Würzburg

Würzburger bezwingt den Henssler und gewinnt die Summe seines Lebens

Kandidat Xabier gewinnt eine Million bei 'Schlag den Henssler'       -  Xabier Urkiaga aus Würzburg hat sich die Million in der Show 'Schlag den Henssler' geholt
Foto: ProSieben (ProSieben/Willi Weber) | Xabier Urkiaga aus Würzburg hat sich die Million in der Show "Schlag den Henssler" geholt

„Eine Million Euro! Das ist die Chance ihres Lebens!“, ruft Pro Sieben Tv-Moderator Elmar Paulke und eröffnet damit die Sendung „Schlag den Henssler" am Samstagabend. In der Sendung tritt ein von den Zuschauern gewählter Kandidat gegen Promi-Koch Steffen Henssler in verschiedenen Wettkämpfen an. Von „Stapler-Basketball“, über „Vornamen“ und „Billard“ kann da alles gefragt sein. Zwischen drei Kandidaten konnte gewählt werden, wer in der TV-Sendung gegen Henssler antreten darf.

Da der Sender im Vorfeld die Abstimmung im Internet unter Manipulationsverdacht sah, wurde die Wahl auf der Webseite abgebrochen. Stattdessen sollte „altmodisch“ per Telefon während der Sendung abgestimmt werden. Bereits während der Vorstellung seines Videos machte der Lehrer Xabier Urkiaga, der am Matthias-Grünewald-Gymnasium unterrichtet, einen sympathischen und souveränen Eindruck. Das brachte ihm bei der Telefonwahl genügend Stimmen, um sich gegen seine zwei Mitbewerber aus Frankfurt und Hamburg durchzusetzen und den Wettkampf gegen den Koch antreten zu dürfen.

Schlag den Henssler
Foto: Willi Weber/Pro Sieben | Schlag den Henssler

Dreizehn Spiele hat es gedauert, dann stand alles fest: Obwohl der 37-Jährige bereits stark vorlegte und die ersten sechs Spiele gewann, holte Steffen Henssler zwischendurch immer wieder auf. Es blieb also spannend. Beim letzten Wettkampf fieberten alle noch einmal richtig mit. Xabier Urkiaga war die Spannung nur leicht anzusehen und so versenkte er beim Billard mit scheinbarer Leichtigkeit die letzte Kugel und gewann glorreich gegen den bisher dreifach unbesiegten Henssler.

Was sagt der Lehrer aus Würzburg einen Tag nach seinem Millionengewinn zu seinem Erfolg?

Wie war das für Sie als Sie eindeutig das Voting gewonnen haben und antreten durften? Sie haben einen sehr lockeren Eindruck gemacht. Waren Sie innerlich vielleicht doch etwas schockiert?

Xabier Urkiaga: Nein, schockiert gar nicht. Rechnen kann man damit aber auch nicht. Das war wirklich eine Wahnsinns-Anspannung da oben zu stehen. Man will dann ja auch sympathisch wirken. Als ich dann gewählt wurde war ich schon überrascht, habe mich aber auch total gefreut.

Schlag den Henssler
Foto: Willi Weber/Pro Sieben | Schlag den Henssler

Als ehemaliger Wasserballprofi hat Ihnen der ein oder andere Wettkampf in die Karten gespielt. Bei dem „Schwimmathlon“ zum Beispiel, müssen Sie sich doch gedacht haben, dass es besser nicht laufen könnte, oder?

Urkiaga: Am Anfang war es zwar cool, dass ich gewonnen habe, aber ich habe mich dann doch auch geärgert, dass das Spiel so früh dran kam. Sowas hätte am besten zum Schluss kommen sollen. Dann hätte es mehr Punkte gegeben. Dass dann eventuell zum Schluss Sachen hätten kommen können, die mir nicht liegen, hat mich dann eher nervöser gemacht. Natürlich lief am Ende alles ideal, wozu dann aber doch immer eine riesige Portion Glück gehört.

