Sommerhausen

Zwei Linden vom Pfarrer

Neu gepflanzt ist die Sommerlinde als Geschenk für Winterhausen, mit (von links) Wilfried Saak, Roland Schramm, Heinz Schuster, Christian Luksch und Günther Maak.
Foto: Antje Roscoe | Neu gepflanzt ist die Sommerlinde als Geschenk für Winterhausen, mit (von links) Wilfried Saak, Roland Schramm, Heinz Schuster, Christian Luksch und Günther Maak.

Eine Sommerlinde für Winterhausen und eine Winterlinde für Sommerhausen. Die Spende von Pfarrer i.R. Heinz Schuster symbolisiert, wie verquickt sein Leben und Arbeiten in beiden Orten war.

Es sei der ausdrückliche Wunsch seiner verstorbenen Ehefrau Elinor Schuster gewesen, eine Spende an den Bund Naturschutz (BN) zu geben, erklärt Pfarrer Heinz Schuster bei der Übergabe an die Gemeinden. Gabriele Schmoll hatte eine entscheidende Rolle gespielt, dass der BN-Ortsgruppe Winterhausen, die gleichermaßen in Sommerhausen agiert, die Spende angetragen bekam. Und BN-Ortsvorsitzender Günther Maak hat sich daraufhin mächtig umgetan, dass das Geld auf besondere Art angelegt wird – in bereits größeren Bäumen.

Bäume betonen Verbundeheit

Die Wahl fiel letztlich auf eine Sommerlinde für Winterhausen, die am Kindergarten gepflanzt wurde. In Sommerhausen ist es eine Winterlinde, die am oberen Ende der Vernou-sur-Brenne-Steige steht, im Wochenendhausgebiet Aubsetz. Sehr besonders ist die Wahl, weil die Bäume mit ihren Namen symbolhaft mit den Orten verquickt sind und die Verbundenheit betonen, die nicht immer selbstverständlich war, früher gar eine inzwischen legendäre Feindseligkeit geradezu gepflegt wurde. "Sogar die Pfarrer sollen sich auf der Brücke geklopft haben", wirft Schuster verschmitzt ein.

Den Bürgermeistern Christian Luksch und Wilfried Saak aber gefällt die Verbundenheit besonders. Ihnen ist das Gemeinsame wichtig, das bis auf die Ortsgründung zurück geht und sich im Denkmalensemble spiegelt, das die Orte als Einheit sieht.

15 Jahre alt sind die anfangs eher langsam wachsenden Bäume laut dem Erlacher Gartenbauingenieur Roland Schramm bereits, der für den Standort Kindergarten eine schmalkronige, in die Höhe wachsende Sommerlinde ausgewählt hat, wogegen die Winterlinde eine heimische Art ist, wie man sie im Forst findet. Gemeindlicher Grund sollte es sein und die Bäume möglichst gut zur Geltung kommen. Immerhin sind Linden für ihre ausladende Größe und enorme Beständigkeit über mehrere hundert Jahre bekannt.

Standorte sind gut gewählt

Dass die Standorte gut gewählt sind, hat sich für Maak und die Bürgermeister gleich bestätigt. Die Winterlinde neben den Parkplätzen hat bereits von den Anliegern der Wochenendgrundstücke einen kleinen aus Weide geflochtenen Schutzzaun erhalten, damit sie nicht versehentlich angefahren wird. Der Obst-, Wein- und Gartenbauverein habe bereits eine Sitzbank angekündigt. Und die Sommerlinde wird für den Kindergarten eine besondere Rolle spielen.

1986 war das Ehepaar Schuster nach Sommerhausen gekommen. "Von Finnland geradewegs ins Paradies", sagt der Pfarrer, der zuvor die evangelische Gemeinde in Finnland betreut hatte. Gewohnt hatten Schusters viele Jahre in Winterhausen, für dessen Kirchengemeinde der Pfarrer zwischenzeitlich ebenfalls zuständig war. Im Jahr 2000 war Heinz Schuster in den Ruhestand getreten, den er in Sommerhausen verbringt.

Neu gepfanzt ist die Winterlinde als Geschenk für Sommerhausen, mit (von links) Wilfreid Saak, Roland Schramm, Günther Maak, Christian Luksch und Spender Heinz Schuster.
Foto: Antje Roscoe | Neu gepfanzt ist die Winterlinde als Geschenk für Sommerhausen, mit (von links) Wilfreid Saak, Roland Schramm, Günther Maak, Christian Luksch und Spender Heinz Schuster.
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