Wülflingen

Warum der Wässernachlauf heuer weltweit gelaufen wird

Corona verhindert das Jubiläum des Wülflinger Wässernachlaufs schon zum zweiten Mal. Der Lauf wird deshalb virtuell ausgetragen.
Bilder wie dieses von vor zwei Jahren  wird es in der Wässernach im Jahr 2021 nicht geben. Aber mit dem 1. Virtuellen Wülflinger Wässernachlauf hat der TSV Wülflingen ein neues Laufangebot ins Leben gerufen.
Foto: Martin Schweiger | Bilder wie dieses von vor zwei Jahren  wird es in der Wässernach im Jahr 2021 nicht geben. Aber mit dem 1. Virtuellen Wülflinger Wässernachlauf hat der TSV Wülflingen ein neues Laufangebot ins Leben gerufen.

Das zweite Jahr in Folge muss der TSV Wülflingen sein Jubiläum verschieben. Schon im vergangenen Jahr stand eigentlich der 25. Wässernachlauf auf dem Programm. Doch Corona verhinderte die Austragung, auch heuer werden die Läufer nicht gemeinsam auf die Strecke geschickt. Aber so einfach wollen sich Oliver Fesser, Andreas Ludwig und ihre Mitstreiter nicht geschlagen geben. Wenn die Pandemie die Laufveranstaltung in der realen Welt nicht zulässt, wird das Ganze eben in die virtuelle Welt verlegt.

Gelaufen wird auf jeden Fall. Das eigentliche Jubiläum aber wollen sich die Organisatoren noch aufheben. "Wir wollen das 25. Mal nicht verwässern", erklärt Fesser. Denn dieses Jubiläum "wollen wir groß feiern, haben dafür auch schon einige Ideen". Man will allerdings im Gespräch bleiben "und den Lauffreunden trotzdem etwas bieten, quasi mit dem Lauf Nummer '24 a'". Deshalb steht die 9,5 Kilometer lange Strecke entlang der Wässernach vom 1. bis 31. Mai zur Verfügung. Nur, dass die Lauffreunde sich eben nicht im Pulk auf den Weg machen, sondern einzeln oder – je nach behördlicher Erlaubnis – in kleinen Gruppen.

Weltweite Teilnahme möglich

Das besondere daran: Der Wässernachlauf ist nicht auf die ausgewiesene Strecke im Haßfurter Stadtteil beschränkt. Haben sich die Läufer erst einmal angemeldet, können sie die knapp zehn Kilometer überall laufen – also auch in Hamburg, in Südtirol oder sogar in Australien. "Darum heißt es ja 'virtueller Lauf'. Es kann jeder auf der ganzen Welt teilnehmen", betont der Organisator.

Die Teilnehmer müssen sich vorab lediglich im Internet registrieren, können dabei zwischen dem Haupt- oder dem Nordic-Walking-Lauf über die gleiche Distanz wählen. Die Schüler- und Kinderläufe gibt es in diesem Jahr nicht. Über das Internet-Portal www.race42.com wird dann auch die eigene erzielte Zeit gemeldet, was beispielsweise über eine entsprechende App oder die eigene Laufuhr möglich ist. Wer die bekannte Strecke in Wülflingen vorzieht, für den haben die Veranstalter das Wässernachtal, das auch im Laufparadies Haßberge verzeichnet ist, entsprechend gekennzeichnet.

"Grundsätzlich wollen wir natürlich zurück zu unserem Präsenzlauf. Ob wir das Ganze dann ausweiten, werden wir sehen."
Oliver Fesser, Organisator des Wässernachlaufs

Zuletzt waren – einschließlich des Benefizlaufes – immerhin über 600 Teilnehmer entlang der Wässernach unterwegs. Wie viele es diesmal werden, darauf ist Fesser selbst gespannt, aktuell hat er schon eine kleine zweistellige Zahl an Teilnehmern aus ganz Deutschland registriert. "Ein Erfolg wird es für mich dann, wenn die Läuferinnen und Läufer dabei Spaß haben. Schön wäre es außerdem, wenn wir den dreistelligen Bereich bei den Teilnehmern erreichen." Spannend wird für für den TSV auch sein, wo die Läufer letztlich auf die Strecke gehen.

Ob der virtuelle Lauf auch zukünftig in den Wässernachlauf eingebunden wird, entscheiden die Veranstalter später. "Wir warten erst einmal ab, wie die Resonanz ist. Grundsätzlich wollen wir natürlich zurück zu unserem Präsenzlauf. Ob wir das Ganze dann ausweiten, werden wir sehen," sagt Fesser.

Das System in Zeil kennengelernt

Die Idee zu einem virtuellen Lauf hatte Oliver Fesser im vergangenen Jahr beim Zeiler Waldmarathon. Dessen Organisator Hubert Karl hatte aufgrund der coronabedingten Absage einen virtuellen Marathon angeboten. Fesser nahm daran teil. "Da habe ich festgestellt, dass das System sehr einfach ist und sehr gut funktioniert", meint der Wülflinger. Natürlich verringert sich für den Verein so der Aufwand rund um den Lauf, "aber grundsätzlich hätte ich natürlich lieber den Aufwand eines Präsenzlaufes".

Ein Startgeld wird diesmal nicht erhoben, der TSV Wülflingen hofft aber auf Spenden. "Wir wollen, dass die Läufer Spaß haben. Wer mag, darf uns natürlich auch gerne einen kleinen Betrag zukommen lassen," glaubt Fesser, dass die Läufergemeinschaft sich da großzügig zeigt. Wer den Lauf absolviert hat, kann nach Ablauf der Wettbewerbszeitraumes ebenfalls über das Internet-Portal eine Urkunde mit der persönlichen Zeit und Platzierung abrufen und ausdrucken. 

Informationen zum 1. Virtuellen Wülflinger Wässernachlauf sind unter www.tsv-wuelflingen.de zu finden. Fragen zum Ablauf beantwortet Oliver Fesser per E-Mail: olifesser@t-online.de

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