Gollhofen

Zweckverband muss am Kreisverkehr mitbezahlen

Bei der Einmündung in den Industrie- und Gewerbepark Gollhofen/Ippesheim soll schon im nächsten Jahr ein Kreisverkehr gebaut werden.
Foto: Gerhard Krämer | Bei der Einmündung in den Industrie- und Gewerbepark Gollhofen/Ippesheim soll schon im nächsten Jahr ein Kreisverkehr gebaut werden.

Die Bundesstraße 13 bekommt beim Industrie- und Gewerbepark Gollhofen/Ippesheim (GollIpp) einen Kreisverkehr. Damit kommen auf den Zweckverband GollIpp auch Kosten zu, denn das Staatliche Bauamt Ansbach übernimmt nur 60 Prozent der Kosten. Deshalb unterhielt sich die Versammlung des Zweckverbands auch nochmals in nichtöffentlicher Sitzung darüber und sucht nun das Gespräch mit dem Staatlichen Bauamt.

Erst kurz vor der Sitzung des Zweckverbands war der Entwurfsplan für den Kreisverkehr beim Vorsitzenden, Gollhofens Bürgermeister Heinrich Klein, eingegangen. Laut Klein will das Bauamt möglichst heuer noch ausschreiben und im Frühjahr nächsten Jahres mit dem Bau beginnen.

Nach der sogenannten Kreuzungsrichtlinie müssen, wie Geschäftsführer Herbert Preininger erläuterte, diejenigen mitbezahlen, die mit einem Zweig, also einer Anbindung, an den Kreisverkehr angeschlossen sind. Das war ein Knackpunkt für Zweckverbandsversammlung.

Verkehrszählung

Eine Verkehrszählung am 28. März vergangenen Jahres hat nämlich ergeben, dass auf der Bundesstraße 5985 Fahrzeuge Richtung Uffenheim fuhren, 6535 Richtung Ochsenfurt und 2526 Fahrzeuge ins Zweckverbandsgebiet. Damit wird die Bagatellgrenze von 20 Prozent überschritten und für den Zweckverband fallen Kosten an.

Hinzu kommt der geplante Ast vom Kreisel aus nach Westen auf der anderen Seite der Bundesstraße. Dort könnten nämlich, wann auch immer, rund 15 Hektar für eine Erweiterung des GollIpp erschlossen werden – ein "Sahnestück", wie Klein sagte. Für diese Anbindung nämlich müsste der Zweckverband allein die Kosten tragen.

Bei 40 Prozent der Kosten schluckte so mancher Bürgermeister der dem Zweckverband angehörenden Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Uffenheim, außer Uffenheim selbst, da die Stadt über eigene Gewerbe- und Industriegebiete verfügt. Denn eigentlich sollte der Kreisverkehr der Verkehrssicherheit dienen, zum Beispiel Radfahrern auf dem Begleit- und Radweg entlang der Bundesstraße zwischen Uffenheim und Ochsenfurt eine sichere Querung ermöglichen. Schließlich fahren die Radfahrer von Gollhofen kommen auf der rechten Seite der B 13, müssen dann aber auf Höhe des GollIpp die Seite wechseln, weil der Radweg dann links weiterläuft und dann unter der Autobahnbrücke hindurchführt. Dafür war auch schon bei der Erneuerung der Autobahnbrücke Platz geschaffen worden.

Die Radwegeverbindung von Uffenheim bis nach Ochsenfurt war auch immer ein Anliegen des Stimmkreisabgeordneten Hans Herold. Denn von Ochsenfurt geht es entlang des Mainradweges bis nach Würzburg.

Radweg endet

Von Gollhofen kommend endet der Radweg am GollIpp. Dies hat laut Herold zur Folge hat, dass von dort aus wieder auf die stark befahrene Bundesstraße 13 mit dem Rad aufgefahren und nach etwa 400 Meter nach links auf den neugebauten Radweg nach der Autobahnauffahrt A7 abgebogen werden muss. "Aufgrund dieser enormen Gefahrenstelle habe ich erneut das Staatliche Bauamt Ansbach eindringlich und deutlich darauf hingewiesen, dass diese Gefahrenstelle baldmöglichst beseitigt wird", schreibt Herold in einer Pressemitteilung.

Der Kreisverkehr soll also kommen, doch mit den Kosten ist der Zweckverband noch nicht glücklich. Oberickelsheims Bürgermeister Michael Pfanzer hinterfragte zudem die Führung des Radwegs. Die soll nämlich nach dem Kreisel hinter der Hecke die Böschung hoch und zur Autobahnbrücke wieder hinunterführen statt eben neben der Bundesstraße 13 zu verlaufen. Heinrich Klein sagte, dass den Radweg komplett das Bauamt bezahle. Zudem sei der Vorschlag, den Radweg weiter entfernt von der B 13 und über eine vorhandene Brücke über die Autobahn Richtung Rodheim verlaufen zu lassen, abgelehnt worden.

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