Würzburg

Würzburger Theologin: "Corona zeigt unsere Verwundbarkeit"

Die Pandemie hat uns bloßgelegt, sagt die Würzburger Professorin Hildegund Keul. Warum unsere Sicherheitsgesellschaft mit einem Paradox leben muss, das tödlich enden kann.
Je sicherer und besser wir leben, desto größer ist die Verletzlichkeit: In der Pandemie wird das Paradox besonders deutlich, sagt Forscherin Hildegund Keul.
Foto: sv_sunny | Je sicherer und besser wir leben, desto größer ist die Verletzlichkeit: In der Pandemie wird das Paradox besonders deutlich, sagt Forscherin Hildegund Keul.

"Deutschland leidet am Verletzlichkeitsparadox", sagt Hildegund Keul, Professorin für katholische Theologie an der Universität Würzburg. Was sie meint: Je mehr eine Gesellschaft abgesichert ist und je besser ihre Lebensumstände dadurch sind, desto verwundbarer wird sie im Schadensfall. In der Corona-Pandemie wirke sich dieses Paradox besonders stark aus.Die 60-jährige Religionswissenschaftlerin und Germanistin forscht in einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt interdisziplinär über die Verwundbarkeit von Menschen und Gesellschaften.

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