Großbardorf

Großbardorf verliert sein Gleichgewicht

Grabfeld-Gallier Xaver Müller (links) verpasst den Ball, der Erlanger Bastian Herzner visiert das Großbardorfer Tor an.
Foto: Günter Madrenas | Grabfeld-Gallier Xaver Müller (links) verpasst den Ball, der Erlanger Bastian Herzner visiert das Großbardorfer Tor an.

Nun hat es auch den TSV Großbardorf erwischt. Die Mannschaft von Cheftrainer André Betz verlor in der Fußball-Bayernliga Nord beim ATSV Erlangen trotz einer 1:0-Pausenführung noch mit 1:2. Und das nicht unverdient, wie der TSV-Coach zugab. Was aber wäre, wenn erstens Torjäger Simon Snaschel in der 23. Minute einen berechtigten Foulelfmeter nicht neben das Erlangener Gehäuse gesetzt hätte, zweitens der agile André Rieß nicht kurz nach der Pause nach einem Schlag auf die Wade passen hätte müssen, und drittens Adrian Reith seine Großchance zum 2:0 genutzt hätte. Dies fragte sich nicht nur Betz nach dem Abpfiff.

Erlangen startet druckvoll

Mit dem Anpfiff übernahmen die Hausherren das Kommando und ließen das Leder gut laufen und hatten in den ersten 20 Minuten zwei Hochkaräter. Schon nach zwei Minuten vergab Yuri Meleleo nach klasse Vorarbeit von Daniel Geißler, als er den Ball freistehend aus acht Metern neben das Bardorfer Tor schoss. Wieder über die rechte Erlanger Angriffsseite entwickelte sich die zweite Großchance der Platzherren. Eine Geißler-Flanke fand in der Sturmmitte mit Adem Daoud einen freistehenden Abnehmer. Doch auch er traf das TSV-Gehäuse nicht. „In den ersten 20 Minuten fanden wir überhaupt nicht ins Spiel und hatten in dieser Phase nie Zugriff auf die ATSV-Akteure“, bemängelte Betz.

Snaschel vergibt und trifft

Doch dann kamen seine Mannen besser in die Partie und hatten ihrerseits die hundertprozentige Möglichkeit, in Führung zu gehen. Nach einem Foul von Zoran Maksimovic an André Rieß zeigte Schiedsrichter Maximilian Ziegler sofort auf den Punkt. Doch Simon Snaschel schickte Schlussmann Michael Kraut zwar in die falsche Ecke, schob das Leder aber neben das Tor. Doch auch dieses Missgeschick brachte die Gäste nicht aus dem Gleichgewicht. Ganz im Gegenteil: Nach 34 Minuten erreichte ein weiter Ball Xaver Müller und dessen genaue Flanke verwertete Simon Snaschel per Kopf zum 0:1.

In den zweiten 45 Minuten waren zunächst wieder die Hausherren am Drücker, die auf den Außenbahnen mit Daniel Geißler und Adem Daoud wieselflinke und dribbelstarke Spieler hatten. Ersterer war es auch, der nach 63 Minuten den Außenpfosten traf. Im Gegenzug hatte Adrian Reith Michael Kraut im Tor des Gastgebers bereits umkurvt, aber dieser konnte seinen Schuss doch noch parieren. Nach einem Standard – einem Eckball von Yuri Meleleo – stieg Philipp Mandelkow hoch und köpfte nach 67 Minuten zum umjubelten Ausgleich ein.

Schönwiesner doch dabei

Dann hatten die Gäste durch Dominik Zehe nach einer Schönwiesner-Eingabe, der mitwirkte, weil Stefan Piecha (Trommelfell gerissen) und Lukas Illig (Bänder im Sprunggelenk gerissen) ausfielen, die Möglichkeit zum 2:1, aber er setzte das Leder knapp am Pfosten vorbei. Besser machte es auf der Gegenseite Yuri Meleleo, der von Kapitän Michael Krämer mustergültig bedient, TSV-Schlussmann Julian Schneider nicht den Hauch einer Abwehrchance ließ. Bei diesem 2:1 blieb es und die Grabfelder sind erst einmal die Tabellenführung los.

Die Statistik des Spiels

Fußball: Bayernliga Nord

ATSV Erlangen –

TSV Großbardorf 2:1 (0:1)

Erlangen: Kraut – Maksimovic, Krämer, Mandelkow, Guerra – Markert (90. Fiebig), Bajic – Geißler (76. List), Meleleo, Daoud (67. Sormaz) – Herzner.

Großbardorf: Schneider – Müller, Reitstetter, Hölderle, Poznic (46. Heusinger) – Schönwiesner, Rützel – Reith, Zehe (75. Dinkel), Rieß (54. Kirchner) – Snaschel.

Schiedsrichter: Ziegler (Limbach).

Zuschauer: 160.

Tore: 0:1 Snaschel (34.), 1:1 Mandelkow (67.), 2:1 Meleleo (86.).

Besondere Vorkommnisse: Snaschel (Großbardorf) schießt Foulelfmeter neben das Tor (23.).

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