Schweinfurt

Hasan Kivran doch wieder Investor bei Türkgücü München

Unmittelbar vor Weihnachten hatte der Klub-Boss des Drittliga-Aufsteigers seinen Rückzug angekündigt. Diese Entscheidung revidierte er nun: Welche Rolle ein NLZ dabei spielt.
Raus aus den Klamotten, rein in die Klamotten:  Vorstandsvorsitzender Hasan Kivran wird nun doch Investor bei Drittligist Türkgücü München bleiben.
Foto: foto2press/Frank Scheuring | Raus aus den Klamotten, rein in die Klamotten:  Vorstandsvorsitzender Hasan Kivran wird nun doch Investor bei Drittligist Türkgücü München bleiben.

Die Winterpause in der Dritten Liga nutzte Aufsteiger Türkgücü München für Bewegung abseits des Fußballplatzes. Erst hatte Präsident Hasan Kivran einen Tag vor Heilig Abend seinen Rückzug als Investor zum Jahreswechsel angekündigt. Dann wurden die Bilanz-Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahrs (minus 1,9 Millionen Euro) und des aktuellen (bisher 2 Millionen) bekannt. Spieler wurden abgegeben, ein Vermarktungspartner gefunden, jedoch kein Käufer von Kivrans Anteilen an der GmbH. Und nun meldet sich Kivran als Investor zurück - eine klassische Rolle rückwärts.

"Die wichtigsten Gründe dafür, dass ich mich umentschieden habe, waren meine Verantwortlichen in der GmbH, hohe Fan-Unterstützung in den zurückliegenden zwei Wochen und die Aussicht auf ein Nachwuchsleistungszentrum im Südosten von München", sagte der Unternehmer gegenüber dem Online-Portal Sport1. Das wirtschaftliche und strukturelle Durcheinander kam angesichts der sportlichen Situation überraschend. Die Münchner stehen auf Platz neun der Tabelle und könnten am Montagabend im Spiel gegen Spitzenreiter Dynamo Dresden mit einem Sieg sogar auf Rang fünf klettern - bei dann nur noch zwei Zählern Rückstand auf den Relegationsplatz.

Zahlungsfähigkeit bis 21. Januar nachweisen

Geschäftsführer Max Kothny hatte deswegen vom ungünstigst möglichen Zeitpunkt der Entscheidung Kivrans gesprochen. Dennoch verbreitete er Optimismus, die Runde zu Ende spielen zu können - auch wenn kein Käufer für die 89 Prozent Geschäftsanteile des Klub-Präsidenten gefunden würde. Max Kothny meldete Anfang des neuen Jahres einen Vertragsabschluss mit der neu gegründeten Vermarktungsgesellschaft "all about sports gmbh" und sagte bezüglich neuer Sponsoren: "Wir sind in guten Gesprächen." Immerhin muss der Drittligist bis 21. Januar beim Deutschen Fußball-Bund seine Zahlungsfähigkeit bis zum Saisonende nachweisen.

Was angesichts Kivrans Rücktritt vom Rückzug wahrscheinlicher sein sollte. Dieser sagte zu seiner Entscheidung: "Ich rede seit drei Jahren mit der Stadt. Ohne NLZ kommst du nicht hoch, und wir wollen aufsteigen. Doch jetzt scheint es eine ernst zu nehmende Bereitschaft von der Stadt zu geben, dass wir ein Gelände bekommen. Dort soll auch die erste Mannschaft trainieren." Deren Kader wurde entschlackt: Tom Boere (SV Meppen), Emre Kurt, Thomas Haas, Marco Raimondo-Metzger (alle Ziel unbekannt) und Marco Holz (nach Österreich), an dem auch Regionalligist FC 05 Schweinfurt interessiert war, haben den Verein verlassen. Drei Zugänge soll es im Januar noch geben.

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