FUSSBALL: A-KLASSEN RHÖN 2 UND 3

Brendlorenzen/Windshausen oder Ostheim: Wer hat im Titelkampf die besseren Nerven?

Die SG Brendlorenzen/Windshausen (links Lucca Hein beim Kopfball, daneben Justin Feustel) muss nach dem 0:0 im Derby in Leutershausen am Sonntag gegen die SG Ginolfs gewinnen, um im Titelkampf vorne zu bleiben. Die SG Burgwallbach/Leutershausen (links, verdeckt Thorsten Fleckenstein, rechts im Hintergrund Pascal Memmler) kann die Partie beim SV Herschfeld gelassen angehen.
Foto: Anand Anders | Die SG Brendlorenzen/Windshausen (links Lucca Hein beim Kopfball, daneben Justin Feustel) muss nach dem 0:0 im Derby in Leutershausen am Sonntag gegen die SG Ginolfs gewinnen, um im Titelkampf vorne zu bleiben.

Fußball

A-Klasse Rhön 3, Männer

1. (1.) Brendlorenzen/Windshausen 22 18 2 2 70 : 20 56
2. (2.) TSV Ostheim 22 17 4 1 63 : 17 55
3. (3.) Oberelsbach/O'-U'waldb. 22 16 2 4 73 : 32 50
4. (4.) SG Eußenhausen/Mühlfeld 22 14 2 6 64 : 31 44
5. (5.) SG Burgwallbach/Leutersh. 21 12 4 5 53 : 28 40
6. (6.) Stockheim/Bastheim/Reyersb. 22 12 3 7 50 : 25 39
7. (7.) SG Wargolsh. I/Wülfersh. II 22 9 1 12 34 : 37 28
8. (8.) Ginolfs I/Weisb. I/U'weiß./Fr. II 22 6 5 11 35 : 67 23
9. (9.) FC Ober-/Mittelstreu 22 6 3 13 30 : 51 21
10. (10.) Irmelshausen I/Herbstadt II 23 5 3 15 29 : 59 18
11. (11.) SG Unsleben/Wollbach II 23 4 5 14 19 : 58 17
12. (12.) SV Herschfeld 22 4 3 15 26 : 62 15
13. (13.) TSV Stetten 21 1 1 19 13 : 72 4

Sonntag, 15. Mai, 15 Uhr:

SG Eußenhausen/Mühlfeld – TSV Ostheim

(in Eußenhausen)

TSV Stetten – SG Wargolshausen I/Wülfershausen II

SG Oberelsbach/Ober-Unterwaldbehrungen – FC Ober-/Mittelstreu

(in Oberelsbach)

SG Brendlorenzen/Windshausen – SG Ginolfs I/Weisbach I/Unterweißenbrunn/Frankenheim II (in Brendlorenzen)

SV Herschfeld – SG Burgwallbach/Leutershausen

Die wichtigste Frage ist nicht beantwortet. Noch nicht. Wer besitzt auf der Zielgeraden das größere Durchhaltevermögen bzw. das bessere Nervenkostüm? Im Fernduell um die Meisterschaft geht die SG Brendlorenzen/Windshausen mit einer Nasenspitze, sprich einen Punkt, Vorsprung in die beiden letzten Partien. Verfolger TSV Ostheim braucht für seinen Titeltraum Schützenhilfe, darf aber die Konzentration für die eigenen Aufgaben nicht verlieren. Am Sonntag wartet auf den Tabellenzweiten eine hohe Hürde bei der SG Eußenhausen/Mühlfeld. Die Gastgeber spielen eine gute Saison, aber sie werden bestenfalls über den undankbaren vierten Platz nicht hinauskommen. Das hindert sie nicht daran, im letzten Heimspiel der Runde alle Register des Könnens zu ziehen und dem Gast ein Schnippchen zu schlagen. Das gelang im Hinspiel, als sich beide Kontrahenten ein mitreißendes Spiel lieferten mit vielen Toren (3:3) lieferten. Ostheim muss voll auf Angriff und Sieg spielen. Das könnte ein Vorteil für das motivierte Team von Thorsten Breunig sein.

