FUSSBALL: KREISLIGA WÜ 2

Trotz sportlicher Rückschläge: Karlstadts Trainer Christian Stich hat keine schlaflosen Nächte

Die Fußballer aus der Kreisstadt haben in den letzten Wochen an Boden verloren und sind nun in der Kreisliga nur noch Vorletzter. Wie gehen sie beim FV mit der schwierigen Situation um?
Muss derzeit eine schwierige sportliche Situation meistern: Spielertrainer Christian Stich vom FV Karlstadt
Foto: Yvonne Vogeltanz | Muss derzeit eine schwierige sportliche Situation meistern: Spielertrainer Christian Stich vom FV Karlstadt

Die Fußballer des Kreisligisten FV Karlstadt haben einen ordentlichen Saisonstart hingelegt: Nach einer denkbar knappen Auftaktniederlage gegen den glänzend gestarteten FSV Esselbach/Steinmark fuhren die Jungs von FV-Spielertrainer Christian Stich im zweiten Spiel einen klaren 4:1-Erfolg gegen den TSV Retzbach ein, danach holten sie gegen die FV Steinfeld/Hausen-Rohrbach ein Unentschieden.

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Doch die Erfolge des Sommers haben sich im beginnenden Herbst verflüchtigt: Nach acht Spieltagen sind die Fußballer aus der Kreisstadt aber mittlerweile auf den vorletzten Rang abgerutscht, mit lediglich fünf Pünktchen auf dem Konto. Bei der jüngsten 1:7-Niederlage gegen den SV Birkenfeld monierte Karlstadts Spielertrainer Christian Stich die mangelnde Einstellung.

Das Engagement im Training stimmt

"In der momentanen Verfassung ist es gegen Birkenfeld natürlich schwer, aber so hätten wir auch gegen andere Kreisligisten verloren", meint der in Gemünden lebende Coach. Dennoch wolle er angesichts der jüngsten Vorstellung "kein Fass aufmachen", denn grundsätzlich stimme die Einstellung bei seinen Jungs, die eifrig zum Training erscheinen und großen Einsatz zeigen würden.

"Ich habe keine schlaflosen Nächte", zeigt sich der 39-jährige FV-Spielertrainer angesichts der aktuellen Situation relativ gelassen. Denn bei dem Traditionsverein, der viele Jahre der damaligen Bezirksoberliga angehörte und nach der Saison 2018/19 aus der Bezirksliga abgestiegen ist, stehe nach wie vor der Umbruch und die Weiterentwicklung des Teams im Vordergrund. "Als ich vor einem Jahr übernommen habe, wollten wir den Neuaufbau, mit vielen eigenen Jugendspielern", erklärt Stich die Philosophie der Vereinsführung und des Trainergespanns, dem neben Stich auch der früherer FV-Torhüter Christoph Keller angehört. Es sei hauptsächlich um die Entwicklung, und nicht um Punkte gegangen.

Warum die Konkurrenz die Karlstadt beneidet

In der vergangenen Saison rangierte der FV zum Ende der Vorrunde im Tabellenkeller, letztendlich schloss man die Saison aber auf einem hervorragenden siebten Platz ab. "Wir haben eine junge Truppe, die sehr talentiert ist – aber es braucht eben seine Zeit", weiß Stich, der als Controller bei s'Oliver in Rottendorf beschäftigt ist. Wenn man Routinier Holger Bauerfeind und ihn selbst abziehe, verfüge er über eine "sehr junge Mannschaft", um die er von anderen Trainerkollegen teils beneidet werde. Das langfristige Ziel ist es jedoch, wieder an die Top fünf der Kreisliga anzuklopfen.

Ihm sei klar, dass im Moment die positiven Ergebnisse und somit die Punkte fehlten, doch sei man sich von Anfang an bewusst gewesen, dass es auch gewisse Rückschläge geben wird. "Wir machen uns noch nicht verrückt", betont Stich, der in den letzten vier Jahren für die FV Gemünden/Seifriedsburg aufgelaufen ist, davor aber bereits zehn Jahre für den FV Karlstadt spielte. In seinem letzten Jahr führte er die Kreisstädter seinerzeit sogar als Meister von der Kreis- in die Bezirksliga.

Bereits an diesem Sonntag steht in der Kreisliga Würzburg 2 für den FV ein richtungsweisendes Spiel beim direkten Konkurrenten TSV Duttenbrunn auf dem Programm (Anpfiff 15 Uhr), dessen Bilanz gerade einmal einen Zähler mehr ausweist. "Das ist ein wichtiges und ganz schweres Spiel", weiß der 39-Jährige, der den TSV vergangenen Freitag bei dessen Nachholspiel in Gössenheim beobachtet hat. "Da waren sie spielerisch sehr gut und haben verdient gewonnen", urteilt Stich und nennt die mannschaftliche Geschlossenheit und Zweikampfstärke des Gegners als Vorteil.

Zudem habe Duttenbrunn mit Johannes Gold einen "sehr guten" spielenden Co-Trainer in den Reihen. Der FV-Coach erwartet eine Partie auf Augenhöhe, bei der es weniger ums Spielerische, sondern mehr um Tugenden wie Laufbereitschaft und Einstellung gehen wird. "Auf alle Fälle müssen wir ein anderes Gesicht zeigen als gegen Birkenfeld", lautet deshalb die klare Ansage Stichs.

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