Schweinfurt

Der FC 05 muss zunächst gegen Bayreuth in den Play-offs ran

Der Verband hat Klarheit geschaffen: Am Mittwoch stellte der BFV die Planungen für die Play-offs um die Regionalliga-Meisterschaft vor. Was sagen die Schweinfurter dazu?
Will in die Dritte Liga: Trainer Tobias Strobl, der in den Regionalliga-Play-offs mit seinem FC 05 Schweinfurt zunächst gegen die SpVgg Bayreuth antreten wird.
Foto: foto2press/Frank Scheuring | Will in die Dritte Liga: Trainer Tobias Strobl, der in den Regionalliga-Play-offs mit seinem FC 05 Schweinfurt zunächst gegen die SpVgg Bayreuth antreten wird.

Es ist raus: Die SpVgg Bayreuth wird der erste Gradmesser für den FC 05 Schweinfurt in den Play-offs um die Meisterschaft in der Fußball-Regionalliga Bayern. Das gab der Bayerische Fußball-Verband (BFV) am Mittwochnachmittag bekannt, nachdem sich die Vertreter der Play-off-Teilnehmer Viktoria Aschaffenburg, SpVgg Bayreuth und Schweinfurt 05 mehrfach virtuell mit den BFV-Entscheidungsträgern beraten hatten.

Die Runde, deren Sieger sich am 12. und 19. Juni mit dem bislang noch nicht feststehenden Vertreter aus der Regionalliga Nord in Hin- und Rückspiel um einen Platz in der Dritten Liga balgen wird, soll nun ab dem 18. Mai im Modus Jeder-gegen jeden samt Hygienekonzept ausgetragen werden – mit jeweils zwei Duellen vor leeren Rängen. Ein – angesichts hoher Corona-Inzidenzen – sehr ambitionierter Plan. "Vorausgegangen war die Entscheidung des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration, den beteiligten Klubs für die Play-off-Spiele und die sofortige Wiederaufnahme des Mannschaftstrainings eine entsprechende Sondergenehmigung zu erteilen", heißt es in einer Mitteilung des BFV. Wie genau das Hygienekonzept aussehen soll, ließ der Verband in der Pressemitteilung offen. Regelmäßige Testungen sind aber verpflichtend vorgesehen.

Trotz alldem entspricht der Plan dem Wunsch der Nullfünfer, die seit dem 15. März wieder ohne Einschränkungen trainieren dürfen. "Ich rechne auf jeden Fall mit einem Start Mitte Mai", erklärt Coach Tobias Strobl, der bald Drittliga-Trainer sein will – bei den Grün-Weißen. "Für mich ist dieser Modus das fairste Mittel, um die Play-offs zu spielen. Wer sich da durchsetzt, hat es auch verdient, in die Aufstiegsrunde zu kommen."

"Für mich ist dieser Modus das fairste Mittel, um die Play-offs zu spielen. Wer sich da durchsetzt, hat es auch verdient, in die Aufstiegsrunde zu kommen."
FC-05-Coach Tobias Strobl über den Plan des BFV 

Sein Team, in dem auch David Grözinger ligenunabhängig bis Juni 2022 bleiben wird, sieht der 33-Jährige bestens gerüstet. Von schwereren Verletzungen blieben die Kicker des Ex-Zweitligisten verschont, nur Lukas Billick (Wadenprobleme) und Amar Cekic (Sprunggelenksbeschwerden) fielen seit dem neuerlichen Trainings-Re-Start jeweils eine Woche aus. "Zerrungen oder Faserrisse, nach denen Spieler auch mal mehrere Wochen ausfallen, gab es nicht. Daran sieht man, dass die Jungs auch in ihrer Freizeit viel investiert haben und wissen, worum es geht. Auch die Belastungssteuerung haben wir sehr gut hinbekommen. Nur Maximilian Bauer, der mit seinem Meniskus zu kämpfen hat, fällt wohl für die Entscheidungsspiele aus", so Strobl weiter, der den Fitnesszustand seiner Mannen kurzum als "perfekt" bezeichnet.

Der Gegner in den Aufstiegsspielen ist noch nicht bekannt

So macht er sich derzeit kaum Sorgen, wenngleich der Kontrahent aus dem Norden noch immer nicht bekannt ist. Eine Anfrage beim Norddeutschen Fußball-Verband, ob es auf den TSV Havelse hinausläuft, blieb bis zum Mittwochnachmittag unbeantwortet. Der TSV, nach Punkten Erster in der Süd-Gruppe der pandemiebedingt geteilten und abgebrochenen Nord-Regionalliga, erhielt am Dienstag zumindest schon einmal die Drittliga-Lizenz.

Doch sportlich aufgestiegen sind vor allem die bayerischen Klubs, die in der Vorbereitung unterschiedliche Wege gehen oder gehen müssen, noch lange nicht. Während Aschaffenburg erst am vergangenen Donnerstag mit dem Training beginnen durfte, haben die Bayreuther angeblich schon ein Testmatch absolviert. "Durch Social-Media-Posts haben wir herausbekommen, dass die SpVgg wohl schon gespielt hat", verrät der Schweinfurter Coach. "Wir selbst haben noch keine Test-Matches geplant. Wir tragen teamintern Spiele aus, was auch gut klappt."

Sollte es rund um die Play-offs zu Corona-Fällen samt Quarantäne-Anordnungen kommen, könnte der BFV übrigens in Terminnöte geraten: Der Start der dritthöchsten Fußball-Liga soll am 23. Juli erfolgen, gut einen Monat nach dem Aufstiegs-Rückspiel. 

Der Fahrplan für die Regionalliga-Play-offs

Dienstag, 18. Mai: FC 05 Schweinfurt – SpVgg Bayreuth
Samstag, 22. Mai: Viktoria Aschaffenburg – FC 05 Schweinfurt
Dienstag, 25. Mai: SpVgg Bayreuth – Viktoria Aschaffenburg
Samstag, 29. Mai: SpVgg Bayreuth – FC 05 Schweinfurt
Dienstag, 1. Juni: FC 05 Schweinfurt – Viktoria Aschaffenburg
Samstag, 5. Juni: Viktoria Aschaffenburg – SpVgg Bayreuth
Die genauen Ansetzungen legt der BFV nach Abstimmung mit den beteiligten Vereinen und möglicherweise übertragenden TV-Sendern in den kommenden Tagen fest. Verschiebungen sind daher laut einer Pressemitteilung des Verbands noch möglich.
Quelle: Bayerischer Fußball-Verband (BFV)
Themen & Autoren
Schweinfurt
Dominik Großpietsch
1. Fußballclub Schweinfurt 1905
Bayerischer Fußball-Verband
Bundesamt für Verfassungsschutz
FC 05 Schweinfurt
Fußball-Regionalliga Bayern
Fußball-Regionalliga Nord
Fußball-Verbände
SpVgg Oberfranken Bayreuth
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!