Würzburg

Mit den Mainzelmännchen ins Domina-Studio

Stilblüten von Redakteuren, Mitarbeitern und Vereinsberichterstattern aus dem Sportjahr 2020
Guuud'n Aamd: Zeichner Titus König ist der Mann hinter den Mainzelmännchen, die aber garantiert keine Rolle im unterfränkischen Sportgeschehen gespielt haben.
Foto: Arne Dedert | Guuud'n Aamd: Zeichner Titus König ist der Mann hinter den Mainzelmännchen, die aber garantiert keine Rolle im unterfränkischen Sportgeschehen gespielt haben.

Wieder ist ein Sportjahr vorüber. Und wieder gab es jede Menge zu berichten. Von Siegen, von Niederlagen. Von schönen Gesten, aber auch von unschönen Szenen. Ob Redakteur, ob Mitarbeiter, ob Vereinsberichterstatter – alle Schreiber haben versucht, das Geschehen in ein ordentliches sprachliches Gewand zu packen. Nur leider zwickte dieses hie und da ein wenig. Nicht immer wurde jeder auf der Suche nach der stilistischen Vollendung hundertprozentig fündig. Da kippte so manche Formulierung auf dem schmalen Grat zwischen Perfektion und Peinlichkeit. Da wurde schon mal ein Fremdwort verfremdwortet. Und so mancher weiße Schimmel geritten.

Dass es deutlich weniger sprachliche Fehltritte gab als in den vergangenen Jahren, mag daran liegen, dass wegen der Corona-Krise zahlreiche Sportereignisse, über die wir berichtet hätten, nicht stattgefunden haben. Oder aber an deutlich mehr Gewissenhaftigkeit. Vielleicht war es auch nur Zufall. Im Folgenden ein paar der nettesten Stilblüten.

Da schien es zu verschmerzen, dass der TSV-Trainer ein Auge zudrückte.

(Erstens war's wohl nicht zu fest, zweitens sah er mit dem zweiten besser.)

Bei der Futsal-Bezirksmeisterschaft in Bergrheinfeld wurde der eigene Bayernligist gejagt.

(Alle Achtung: Die Bezirksmeisterschaft hält sich ein privates Bayernliga-Team.)

Zu den Sportfreunden habe man gute Kontakte. Diese werden mit einem kleinen Kader nach Rimpar reisen.

(Wie die dezimierten Kontakte dort abgeschnitten haben, konnten wir bis Redaktionsschluss nicht in Erfahrung bringen.)

Der vierte Wettkampftag becherte den Gastgebern zwei klare Siege.

(Zum Wohl!)

Der TVO bot keinerlei Angriffsfläche mehr und punktete aus gutem Zuspiel hochprozentig.

(Und noch ein zünftiges Prosit hinterher!)

Doch die stade Zeit hat wieder Ruhe an die Kürnach gebracht, weil im Hintergrund beim TSV Lengfeld offenbar die Mainzelmännchen aktiv waren.

(Oder waren's doch die Heinzelmännchen? Oder zumindest einer: "Es saugt und bläst der Heinzelmann, wo Mutti nur noch saugen kann.")

Kira Kurzawski gelang es, durch ein schönes Zusammenspiel zu verkürzen, weil sie die letzten Kräfte reanimierte.

(Von wegen "Ruhe sanft", scheint für letzte Kräfte nicht zu gelten.)

Die wiederkehrenden Optionen, gepaart mit den langen vermissten Optionen, schüren nun zarte Hoffnungen für den Rest der Runde.

(Wenn dann noch die kurzen vermissten Optionen hinzu gekommen wären...)

Der Gegner musste aber wegen einer unangenehmen Fesselung auf der Diagonalen in eine Zugwiederholung einwilligen.

(Da wäre der Gegner so kurz vor dem Spiel besser nicht noch mal ins Domina-Studio gegangen.)

Und beim 10:10 lag dann alles blank.

(Wollen wir mal hoffen, dass sich das auch hat sehen lassen können.)

Die Entscheidung? Mit Nichten.

(Und Neffen. Tanten und Onkels sowieso.)

Obwohl er lange Zeit die Nase vorn hatte, blieb ihm am Ende nur der zweite Platz.

(Tja, kurz vor Schluss die Nase nach hinten gedreht, und schon verloren – also das Rennen, nicht die Nase.)

Es war ein klassisches 50:50-Spiel, in dem die Gäste aber die größeren Anteile hatten.

(Am Ende stand es aber 1:1 für die siegreichen Gastgeber.)

Kleinrinderfeld konnte den Erfolg vom Vormittag nicht wiederholen und kämpft zusammen mit Glattbach um den Abstieg in die Unterfrankenliga.

(Scheint eine sehr attraktive Liga zu sein, wenn die alle freiwillig eine Spielklasse runter wollen.)

Der Ex-Großbardorfer hatte sich in der Vorbereitung bereits in den Focus gespielt.

(Nach Jahren im VW Golf stand einfach mal ein Markenwechsel zu Fords Mittelklasse-Modell an. Und das gleichnamige Nachrichtenmagazin soll sogar darüber berichtet haben.)

Trotzdem haben die Euerbacher fleißig getestet, allerdings war auch dieses Spielfeld eines der Kontraste.

(Die linke Hälfte lag im Schatten, die rechte in der prallen Sonne.)

Nach der Eroberung des Mehrbauern durch Damentausch einigte man sich auf Remis.

(Was darauf schließen lässt, dass die Vorzüge der Damen nicht weit auseinander gelegen haben dürften – und der eine Bauer mehr den Kohl auch nicht fett gemacht hat.)

Allerdings war die Tabelle seinerzeit aufgrund des verzehrten Spielplans nicht aussagekräftig.

(Mahlzeit! Das nennen wir mal kalorienarme Kost.)

Obwohl die ersten drei Duelle jeweils mit 2:2 Satzpunkten endeten, war das Gesamtergebnis der Kleinsteinacher je teils deutlich besser als deren Gegner ihres.

(Wow! So einen Satz muss man erst einmal auf Papier bringen, ohne sich dabei die Finger zu brechen.)

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