Haßfurt

Der ESC Haßfurt netzt gegen Lauterbach 19 Mal ein

Trotz der 19 Treffer im Test vor 154 Zuschauern gegen den EC Lauterbach war Hawks-Coach Zdenek Vanc nicht ganz zufrieden. Woran lag's?
Trotz der 19 Treffer war ESC-Coach Zdenek Vanc nicht wirklich zufrieden.
Foto: Ralf Naumann | Trotz der 19 Treffer war ESC-Coach Zdenek Vanc nicht wirklich zufrieden.

Eishockey

Testspiel

ESC Haßfurt – EC Lauterbach 19:6 (6:1, 7:2, 6:3)

Ein Torfestival zum Abschluss der Vorbereitung des ESC Haßfurt – die Generalprobe für den Start in die Punkterunde in einer Woche ist eigentlich geglückt. Und trotzdem zeigte sich Coach Zdenek Vanc mit dem 19:6-Kanstersieg der Haßfurter Hawks gegen den EC Lauterbach nur bedingt einverstanden. Den Trainer ärgerten vor allem die Gegentore, die gegen einen personell stark dezimierten Gegner seiner Meinung nach nicht hätten fallen dürfen.

„Das war eindeutig zu viel“, sagte Vanc nach der Schlusssirene und kündigte an, bei den anstehenden Trainingseinheiten noch einmal die Defensivarbeit in den Blickpunkt zu rücken. Als Junior Tobias Hertwich nach exakt 2:28 Minuten bereits zum 3:0 erfolgreich war, deutete sich schon ein Schützenfest an. Wobei: Es war schon beim Aufwärmen zu befürchten, dass es gegen die hessischen Gäste weitestgehend in eine Richtung geht. Lediglich die Mindestanzahl von neun Feldspielern konnte der neue Lauterbacher Trainer Thomas Berndaner aufs Eis schicken.

Erschwerend hinzu kam auch die Tatsache, dass die Luchse des EC zuvor erst zwei Mal gemeinsam in der Fremde trainieren konnten, nachdem im eigenen Stadion noch gar kein Eis zur Verfügung steht. Dennoch wehrten sie sich in ihrem ersten Vorbereitungsspiel im teils dichten Nebel und auf weichem Eis nach dem schnellen Rückstand nach Kräften, die im Laufe immer mehr nachließen.

Der ESC macht vorn kurzen Prozess

Dass die mit ganzen vier Blöcken angetretenen Hawks das Ergebnis derweil in die Höhe schraubten, daran konnten selbst die bedauernswerten EC-Schlussleute Sebastian Grunwald und Maxim Garde nichts ändern. Andererseits musste ihr ESC-Gegenüber Nicolas Hetzel den Puck im ersten Abschnitt nur einmal aus seinem Tor holen.

Im zweiten Drittel – nach 34 Minuten bekam Jens Dietz Spielpraxis – waren es gegen die überforderte Lauterbacher Rumpftruppe mit dem ehemaligen Haßfurter Emanuel Grund dagegen schon zwei Mal. Weil die Hawks während der letzten 20 Minuten weitere drei Gegentreffer einstecken mussten, ärgerte sich Vanc im Hinblick auf dem Saisonstart gegen den EV Pegnitz trotz der bis dato 13 erzielten Treffer dann doch.

Die Spieler, darunter erstmals der Rückkehrer Eugen Nold, der mit fünf Toren und drei Assists einen starken Einstand feierte, wollten seiner Meinung nach „so viele Tore schießen, dass sie die Verteidigung teilweise vergaßen. Das geht so nicht. In Punktspielen wollen wir keinesfalls mit 7:6 oder 8:7 gewinnen. Ich will defensiv einfach besser dastehen. Kein Zirkus. Dieses Eishockey mag ich nicht“, betonte der 41-Jährige. Gegen den EV Pegnitz erwartet er „100 Prozent anderes Eishockey als gegen Lauterbach.“

Haßfurt: Dietz, Hetzel – Hora, Thebus, Stahl, Pribyl, Marx, Hertwich, Faust, C. Müller, P. Müller, Hartmann – Nold, Stach, Krein, Masel, Trübenekr, Lang, Tobola, Dietrich, Zürcher, Finger. Schiedsrichter: Bauer/Voit. Zuschauer: 154. Tore für Haßfurt: Masel (5), Nold (5), Trübenekr (2), Faust, Hertwich, P. Müller, Hora, Zürcher, Tobola, Stach. Strafzeiten: 10 plus Disziplinarstrafe gegen Lang/8.

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