180 Spielminuten, vielleicht ein paar mehr. Dann bricht die SG Brendlorenzen/Windshausen in Meisterjubel aus oder muss in die harte Relegationsmühle. Wohin die Reise führt, bestimmt der Tabellenführer selbst. Am Sonntag im letzten Saison-Heimspiel hofft das Team von Trainer Roland Freibott nicht nur auf viele Fans, sondern auch auf drei Punkte. Nach dem 0:0 in Leutershausen trotz klarer Überlegenheit darf sich der ansonsten durchschlagskräftige Angriff gegen die SG Ginolfs I/Weisbach I/Unterweißenbrunn/Frankenheim II keine Ladehemmung erlauben. Den Gästen aus der Rhön wird der Spitzenreiter mit dem gebotenen Respekt begegnen. Ginolfs lieferte jüngst im Derby der SG Oberelsbach einen beherzten Fight, schnupperte an der Überraschung und verlor durch ein spätes Gegentor (89.) mit 2:3. Davor hatte Ginolfs drei Spiele in Folge gewonnen und hat nichts zu verlieren.

Aus den restlichen Partien ist die Luft raus, sprich sie sind ohne jegliche Bedeutung für den Auf- bzw. Abstiegskampf. Der SG Oberelsbach/Ober-Unterwaldbehrungen kann Platz drei keiner mehr nehmen, bei noch möglicher Punktgleichheit mit dem Vierten Eußenhausen/Mühlfeld haben Matthias Martin und Mitstreiter im direkten Vergleich (1:3, 3:0) die Nase vorne. So kann sich Oberelsbach in der Partie gegen den FC Ober-/Mittelstreu auf die Relegation einstimmen.

Die Abschiedstour aus der A-Klasse beschert dem TSV Stetten in seinem letzten Saison-Heimspiel die SG Wargolshausen I/Wülfershausen II als Gegner. Die Aussichten des Schlusslichtes, das magere Vier-Punkte-Konto etwas aufzustocken, sind nicht allzu rosig.

Wie verabschiedet sich der SV Herschfeld für diese Runde von seinem Publikum? Am liebsten mit einem Sieg nach einer weitgehend verkorksten Saison. „Oberes Drittel“ lautete das Ziel, geworden ist es, im Moment, der vorletzte Tabellenplatz. Die personell gebeutelte SG Burgwallbach/Leutershausen hat in den zurückliegenden drei Partien – allesamt gegen Topteams dieser Klasse – kein Tor erzielt, fünf gefangen, sich aber im Derby gegen Brendlorenzen/Windshausen ein 0:0 erkämpft.

A-Klasse Rhön 2, Männer

1. (1.) TSV Rothhausen/Thundorf 22 14 5 3 60 : 21 47
2. (2.) SpVgg Sulzdorf/Bundorf 23 12 4 7 64 : 40 40
3. (3.) SG Bad Bocklet/Aschach 22 12 4 6 57 : 36 40
4. (4.) Burglauer I/Reich. II/Windh. II 22 12 1 9 54 : 50 37
5. (5.) Großwenkh. I/Münnerst. II 22 11 2 9 34 : 34 35
6. (6.) SG Niederlauer I/Strahl. II 22 8 9 5 36 : 33 33
7. (7.) TSV Arnshausen/KG II/R. II 22 8 6 8 30 : 35 30
8. (8.) TSVgg Hausen/KG 23 7 7 9 36 : 41 28
9. (9.) Rannungen/Pfändh./Holzh. II 22 8 3 11 33 : 43 27
10. (10.) SG Sulzfeld/Merkershausen 22 8 3 11 41 : 53 27
11. (11.) FSV Hohenroth 22 7 5 10 36 : 48 26
12. (12.) Eltingshausen I/Rottersh. II 22 4 5 13 35 : 53 17
13. (13.) SpVgg Althausen-Aub 22 3 6 13 22 : 51 15

Sonntag, 15. Mai, 13 Uhr:

SG Großwenkheim I/Münnerstadt II – SG Eltingshausen I/Rottershausen II (in Münnerstadt)

Sonntag, 15. Mai, 15 Uhr:

TSV Rothhausen/Thundorf – SpVgg Sulzdorf (in Thundorf)

