Bad Neustadt

HSC kurzfristig ohne Fans gegen den Spitzenreiter

Noah Streckhardt (am Ball) zählte im letzten Heimspiel gegen Dansenberg zu den Aktivposten im Spiel des HSC Bad Neustadt. Ob er gegen den Spitzenreiter HG Saarlouis mitwirken kann, ist allerdings noch fraglich.
Foto: Anand Anders | Noah Streckhardt (am Ball) zählte im letzten Heimspiel gegen Dansenberg zu den Aktivposten im Spiel des HSC Bad Neustadt. Ob er gegen den Spitzenreiter HG Saarlouis mitwirken kann, ist allerdings noch fraglich.

Handball

3. Liga Mitte HSC Bad Neustadt – HG Saarlouis (Samstag, 19.30 Uhr, Bürgermeister-Goebels-Halle)

„Das wird eine schwere Aufgabe“, erklären Frank Ihl, Trainer des HSC Bad Neustadt (5./3:5) und sein Kollege Philipp Kessler von der HG Saarlouis (1./8:0) vor dem Aufeinandertreffen in der Bürgermeister-Goebels-Halle unisono. Favorit sind beim Blick auf die Tabelle allerdings ganz klar die Gäste. Die Saarländer haben bisher alle vier Saisonspiele gewonnen, lediglich am letzten Spieltag hatten sie einige Probleme, als sie gegen die HSG Krefeld zur Pause in heimischer Halle mit 9:14 zurücklagen. Dass die HG'ler am Ende doch noch mit 30:26 gewannen, beweist nicht nur die spielerische und kämpferische Klasse des Tabellenführers, sondern auch dessen gute körperliche Fitness.

Saarlouis bisher vor allem in der Offensive eine Macht

Der Tabellenführer ist gespickt mit erfahrenen Akteuren, hat sich in der Sommerpause noch einmal ordentlich verstärkt und peilt den Sprung in die 2. Bundesliga an. Leistungsträger sind Keeper Darius Jonczyk, ein Urgestein des Vereins, Kapitän Peter Walz, der auf der Spielmacherposition agierende Franzose Loic Laurent sowie die im Rückraum auflaufenden Marcel Becker und Tom Paetow. Gerade der Angriff zeigte sich im Laufe der Saison recht durchschlagskräftig und hat in vier Partien 125 Treffer erzielt. Und damit 33 mehr als die Rotmilane, die hier noch Verbesserungsbedarf haben. „Die Stärke von Bad Neustadt basiert auf einer kompakten Deckung“, sagt daher HG-Sportleiter Mathias Ecker auf der vereinseigenen Homepage. Da möchte Frank Ihl nicht widersprechen. Denn in Sachen Abwehrarbeit befinden sich beide Mannschaften tatsächlich auf Augenhöhe. Der HSC hat bisher 90 Gegentreffer kassiert, Saarlouis 94.

Allerdings gehen die Rotmilane mit einigen personellen Problemen in das Spiel, „was unsere Aufgabe gegen einen Gegner, der einen sehr dynamischen Handball spielt und noch einen Tick stärker einzuschätzen ist als Dansenberg, nicht einfacher macht“, meint der HSC-Coach. Neben den langzeitverletzten Vilim Leskovec und Benjamin Trautvetter drohen im dritten Heimspiel der Saison die Ausfälle von Noah Streckhardt, Ioannis Fraggis und Christopher Früh. Während Streckhadt aufgrund einer fiebrigen Erkältung die letzte Trainingseinheit verpasste, laborieren Fraggis und Früh an einer Finger- bzw. Handverletzung. Zu allem Überfluss knickte Emir Rovcanin im Training am Donnerstagabend auch noch um. „Der Knöchel wurde gleich dick, das sieht für einen Einsatz nicht gut aus“, sagt Ihl. Neben den beiden Torhütern stehen dem HSC möglicherweise nur sechs Feldspieler (Wolf, Gerr, Herth, Drude, Kleinhenz, Fistonic) zur Verfügung.

Spiel am Samstag findet kurzfristig ohne Zuschauer statt

Angesichts der stark ansteigenden Corona-Zahlen hatte der HSC kurzfristig um eine Verlegung der Partie gebeten. Wie der Verein am Freitagabend auf seiner Homepage mitteilte, hätten die Gäste aus Saarlouis diesem Wunsch jedoch nicht zugestimmt. „Der Verlegungswunsch erfolgte unabhängig der noch ausstehenden Entscheidung des DHB, ob die bereits seit einigen Jahren etablierte 3. Liga den Status einer Profi- oder Amateurliga besitzt. Er hat auch nichts damit zu tun, sich sportlich möglicherweise einen Vorteil zu verschaffen – ungeachtet der Frage, welchen sportlichen Wert die bisherige Saison in der 3. Liga Mitte nach der Flut an coronabedingten Spielabsagen in den vergangenen Wochen hat“, schreibt der Verein weiter. Letztlich habe man sich dazu entschieden, die Partie am Samstag freiwillig ohne Zuschauer auszutragen. Erlaubt hatte das Landratsamt Rhön-Grabfeld eigentlich 100 Zuschauer. „Der HSC Bad Neustadt hat nicht nur eine Vorsorgepflicht gegenüber seinen Spielern, sondern auch gegenüber seinen Fans in Bad Neustadt und darüber hinaus im Landkreis. Die Gesundheit und der Schutz eines jeden steht in diesen Tagen mehr denn je im Vordergrund“, heißt es von Seiten des Vereins.

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