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ELTMANN (TOB): Eltmann jetzt gerüstet für den Meister

ELTMANN (TOB)

Eltmann jetzt gerüstet für den Meister

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    Bis in den zweiten Satz hinein sah es nicht nach einem Eltmanner Sieg gegen Rottenburg aus. Sven Glinker (links) punktete hier gegen Stjepan Masic und Stefan Schneider.
    Bis in den zweiten Satz hinein sah es nicht nach einem Eltmanner Sieg gegen Rottenburg aus. Sven Glinker (links) punktete hier gegen Stjepan Masic und Stefan Schneider. Foto: FOTO Markus Ulmer

    Die ganze Woche über hatte SG-Coach Milan Maric vor dem TV Rottenburg und der Atmosphäre in der Tübinger Halle gewarnt. Der „Prophet“ sollte Recht behalten, denn nur äußerst schwer kam sein Team in die Gänge. Innerhalb von wenigen Momenten war bei 7:12 der erste Satz quasi schon verloren, zumal der SG Rottenburgs Diagonalangreifer Stefan Schneider überhaupt nicht in den Griff bekam. Nicht wie ein Abstiegskandidat, eher wie ein ausgebufftes Erstligateam schaukelte Rottenburg den Vorsprung bis zum 25:19 ins Etappenziel.

    Gerade auf der so wichtigen Diagonalposition lief es gar nicht. Alexander Mayer fand nie zu seiner Form, bekam aber im zweiten Satz wie die gesamte Start-Sechs um Zuspieler Michal Peciakowski erneut eine Chance. Wirklich gut wurde die Leistung der Wallburgstädter allerdings auch nach dem Seitenwechsel nicht. Die Felle schienen beim 10:14 bereits frühzeitig davonzuschwimmen. Maric reagierte und brachte Stefan Uhmann für Mayer. Ein Zaubergriff, ein Rück ging durchs Team. Ausgerechnet der wiedergenesene Jaromir Zachrich, der in das Volleyballspielen in Rottenburg erlernte, brachte seine SG per Block mit 19:17, dann mit 23:21 nach vorne. Ein Ass von Uhmann sorgte für das umjubelte 24:21, Glinker versenkte den zweite Satzball zum 25:22-Satzausgleich. „Der Wechsel Mitte des Satzes war sicherlich der Wendepunkt in unserem Spiel“, bestätigte SG-Manager Rolf Werner.

    Nun fortan lief der Eschenbacher-Brauerei-Express: Zachrich zum 9:7, Uhmanns Block zum 13:8 und Nowak punktet per Schnellangriff bedeutete das 15:9, wenig später hieß es gar 18:11. Der Mittelangriff war nun die effektivste Waffe der Eltmanner. „Das war enorm wichtig, denn hier haben wir nicht nur unsere Mittelleute immer wieder hervorragend in Szene setzen und unsere Vorteile nutzen können, auch die Außenangreifer wurden gut entlastet“, lobte Maric das übersichtliche Spiel seines Regisseurs Peciakowski. Über 20:16 wurde die 2:1-Satzführung (25:22) sicher nach Hause gespielt. Die Dominanz der Unterfranken hielt im vierten Durchgang an – aber nur bis zum 15:9. Ein Spiel ohne Spannung und Nervenkitzel gibt es bei der SG offenbar nicht mehr.

    Rottenburgs Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger brachte für Schneider, der immer mehr abgebaut hatte, Geburtstagskind Stefan Schmeckenberger, und auch hier zahlte sich der Wechsel redlich aus. Wieder punktete der TV-Diagonalangreifer nach Belieben gegen die plötzlich verunsicherten Eltmanner, deren Vorsprung genauso schnell schmolz wie der Lärmpegel des närrischen und zum Großteil kostümierten Schwaben-Volkes anstieg: 16:16, die Begegnung war wieder völlig offen. Einziges Plus in der nun dramatischen Endphase war für die SG ihre Überlegenheit auf der Mittelposition. Nach einem Satzball für Rottenburg und sieben vergebenen auf Eltmanner Seite kam Zachrichs Stunde. Einer der Jüngsten auf dem Feld, blockter erst zum 31:30, dann gemeinsam mit Glinker zum 32:20 nach fast zwei Stunden reiner Spielzeit.

    Maric lobt Zachrich

    Und während die Eltmanner Fans mit ihrer Mannschaft überglücklich feierten, dürfte für die Gastgeber das Abenteuer 1. Liga endgültig beendet sein. „Das ist wirklich schade“, bedauert Rolf Werner den wohl unvermeidlichen Abstieg des TVR. Milan Maric streckte nach dem verwandelten Matchball erleichtert die Arme in die Höhe. „Unser Bester war ausgerechnet in seiner Heimat Jaromir Zachrich. Wir haben uns eine gute Ausgangsposition für die schweren kommenden Wochen geschaffen, in denen es gegen die Top-5 der Liga geht.“

    SG Eltmann: Peciakowski, Uhmann, Mayer, Zachrich, Nowak, Geiger, Glinker, Wilhelm, Löwen – Ropertz, Nürnberger, den Boer.

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