Bad Königshofen

Bad Königshofen: Oikawa und sein Olympiatraum

Mizuki Oikawa war in der letzten Saison der bester Punktesammler des TSV Bad Königshofen in der Tischtennis-Bundesliga. In der neuen Runde peilt er mit dem TSV einen Platz unter den ersten sechs an.
Foto: Rudi Dümpert | Mizuki Oikawa war in der letzten Saison der bester Punktesammler des TSV Bad Königshofen in der Tischtennis-Bundesliga. In der neuen Runde peilt er mit dem TSV einen Platz unter den ersten sechs an.

Mizuki Oikawa (22) ist in Bad Königshofen eine Person der Öffentlichkeit. Wer ihn auf der Straße sieht, bringt ihn sofort mit Tischtennis und dem TSV Bad Königshofen in Verbindung. Nicht zuletzt auch deshalb, weil er hier inzwischen seit vier Jahren spielt und als Publikumsliebling gilt. Als der Japaner erstmals nach Deutschland kam, war er jenseits der 200 in der Weltrangliste. Inzwischen wird er auf Platz 76 geführt. In der Tischtennis-Bundesliga (TTBL) war er in der vergangenen Saison für den TSV der fleißigste Punktesammler mit einer 18:9-Bilanz im Einzel. Und in den ersten beiden Saisonspielen gewann er jeweils sein Einzel.

Frage: Wie haben Sie sich und Ihre Mannschaft vom TSV Bad Königshofen in der letzten Saison gesehen?

Oikawa: Wir waren ein wunderbares Team, in dem es Spaß gemacht hat zu spielen. In Anbetracht dieser großen Konkurrenz haben wir eine sehr erfolgreiche Saison gespielt. Dennoch wäre mehr als Platz acht möglich gewesen, mindestens Platz sechs. Gewiss ist 18:9 eine gute Bilanz. Mich ärgern aber doch einige dieser neun Niederlagen, weil ich bei einigen von ihnen mehrere Matchbälle vergab und bei einigen nicht in Maximalform bzw. nicht im Vollbesitz meiner Kräfte war.

Wie ist das zu verstehen?

Oikawa: Tischtennis ist ein Sport, in dem es um Nuancen geht. Da spielen die körperliche und die mentale, psychische Verfassung eine wichtige Rolle. Da kann man verlieren und muss nicht der Schlechtere gewesen sein. Es waren aber auch einige Niederlagen dabei, in denen ich der Schlechtere war, weil ich gerade aus meiner Heimat gekommen war und noch den Jetlag zu spüren bekam.

Wie muss man sich das vorstellen und was kann man dagegen tun, außer früher anzureisen?

Oikawa: Zuerst mal reise ich nicht freiwillig so spät an, sondern es liegt an Terminüberschneidungen, bei denen es einen Kompromiss zu finden gilt. Der Jetlag ist für mich persönlich ein Riesen-Problem, eine Katastrophe. Da will man und kann nicht. Ich bereite mich, so gut es geht vor, durch langes Schlafen, viel Duschen und geistige Beschäftigung. Und dennoch hat man ein Gefühl der Müdigkeit und von Konzentrationsmängeln. Auch diese Saison wird es sich nicht vermeiden lassen, dass ich vier oder fünf Mal nach Japan fliegen muss.

Welche Ziele setzen Sie sich und Ihrer Mannschaft in dieser Saison?

Oikawa: Zunächst mal will ich gleich am Anfang in Bestform sein und für meine Mannschaft Spiele gewinnen. Insgesamt gesehen möchte ich mein bestes Tischtennis spielen und noch ein Stück erfolgreicher sein als in der letzten Saison. Und was meine Mannschaft betrifft, halte ich einen Platz unter den ersten fünf oder sechs Teams für möglich. Man muss aber berücksichtigen, dass eine Reihe von Chinesen und Koreanern neu in der Liga sind. Einige kenne ich, einige nicht. Es wird auf jeden Fall schwerer werden. Aber wir werden ja auch besser sein als in der letzten Saison.

Was halten und wissen Sie von Ihrem neuen Mitspieler Bastian Steger?

Oikawa: Er ist ein sehr, sehr guter Spieler, der schon drei Mal bei Olympia dabei war und viel Erfahrung hat. Ich hoffe, dass wir als Mannschaft davon profitieren können.

Nach der Saison findet Olympia in Ihrer Heimat in Tokio statt. Werden Sie als Aktiver dabei sein?

Oikawa: (lacht) In Japan gibt es viele sehr gute Spieler, eine Riesen-Konkurrenz. Ich werde aber alles dafür tun, dass man mich nicht übersehen kann.

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