Während des Spiels waren dann immer alle Kameras auf Sie gerichtet. Dann hat Elmar Paulke immer wieder gesagt, dass es um eine Million Euro geht. Wie groß war der Druck da?

Urkiaga: Der Druck war Wahnsinn! Allein, dass die Schüler und Kollegen alle zugeschaut haben. Es war dann aber eine super Unterstützung zu wissen, dass meine Frau, meine Schwester, mein Bruder und ein guter Freund im Publikum saßen. Ich war ständig im Blickkontakt mit ihnen - sie waren mir eine große Stütze!

Schlag den Henssler
Foto: Willi Weber/Pro Sieben | Schlag den Henssler

Gab es auch Momente, in denen Sie dachten, Sie könnten vielleicht doch verlieren oder Spiele über die Sie sich besonders geärgert haben?

Urkiaga: Bei „Blamieren oder Kassieren“ habe ich mich so richtig geärgert. Weil ich echt dachte, das hätte ich gewinnen können. Ich hatte am Anfang das Gefühl ich muss länger warten bis ich drücke, weil ich sonst die falsche Antwort gebe. Dann hat der Henssler gedrückt, als ich dran war. Zumindest dachte ich das. Das war dann alles super kompliziert. Und auch beim Staplerbasketball habe ich mich geärgert, dass Steffen gewonnen hat, aber da war er einfach besser. Meine Frau musste mich in der Werbepause dann erst einmal wieder aufbauen.

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Foto: Willi Weber /Pro Sieben | Schlag den Henssler

Sie haben während der Sendung kontinuierlich im Wettkampf geführt. Beim Matchpunkt war dann Billard gefragt. Kam Ihnen das zu Gute?

Urkiaga: Als Billard drankam habe ich eigentlich gedacht, es hätte schlechter laufen können. Ich habe dann die Kugel beim ersten Stoß versenkt und mir fiel auf, dass die Kugeln mit den ganzen Zahlen schon besser lagen. Normalerweise hätte ich dann aussuchen dürfen, welche Kugeln ich nehme. Dann sagte der Schiedsrichter auf einmal, wir spielen nach vereinfachten Regeln. Und als er dann noch gesagt hat, dass ich die halben Kugeln bekomme, die schlechter auf dem Tisch lagen, dachte ich, dass jetzt echt alles gegen mich läuft.

Und als die schwarze Kugel im Loch war und Sie die Million gewonnen haben - was war das für ein Gefühl?

Urkiaga: Ich habe in dem Moment gar nicht daran gedacht, dass ich eine Million gewonnen habe. Ich habe vielmehr an den Sieg im Spiel gedacht. Das fühlte sich dann für mich an wie beim Sport. Dann denkt man eher an den Wettkampf. Da war das Geld echt gar nicht im Kopf. Als ich die Kugel versenkt habe, habe ich nur zu meiner Begleitung geguckt und war total erleichtert.

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Foto: Willi Weber/Pro Sieben | Schlag den Henssler

Vor und während der Sendung, haben Sie den Gewinn ausgeblendet. Jetzt haben Sie eine Million Euro gewonnen. Haben Sie und Ihre Frau schon darüber gesprochen, was als nächstes geplant ist?

Urkiaga: Ne, ne. Also wir haben das Thema heute beim Frühstück kurz angesprochen, haben dann aber gesagt, dass wir das nochmal in Ruhe besprechen. Wir wollen jetzt erst einmal zurück zu den Kindern und nochmal drüber schlafen. Im Moment würde man ja wahrscheinlich doch keine vernünftige Entscheidung treffen.

Zur Person: 37-jähriger Sport-und Mathematiklehrer am Matthias-Grünewald-Gymnasium in Würzburg Gebürtiger Würzburger mit baskischen Wurzeln Spielte bereits in jungen Jahren bei der SV05 Wasserball in Würzburg und schaffte es bis in die Nationalmannschaft Lebte mit seiner Frau ein Jahr auf den Philippinen Familienvater von 4 Kindern Geht in seiner Freizeit gerne Bouldern, Radfahren oder ins Fitness-Studio.

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