Schwebenried

Euerbach/Kützberg holt den ersehnten Sieg

Während die SVler über drei Punkte jubeln durften, stand bei der DJK Schwebenried/Schwemmelsbach ein 46-Jähriger auf dem Platz. Wie kam's dazu?
Kein Tor: Christoph Schmidt (SV Euerbach/Kützberg), der hier die Höchberger Dominik Daxhammer (grünes Trikot) und David Schug vor Probleme stellt, stand zuvor im Abseits.
Foto: Marion Wetterich | Kein Tor: Christoph Schmidt (SV Euerbach/Kützberg), der hier die Höchberger Dominik Daxhammer (grünes Trikot) und David Schug vor Probleme stellt, stand zuvor im Abseits.

SV Euerbach/Kützberg - TG Höchberg 3:1 (2:0)

Allen Grund zur Freude hatte der SV Euerbach/Kützberg, denn endlich landeten mal wieder drei Punkte auf dem eigenen Konto. Trainer Julian Grell feierte seinen ersten Sieg als SV-Coach - gegen die ebenfalls abstiegsgefährdete TG Höchberg. "Das war enorm wichtig", fand Grell erleichtert. In die Karten spielte seiner Elf die schnelle Führung. Vincent Waigand versenkte nach zwei Minuten einen direkten Freistoß aus 25 Metern zum 1:0 und legte damit die Grundlage für den Sieg. Das brachte der Mannschaft die zuletzt vermisste Sicherheit. Sie transportierte nun von Beginn an die Trainingsleistung auch ins Spiel. Da kam das 2:0 von Yasir Aldijawi (19.) genau richtig, um eventuell aufkeimender Unsicherheit gar nicht erst Raum zu geben. Er nahm einen langen Ball hinter die Kette mit hohem Tempo mit und drosch ihn in die Maschen.

Nach dem Wechsel gab's kurz Unruhe, als Höchbergs Lennart Bolg der 1:2-Anschluss gelang (54.). Ausgegangen war sein Treffer von einem an der Mittellinie abgegebenen Flachpass. Bolgs Angriff unterschätzten der einheimische Torwart - und auch die Verteidiger. Aber schon im Gegenzug sahen die Zuschauer die letztlich spielentscheidende Szene mit dem zweiten Treffer von Aldijawi zum 3:1-Endstand, den er gut herausgespielt hatte. "Damit haben wir uns Luft zum Tabellenende hin verschafft und können in den nächsten Spielen darauf aufbauen", zeigte sich Grell zufrieden.

Euerbach: Husic – Mekic, Alawami, Waigand, Binder (70. Wehner), Stühler (90. Knöll), Schmidt, Aldijawi (88. Mehler), Reinhart, Spahija, Berisha (70. Hiltl). Schiedsrichter: Kevin Hegwein (TSV Langenfeld). Zuschauer: 100. Tore: 1:0 Vincent Waigand (2.), 2:0 Yasir Aldijawi (19.), 2:1 Lennart Bolg (54.), 3:1 Yasir Aldijawi (55.).

DJK Schwebenried/Schwemmelsbach - SV Memmelsdorf 1:1 (0:1)

Es ist erfreulich, dass es in diesen Zeiten, in denen sich viel ändert, auch manche Dinge gibt, auf die einfach Verlass ist. Bei der DJK Schwebenried/Schwemmelsbach sind das die Standardschützen. War es beim 2:1 gegen Euerbach noch Yannick Deibl, dessen 30-Meter-Freistoßtor nun für den "Bayern-Treffer des Monats" nominiert ist, so schlug diesmal Pascal Stürmer zu. In der sechsten Minute der Nachspielzeit zirkelte der 29-jährige Außenverteidiger das Leder aus 18 Metern vom rechten Strafraumeck um die Memmelsdorfer Mauer herum unhaltbar in den rechten oberen Winkel zum hochverdienten 1:1. Danach wurde die Partie gar nicht mehr angepfiffen.

"Mit dem Punkt können wir angesichts unserer personellen Situation hochzufrieden sein", lobte Trainer Dominik Schönhöfer sein Häuflein Aufrechter. Denn in den vergangenen Tagen hatte sich die Personallage dramatisch verschärft: Gleich sieben Mann fielen aus, darunter Torjäger Marcel Kühlinger (im Abschlusstraining umgeknickt), Keeper Nikolas Herold oder Freistoßspezialist Deibl. So musste Kevin Markert, der ein Jahr kein Spiel mehr bestritten hatte, von Beginn an ran, auf der Bank saß - wie im Hinspiel - tatsächlich wieder der Schwebenrieder Vorsitzende Alexander "Ali" Ziegler.

Kein Wunder, dass Memmelsdorf gegen die völlig umgekrempelte Mannschaft früh durch Markus Saal in Führung gehen konnte (9.). "Da hatten wir Abstimmungsschwierigkeiten", gab der DJK-Coach zu. Immerhin fingen sich die Hausherren und lieferten Memmelsdorf vor allem nach dem Seitenwechsel einen großen Kampf, ohne allerdings echte Torchancen herausspielen zu können - bis eben zur Nachspielzeit und Pascal Stürmers Freistoß-1:1 (90.+6). Zu diesem Zeitpunkt stand sogar Ziegler auf dem Feld. Der 46-Jährige war in der 78. Minute tatsächlich als Stürmer für Julian Hart eingewechselt worden und ist nun offiziell der älteste Landesliga-Spieler der Vereinsgeschichte. "Egal, ob in der zweiten Mannschaft, bei den Alten Herren oder nun sogar in der Landesliga", so Schönhöfer, "auf den Ali ist immer Verlass."

Schwebenried: Hartmann - Jazev, Zöller, Wehner, Stürmer - Lichtlein, Behr, Markert (57. Kummer), Müller (68. Brauner) - Göller, Hart (78. Ziegler).

Schiedsrichter: Dominik Noegel (DJK Weingarts). Zuschauer: 170. Tore: 0:1 Markus Saal (9.), 1:1 Pascal Stürmer (90.+6).

Der 1:1-Ausgleich von Pascal Stürmer im Video

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