Aubstadt

Rainer Koch: "Mix aus Traditionsvereinen und Dorfklubs macht den Reiz der Liga aus"

Der Präsident des Bayerischen Fußball-Verbands war zum ersten Mal zu Gast in Aubstadt. Warum er eine mögliche Reduzierung von fünf auf vier Regionalligen kritisch sieht.
BFV-Präsident Rainer Koch (im Bild) will auch zukünftig Vereinen wie dem TSV Aubstadt die Möglichkeit geben, in der viertklassigen Regionalliga zu spielen.
Foto: Anand Anders | BFV-Präsident Rainer Koch (im Bild) will auch zukünftig Vereinen wie dem TSV Aubstadt die Möglichkeit geben, in der viertklassigen Regionalliga zu spielen.

Während sich die Spieler des TSV Aubstadt und der SpVgg Unterhaching auf dem Aubstädter Nebenplatz aufwärmten und die ersten Fans in der NGN-Arena bereits nach Hachings prominenten Trainer Sandro Wagner Ausschau hielten, trafen sich im TSV-Sportheim die Vertreter der 20 Regionalligavereine bei Bratwurst und Leberkäse in gemütlicher Runde zum Austausch. Erstmals zu Gast in Aubstadt war auch Rainer Koch, Präsident des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) und aktuell Interimspräsident des Deutschen Fußball Bundes (DFB).

Kleine Spitze in Richtung FC Schweinfurt 05

"Vereine wie der TSV Aubstadt gehören ganz einfach zur Regionalliga Bayern dazu. Wir dürfen nicht nur auf die großen Klubs schauen, die Ambitionen in Richtung 3. Liga hegen", sagte Koch. Als die Regionalliga Bayern vor neun Jahren ins Leben gerufen wurde, sei es das Ziel gewesen, dass jeder Amateurverein in Bayern die Chance haben müsse, in dieser Liga spielen zu können. "Wir sollten daher alle etwas aufeinander Rücksicht nehmen. Der Mix aus großen Traditionsvereinen wie dem FC Schweinfurt 05 oder der SpVgg Unterhaching und kleinen Dorfklubs wie dem TSV Aubstadt macht letztlich doch auch den Reiz dieser Liga aus." In Richtung Markus Wolf vom FC Schweinfurt 05 scherzte Koch: "Auch bei euch war die Sehnsucht nach der Regionalliga Bayern anscheinend sehr groß."

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In diesem Zusammenhang ging der aktuell höchste deutsche Fußballfunktionär auch auf die seit vielen Jahren geführte Diskussion um eine Reduzierung von fünf auf vier Regionalligen ein. "Ich habe grundsätzlich nichts dagegen, nur werden dadurch nicht gleich alle Probleme gelöst. Wenn beispielsweise die Vereine aus Thüringen und Sachsen mit den bayerischen Klubs zusammen in einer Liga spielen, wird das auch für Diskussionen sorgen", gab Koch zu Bedenken. Vereine aus dem Leipziger Raum würden sicher nicht begeistert sein, wenn sie statt nach Halle oder Berlin in den äußersten Süden nach Burghausen fahren müssten.

Ländliche Regionen nicht vergessen

"Es gibt in Deutschland nun einmal nicht nur große Vereine mit einem entsprechend professionellen  Umfeld, sondern es gehören auch die ländlichen Regionen in Bayern und in Ostdeutschland dazu", sagte Koch. Diese Gebiete dürften nicht vergessen werden. Es sei daher toll, dass ein Verein wie der TSV Aubstadt die Möglichkeit habe, ein Pflichtspiel gegen die SpVgg Unterhaching ausrichten zu dürfen. Für Herbert Köhler, den Vorsitzenden des TSV Aubstadt, sei es "eine Ehre, das Eröffnungsspiel der Regionalliga Bayern ausrichten zu dürfen. Für uns ist das auch eine kleine Entschädigung für die ausgefallenen Feierlichkeiten anlässlich des 100-jährigen Bestehens unseres Vereins."

Aubstadts Bürgermeister Burkhard Wachenbrönner war ebenfalls stolz, dass sein Dorf durch den Aufstieg des TSV Aubstadt in die Regionalliga bayernweit bekannt geworden ist. "1985 war zur Einweihung des neuen Sportplatzes Bayer Leverkusen bei uns in Aubstadt zu Gast. Für diesen Besuch mussten wir damals viel Geld bezahlen. Nun kommt mit der SpVgg Unterhaching ein ehemaliger Bundesligist, ohne dass wir etwas bezahlen müssen."

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