SG Burglauer I/Reichenbach II/ Windheim II – SG Niederlauer I/Strahlungen II

(in Burglauer)

FSV Hohenroth – SG Arnshausen I/Reiterswiesen II/FC Bad Kissingen III

SG Bad Bocklet/Aschach – FV Rannungen/Pfändhausen/Holzhausen II (in Aschach)

SpVgg Althausen-Aub – SG Sulzfeld/Merkershausen

„Ein Platz zwischen drei und sechs“, hatte sich die SG Burglauer I/Reichenbach II/Windheim II vor Saisonbeginn zum Ziel gesetzt. Nach holprigem Start, auch personell bedingt, erreichte die Mannschaft von Trainer Marco Mangold spät Betriebstemperatur. Nicht zu spät. Gute Leistungen, eine entsprechende Punktausbeute in den zurückliegenden Spielen und der Vorstoß auf Platz vier weckt leise Aufstiegsträume. Unter Druck setzt Mangold sein Team aber nicht. „Alles Weitere ist jetzt Bonus“, sagte er nach dem 4:2-Erfolg in Arnshausen.

Was die Konkurrenz macht, ist für ihn erst einmal zweitrangig. Der Fokus liegt auf seiner Mannschaft. Die rüstet am Sonntag, dem vorletzten Spieltag, zum Lokalschlager und „Bruderkampf“ gegen die SG Niederlauer I/Strahlungen II. Da herrscht Großkampftag auf dem Sportplatz in Burglauer. Wenn sich die Niederläurer und Strahlunger vorigen Samstag durch eine enttäuschende Vorstellung auch aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet haben, wollen sie umso mehr ihrem Lokalrivalen die Suppe versalzen. Trainer Meghdad Salehan forderte nach dem 2:3 gegen die SG Großwenkheim eine Trotzreaktion. Wie sie aussehen wird? Die Zuschauenden freuen sich auf einen packenden, umkämpften Schlagabtausch. Runde eins (das Hinspiel) ging mit 2:0 an Burglauer. Sollen sich die Hausherren nach dem Schlusspfiff jubelnd in den Armen liegen kann man einen Blick auf das Ergebnis des Topspiels Rothhausen/Thundorf gegen Sulzdorf werfen...

Zwischen Hoffen und Bangen steht die SpVgg Althausen-Aub. Schafft der Aufsteiger den Sprung an das rettende Ufer oder muss er nach einer Saison runter in die B-Klasse? Das Team von Spielertrainer Kilian Kuhn wird alle Kräfte mobilisieren – der Zwei-Punkte-Rückstand auf die SG Eltingshausen ist aufzuholen. Voraussetzung bildet ein Erfolg im Derby gegen die SG Sulzfeld/Merkershausen. Für die Gäste geht eine Runde voller Enttäuschungen zu Ende. Vom angepeilten Ziel („Top 2“) hat sich die Mannschaft von Jochen Kreß nach verheißungsvollem Start weit entfernt und wurde bis auf Platz zehn durchgereicht. Kommt der Gast nach seiner 1:6-Heimpleite gegen Bad Bocklet/Aschach wieder auf die Beine? Im Hinspiel sah Althausen-Aub beim 0:6 kein Land. Aber es hilft nichts: Der Spieß muss umgedreht werden.

Für den FSV Hohenroth geht es um einen versöhnlichen Saisonabschluss vor heimischem Publikum. Um nicht mehr und nicht weniger, nachdem die Mannschaft den eigenen, hochgesteckten Erwartungen (oben mitspielen) nicht gerecht geworden ist. Mit Platz elf (drittletzter Platz) blieb man weit unter seinen Möglichkeiten. Umso mehr wird sich der FSV in dieser sehr ausgeglichenen Klasse reinhängen, die SG Arnshausen zu bezwingen. Die Gäste sind in den letzten Wochen stark eingebrochen und haben ihre bis dahin gute Ausgangsposition durch vier Niederlagen hintereinander verspielt. Da müsse für den FSV der achte Saisonsieg, er wäre die Revanche für das 1:2 im Hinspiel, im Bereich des Möglichen liegen.

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