müssen.  "Denn bei 16 Grad kommt niemand". 

Im Nautiland geht die Reaktivierung etwas schneller

Im Nautiland gehe dies alles etwas schneller, so Lutz. Da sei ein neues Bad mit ausschließlich Edelstahlbecken. Pro Becken rechnet er so mit einem Tag für Reinigung und Füllung. Erwärmt werde das Wasser dort über Wärmetauscher vom eigenen Blockheizkraftwerk (BHKW) des Bades. So dauere es etwa nur zwei Wochen vom ersten Weckruf bis zur Öffnung. Die Saunalandschaft im Nautiland wird allerdings voraussichtlich erst am 15. September öffnen. "Im Sommer setzt sich keiner in die Sauna", berichtete Konrad von den Erfahrungen des Vorjahres.

Bei der Zugangsregelung setzt Bäder-Chef Konrad auf die sogenannte Bädersuite, ein Angebot im Internet, die sich im Vorjahr bewährt habe. Darüber lassen sich freie Plätze in den aus Hygienegründen zugangsgebeschränkten Bädern einsehen, reservieren und bezahlen. Bis zur Öffnung der Bäder untersuche man auch noch weitere Möglichkeiten der Kontaktverfolgung  und des Zugangs. "Wann wir dann öffnen können, hängt aber von den Inzidenzen ab und davon, ob wir uns alle an die Regeln halten, um dem Virus keinen Vorschub zu leisten", mahnte er.

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