Würzburg

MP+Würzburger Krebsmediziner: "Aggressivität der Patienten gegenüber Ungeimpften wächst"

Ihre Termine werden abgesagt, Therapien verschoben: Krebserkrankte bekommen die Folgen der hohen Zahl von Covid-Patienten zu spüren. An der Uniklinik Würzburg wächst der Unmut.
Prof. Hermann Einsele, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik II an der Uniklinik Würzburg, spürt zunehmend Frust und Unmut vieler Krebserkrankter, deren Behandlungen wegen Covid-19 verschoben werden müssen.
Foto: Johannes Kiefer | Prof. Hermann Einsele, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik II an der Uniklinik Würzburg, spürt zunehmend Frust und Unmut vieler Krebserkrankter, deren Behandlungen wegen Covid-19 verschoben werden müssen.

Die starke Belastung der Kliniken durch Corona-Fälle geht zunehmend auf Kosten von Patientinnen und Patienten mit anderen Erkrankungen wie Krebs. An der Würzburger Uniklinik müssen Stationen für die Covid-Behandlung geräumt werden, Patienten werden umverlegt. Teilweise müssten Termine und Therapien abgesagt werden, bedauert Prof. Hermann Einsele, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik II.Dass es sich bei den Covid-Patienten ganz überwiegend um Ungeimpfte handelt, sorge für Unmut bei den Krebserkrankten, deren Versorgung nun leidet: "Die Aggressivität gegenüber Ungeimpften wächst", beobachtet Einsele.

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