Würzburgs lebende Eis-Legende

Was macht ein gutes italienisches Eis aus? „Gute Ware; nur wenn sie etwas Gutes verwenden, kommt auch etwas Gutes heraus. Ohne Qualität geht es nicht“, sagt Benito Vettori. Der Mann muss es wissen: Er ist Würzburgs lebende Eislegende und Namensgeber der inzwischen drei Benito-Eiscafés. In diesen Tagen feiert Vettori ein ungewöhnliche Jubiläum. Seit 75 Jahren betreibt seine Familie in Würzburg das Geschäft mit der eiskalten Versuchung.
75 Jahre Eiscafé Benito (im Bild von links): Benito Vettori mit seinen Töchtern Manuela und Benita und seiner Frau Magdalena, dahinter der „Eismacher“ Günter Schulze-Vettori mit Sohn Patrick.       -  75 Jahre Eiscafé Benito (im Bild von links): Benito Vettori mit seinen Töchtern Manuela und Benita und seiner Frau Magdalena, dahinter der „Eismacher“ Günter Schulze-Vettori mit Sohn Patrick.
Foto: FOTO KRIENER | 75 Jahre Eiscafé Benito (im Bild von links): Benito Vettori mit seinen Töchtern Manuela und Benita und seiner Frau Magdalena, dahinter der „Eismacher“ Günter Schulze-Vettori mit Sohn Patrick.

Heute ist Benito Vettori 83, ein belesener Mann mit Stil und Humor. Der italienische Staat hat ihn für seine Verdienste um seine Landsleute in der Fremde zum Cavaliere, zum Ritter geschlagen. So agil wie Benito Vettori ist, würde er noch heute in seinem Café stehen. Doch nach einem Unfall vor fünf Jahren hat er das Geschäft in jüngere Hände gelegt. Die Familie Vettori stammt aus Conegliano in Venetien. Benitos Vater Pietro Vettori hatte sich in den 30er Jahren auf den Weg über die Alpen gemacht. Ein Zufall, so erzählt der Sohn, brachte ihn nach Würzburg in den Ratskeller. Der war gerammelt voll.

Archiv-Artikel
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