Würzburg

Würzburger Wasserwacht in Sorge vor ersten Hitze-Tagen

Weil wegen der Corona-Pandemie Schwimmbäder seit langem geschlossen sind, weichen immer mehr Menschen auf Flüsse und Seen aus, wo Gefahren lauern. Und es gibt ein weiteres Problem.
Zahlreiche Menschen genossen letztes Jahr den Sommer an den Sanderauer Mainwiesen in Würzburg.
Foto: Patty Varasano | Zahlreiche Menschen genossen letztes Jahr den Sommer an den Sanderauer Mainwiesen in Würzburg.

Wenn das Wetter am Sonntag die 25 Grad knackt, sehnt sich der ein oder die andere vielleicht schon nach einem erfrischenden Schwimmerlebnis. Der Wasserwacht blickt allerdings mit Sorge auf die ersten heißen Tage. Wegen der Corona-Einschränkungen bestehe schon seit Monaten kein Zugang zu Schwimmbädern, was gerade für Kinder gefährlich werden könnte, heißt es in einer Mitteilung des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) in Würzburg.

"Uns fehlt inzwischen mehr als ein ganzer Jahrgang, der noch keine Chance hatte, schwimmen zu lernen."
Björn Rausch, Vorsitzender der Wasserwacht in Stadt und Landkreis Würzburg

"Uns fehlt inzwischen mehr als ein ganzer Jahrgang, der noch keine Chance hatte, schwimmen zu lernen", so Björn Rausch, Vorsitzender der Wasserwacht in Stadt und Landkreis Würzburg. Aber auch bei Erwachsenen werde sich die fehlende Trainingsmöglichkeit bemerkbar machen. "Deshalb ist beim Baden im Freiwasser dieses Jahr besondere Vorsicht geboten", so der dringende Appell.

Auf dem Main haben große Schiffe Vorfahrt

Vorsicht gilt vor allem auf dem Main: Neben den vielen Seen der Region hat sich laut BRK der Fluss zu einem beliebten Badegewässer entwickelt. Schwimmer, Kanuten, Stand-Up-Paddler und viele mehr sind unterwegs. Als Bundeswasserstraße ist der Fluss aber vor allem ein wichtiger Verkehrsweg für Güter- und Personenschiffe. Björn Rausch appelliert deshalb an die Vernunft aller Menschen, bittet um gegenseitige Rücksicht und warnt vor den Gefahren: "Große Schiffe können Schwimmern nicht ohne Weiteres ausweichen." In den Sommermonaten patrouillieren die Wasserwacht und die DLRG verstärkt mit ihren Rettungsbooten auf den Flussabschnitten in der Region.

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Für ein sicheres Badevergnügen verweist Rausch auf die Einhaltung der Baderegeln. Grundsätzlich sollte man nicht unter Alkoholeinfluss oder mit vollem Magen ins Wasser gehen. Gerade bei hochsommerlichen Temperarturen sei es zudem wichtig, sich vor dem Sprung ins kalte Wasser abzukühlen. Im Freiwasser sollten sich Schwimmer von Wasserpflanzen, Schiffen und Schleusenanlagen fernhalten. Und auf langen Strecken sei es ratsam, gemeinsam zu schwimmen, um sich im Notfall gegenseitig helfen zu können.

Geraten Schwimmer in ernste Notlagen, sollten Passanten nicht zögern, die Notrufnummer 112 zu wählen. Die Wasserrettungsorganisationen stehen 24 Stunden in mobiler Bereitschaft – unabhängig von der Jahreszeit.

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