Steinbach

Verletzter Torwart: "Zuschauen zu müssen, ist das Schlimmste"

An solche Paraden braucht Jason Kürschner derzeit nicht zu denken. Steinbachs Keeper ist zum Zuschauen verurteilt.
Foto: Steffen Krapf | An solche Paraden braucht Jason Kürschner derzeit nicht zu denken. Steinbachs Keeper ist zum Zuschauen verurteilt.

Verletzungen bei Fußballern sind immer bitter und für die Betroffenen am schwersten zu ertragen. Insbesondere das Gefühl der Hilflosigkeit, der eigenen Mannschaft in einer prekären Lage nicht helfen zu können, nagt. So geht es aktuell Jason Kürschner, der etatmäßigen Nummer 1 der abstiegsbedrohten Sportfreunde Steinbach (14./12). Auch im Bezirksliga-Derby gegen seinen Ex-Verein, die DJK Dampfach, wird der Keeper erneut zuschauen müssen.

Bereits beim Göller-Pokal, der im Juli auf dem Sportgelände des FSV Krum ausgetragen wurde, gab es die Verletzung. „Ich habe im Feld mitgespielt, weil mir das ebenfalls großen Spaß macht. Ich bin bei einem Zweikampf weggeknickt und habe das zunächst überhaupt nicht gemerkt.“ Und so starteten die Steinbacher in die Saison, die ersten neun Spieltage in Folge mit Kürschner im Tor. Letztlich bekam der Torwart allerdings die Diagnose auf Meniskusriss und Knorpelschaden: „Ich habe zwei Fehlstellungen, ein X- und ein O-Bein, die praktisch gegeneinander arbeiteten. Deshalb wurde mir nahegelegt, das korrigieren zu lassen.“

Am 13. Januar folgte die Operation, alles verlief gut und „ich kann schon wieder ohne Krücken laufen“, freut sich Kürschner. Ein Datum für eine mögliche Rückkehr will er aber nicht setzen: „Ich lasse das nun erst einmal ausheilen, sonst habe ich hernach noch mehr Probleme als vorher.“

„Vom Ehrgeiz zerfressen“

Fußball ist für den 29-Jährigen zwar mehr als nur ein Hobby, dennoch gilt es erst einmal wieder im Berufsleben in die Spur zu kommen. Der als Maurer arbeitende Kürschner ist auf ein fittes Knie angewiesen. Dennoch wurmt es ihn nicht nur ein bisschen, dass er aktuell nicht mitwirken kann: „Es gibt eigentlich nichts Schlimmeres als zuschauen zu müssen. Man steht draußen und kann nicht eingreifen oder helfen.“

Zudem war auch die Vertretungssituation nicht ganz so einfach. Florian Weinmann absolvierte vier Spiele, ein Mal stellte sich sogar Stürmer Christopher Imhof zwischen die Pfosten, da niemand anders zur Verfügung stand.

Zumindest dieses Problem konnten die Verantwortlichen der Sportfreunde mittlerweile lösen. Mit Maximilian Linz kommt Kürschners Vorgänger von der SG Prappach/Oberhohenried zurück nach Steinbach. „Ich bin mir sicher, dass er seine Sache gut machen wird. Es ist immer und in unserer Situation besonders wichtig, einen gelernten Torwart in der Kiste stehen zu haben“, freut sich Kürschner über die Verpflichtung. Dass Linz eine mögliche Konkurrenz um die Nummer 1 darstellen könnte, kümmert ihn wenig. Ebenso misst Kürschner dem Spiel gegen seinen Ex-Verein DJK Dampfach keine allzu überragende Bedeutung zu: „Klar ist der Ehrgeiz da, einem Stürmer wie Patrick Winter den Ball vom Fuß zu luchsen, oder ihm eine Chance zu verderben. Aber ich bin in jedem Spiel vom Ehrgeiz zerfressen, da habe ich gar nicht die Zeit mir über den Gegner Gedanken zu machen.“

Das Thema Klassenerhalt sieht der Keeper ebenfalls noch nicht als endgültig passé an: „Das Wichtigste wird sein, jetzt zu punkten, dann sind wir wieder mittendrin. Wir sind noch lange nicht abgeschrieben.“

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