Bad Neustadt

HSC: Hat der Nikolaus den ersten Sieg im Gepäck?

Maximilian Kalliske (am Ball) und der HSC Bad Neustadt wollen alles daran setzten, im letzten Vorrundenspiel gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen endlich den ersten Saisonsieg einzufahren.
Foto: Anand Anders | Maximilian Kalliske (am Ball) und der HSC Bad Neustadt wollen alles daran setzten, im letzten Vorrundenspiel gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen endlich den ersten Saisonsieg einzufahren.

Handball

3. Liga Mitte HSC Bad Neustadt – HG Oftersheim/Schwetzingen (Samstag, 19.30 Uhr, Bürgermeister- Goebels-Halle)

Bringt der Nikolaus zwei Punkte mit zum letzten Heimspiel des HSC Bad Neustadt (16./1:27) in diesem Jahr? Oder bekommen die Saalestädter Prügel von Knecht Ruprecht, in Gestalt der Spieler der HG Oftersheim/Schwetzingen (9./14:14)? Diese Frage stellen sich vor dem letzten Vorrundenspieltag nicht nur die einheimischen Fans, die immer noch auf den ersten Saisonsieg warten. Darauf warten auch die HSC-Spieler, „deren Moral trotz der Misserfolgserie immer noch erstaunlich gut ist“, berichtet ihr Trainer Frank Ihl.

Erneut ein unerklärlicher Einbruch

Dieser führte während der Woche einige Einzelgespräche, „aber auch die Mannschaftssitzungen waren von einem Optimismus geprägt, die das Team und mich noch immer auf den Klassenerhalt hoffen lassen“. Lamentiert wurde dabei im Rückblick wenig, „weil Jammern in unserer Lage nichts hilft. Wir müssen nach vorne schauen, die Fehler minimieren, die uns auch am letzten Wochenende in Großwallstadt eine Überraschung gekostet haben.“ Der Einbruch in den letzten zwanzig Minuten sei wieder einmal unerklärlich gewesen. „Was ich aus der Ferne in den letzten zehn Minuten gesehen habe, war haarsträubend“.

Da ging nicht mehr viel bei den Rotmilanen. Bezeichnend für die Leistung insgesamt war die wieder einmal unbefriedigende Siebenmeter-Quote. Vier verschiedene Spieler traten an die Linie. Nur Maximilian Kalliske traf, nachdem zuvor Gary Hines, Max Bauer und Krisztian Galli gescheitert waren. Galli war ansonsten mit seinen sieben Treffern noch ein Lichtblick, doch ausgerechnet der Spielmacher droht gegen die HG auszufallen. „Er hat große Schmerzen im Ellenbogen des Wurfarmes. Hinter seinem Einsatz stehen gleich zwei Fragezeichen“, informiert sein Coach, der ganz sicher auf Linksaußen Martin Bieger verzichten muss. Dieser musste sich einer Knie-OP unterziehen, weshalb er in den letzten beiden Partien des Jahres fehlen wird.

„Aber da müssen wir jetzt durch. Die Spieler haben sich regelrecht auf einen Erfolg eingeschworen. Gegen Oftersheim/Schwetzingen und eine Woche später in Nieder-Roden wollen sie vier Punkte holen, um dann im kommenden Jahr eine richtige Aufholjagd zu starten“, erklärte Ihl, der im Training engagierte Schützlinge erlebte. Diese werden am Samstagabend in jeder Hinsicht gefordert sein, „denn der Gegner steht kompakt, schlägt ein hohes Tempo an und agiert taktisch variabel.“ Dieser Erkenntnis wird HG-Coach Holger Löhr kaum widersprechen wollen.

Bundesligaerfahrener HG-Trainer

Der gebürtige Oftersheimer war in seiner aktiven Zeit ein überragender Außenspieler, hat fast 100 Länderspiele bestritten und kann auf eine langjährige Bundesligakarriere, unter anderem in Gummersbach und Großwallstadt, zurückblicken. Seit der Saison 2017/18 ist er Chefcoach bei den Gästen und hat seitdem ein junges Team zusammengestellt, das im bisherigen Saisonverlauf die Erwartungen durchaus erfüllte. Leistungsträger sind dabei Torhüter Benedikt Müller, Spielmacher Lukas Sauer, der im rechten Rückraum agierende Tom Jansen sowie der die vereinsinterne Torschützenliste anführende Florian Burmeister, der zuvor im Trikot des Erstligisten TVB Stuttgart auflief.

Dass mit den HG'lern nicht zu spaßen ist, musste zuletzt die HSG Groß-Bieberau erfahren. Sie trat favorisiert bei den Löhr-Mannen ant und holte sich dann bei der 23:25-Niederlage eine blutige Nase. Dabei soll der Erfolg der Tatsache geschuldet sein, dass die HG'ler den Groß-Bieberauern körperlich überlegen waren und nicht zimperlich zu Werke gingen. Das lässt für die Ihl-Schützlinge nichts Gutes erwarten. „Dennoch wollen meine Spieler unbedingt gewinnen und sich sowie den Fans ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk machen“, sagt Ihl. (ba)

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