Fußball

Daniel Endres ist der geborene Mittelstürmer

Sturm und Drang: Daniel Endres hat seine Lieblingsposition gefunden.
Foto: Andreas STöckinger | Sturm und Drang: Daniel Endres hat seine Lieblingsposition gefunden.

Etwas anderes als Toreschießen kam für Daniel Endres beim Fußball eigentlich nie in Frage. Seinen Platz hatte der Angreifer der FG Marktbreit/Martinsheim von Beginn seiner Fußballer-Laufbahn an immer ganz vorne, in nächster Nähe zum gegnerischen Kasten. An Versuche von Trainern, ihn irgendwo anders aufzustellen, kann er sich nicht erinnern. „Ich hätte mich auch mit nichts anderem anfreunden können, Im Angriff zu spielen liegt mir am meisten, da kann ich der Mannschaft helfen“, sagt der 20-Jährige über sich.

Sogar gegen einen Bundesliga-Torhüter hat er bereits getroffen, gleich zweimal sogar. Na gut, es war ein ehemaliger. Diesen Sommer, beim Jubiläumsspiel zum 100-jährigen Bestehen der Marktbreiter war es, als Endres gegen Claus Reitmaier gleich zwei Treffer erzielte. „Das war sicher eines der Highlights bisher für mich“, gibt er zu. Ein 20-Meter-Schuss durch die „Hosenträger“ Reitmaiers gelang ihm. Beim zweiten Streich schob er lässig vor dem Ex-Profi ein. Eine nette Geschichte, doch im momentanen Bezirksliga-Alltag hilft ihm das auch nicht weiter.

In der neuen Liga, deren Türe die FG im Sommer mit dem Sieg über Pflaumheim im Relegationsspiel aufstieß, steht Daniel Endres zwar mit fünf Treffern ganz vorne in der vereinsinternen Torjägerliste. Aber darauf ruht er sich nicht aus. „Ich bin nicht ganz zufrieden, weil die Mannschaftsleistung noch nicht passt. Fünf Tore sind noch zu wenig, es hätten nach zehn Spielen auch ein paar mehr sein können. Da ist schon noch Luft nach oben“, schlägt der junge Mann wohltuend selbstkritische Töne an.

Zumal die Gemeinschaft aus Marktbreit und Martinsheim mit dem derzeitigen zwölften Tabellenplatz nach Monaten des Höhenflugs wieder in Richtung des Bodens der Tatsachen steuert. „Die Euphorie war nach dem 4:0-Sieg zum Rundenbeginn einfach zu groß. Viele dachten, das gehe jetzt einfach so weiter“, liefert Endres seine Einschätzung. Etwas mehr an Punkten habe er schon erwartet als die derzeit elf nach zehn Spielen. „Es ist noch alles möglich, das Mittelfeld ist nicht so weit weg“, sagt er und versprüht nach zuletzt fünf Zählern aus drei Partien gleich wieder Zuversicht.

Drin bleiben ist für Endres und seine FG das erklärte Ziel. Sein persönliches ist auch noch zu erreichen, wird aber nicht so einfach werden. Zwanzig Tore hatte er sich vor der Runde zur Vorgabe gemacht, ambitioniert wie der athletische Typ nun einmal ist. Sein Ehrgeiz war es auch, der ihn vielleicht früher in die erste Mannschaft brachte als gedacht. Von sich aus hatte er vor gut einem Jahr als Junior gefragt, ob er bei der ersten Garde mittrainieren dürfe. Bei seiner Juniorenmannschaft herrschte Flaute, das Training machte ihm mit teilweise nur drei, vier Leuten keinen Spaß mehr.

Also klopfte er bei den Senioren an, wo er nach wenigen Spielen in der Reserve in den Kader der ersten Mannschaft von Joachim Hupp aufrückte. Dort bekam er seine Chancen, er traf gleich zweimal gegen Eisingen und war in der Folge als Junior bei den Aktiven dabei. Seine robuste Statur half Endres, der als Angreifer Mario Gomez von den Bayern bewundert. „Freilich ist das gut, wenn man einen Brocken von Abwehrspieler gegen sich hat und auch mal austeilen kann“, verkündet er selbstbewusst.

Gerne würde Daniel Endres dieses Wochenende gegen die SG Buchbrunn/Mainstockheim wieder das tun, was er am besten kann: Tore schießen. „Es wird nicht einfach, wir haben einige Verletzte und Angeschlagene. Aber wenn wir gewinnen, sind wir wieder an ihnen dran“, sagt die Fachkraft für Lagerlogistik. Ohne Christian Volkamer, Sebastian Preuß und Sebastian Wirsching muss die FG voraussichtlich bestehen. Der Einsatz weiterer Akteure ist fraglich. Auch der Gegner kann längst nicht aus dem Vollen schöpfen. Zuletzt wurde auch noch Buchbrunns Kapitän Daniel Kübler mit Roter Karte vom Platz gestellt.

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