Euerbach

Warum die Turner einen neuen Lieblingsgegner haben

Euerbach wartet weiter auf einen Befreiungsschlag: Die Mannschaft kassierte eine bittere Niederlage gegen einen Abstiegskandidaten. Auch Schwebenried zog den Kürzeren.
Pascal Rinbergas (Mitte) lässt sich zu seinem zweiten Tor von seinen Mannschaftskollegen Julius Herrmann (links) und Simon Werner gratulieren. Die FT Schweinfurt bezwang Lichtenfels klar mit 5:0.
Foto: Volker Hensel | Pascal Rinbergas (Mitte) lässt sich zu seinem zweiten Tor von seinen Mannschaftskollegen Julius Herrmann (links) und Simon Werner gratulieren. Die FT Schweinfurt bezwang Lichtenfels klar mit 5:0.

Fußball

Landesliga Nordwest

FT Schweinfurt – FC Lichtenfels 5:0 (3:0)

„Man könnte meinen, dass Lichtenfels unser neuer Lieblingsgegner ist“, sagte Trainer Adrian Gahn. „Ich glaube nicht, dass wir es noch einmal schaffen, elf Tore in einer Saison gegen einen Gegner zu schießen.“

Nach dem 6:2 im Hinspiel fertigte die FT Schweinfurt den FC Lichtenfels auch auf der Maibacher Höhe klar mit 5:0 ab. Obwohl der Spielverlauf alles andere als deutlich war.

„Lichtenfels ist ein höchst unangenehm zu spielender Gegner mit der richtigen Mischung aus körperlicher Härte und Kompaktheit", sagte Gahn. „Die waren sicher nicht fünf Tore schlechter als wir.“ Und zumindest bis zum 4:0 dachten die Oberfranken auch gar nicht daran, sich geschlagen zu geben.

„Unser Glück war, dass wir immer zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht haben“, analysierte der FTS-Coach. „Immer wenn Lichtenfels das Pressing verstärkt hat, konnten wir uns befreien und im Gegenstoß selbst treffen.“ Das funktionierte bereits in der ersten Halbzeit dreimal: Nach Kontern machten Tyrell Walton (12.), Torjäger Dominik Popp mit seinem 22. Saisontor (23.) und Pascal Rinbergas per Heber (38.) schon zur Halbzeit fast alles klar.

Nach dem Wechsel drängte Lichtenfels zwar noch einmal auf den Anschluss, doch im Schweinfurter Regen war das „Pulver“ der Gäste wohl nass geworden, selbst freistehend zielten die Gäste meist neben oder über das Tor. Endgültig entschieden war die Partie, als Torwart Jan Kapitz bei einem 22-Meter-Freistoß von Maximilian Mosandl das nasse Leder durch die Handschuhe zum 4:0 rutschen ließ (54.). (SEL)

Schweinfurt: Mai – Kraus, Mock, Öztürk, Heusinger (75. S. Werner) – Reith (64. Wagner) – Walton, Rinbergas, Y. Saal (64. P. Werner), Mosandl (75. Reuß) – Popp (78. Herrmann). Schiedsrichter: Alexander Arnold (Waldberg). Zuschauer: 120. Tore: 1:0 Tyrell Walton (12.), 2:0 Dominik Popp (23.), 3:0 Pascal Rinbergas (38.), 4:0 Maximilian Mosandl (54.), 5:0 Pascal Rinbergas (79.).

SV Euerbach/Kützberg – ASV Rimpar 0:4 (0:2)

Eigentlich hatte sich die Elf von Trainer Julian Grell gegen die im Abstiegskampf stehenden Rimparer eine Wiedergutmachung für die zuletzt sieglosen Spiele vorgenommen und wollte endlich wieder in die Erfolgsspur einbiegen.

Doch der schnelle 0:1-Rückstand durch eine zielgenaue Flanke und dem Kopfballtor von Rimpars Elias Harant nur eine Minute nach Anpfiff sorgte für sichtbare Verunsicherung in Reihen der Heimelf. Was zur Folge hatte, dass die Hausherren im Spielaufbau inkonsequent zu Werke gingen und sich in ungenauem Spiel verloren. Unsaubere Abschlüsse ließen den letzten Ball oft verpuffen.

Das 0:2 (25.) nach einem Freistoß war die logische Konsequenz. Auch der Seitenwechsel zur Halbzeit sorgte nicht für neue Impulse in Euerbacher Reihen. „Wir haben keine Lösung gegen die hoch anlaufenden Rimparer gefunden“, erklärte Grell ein wenig ratlos. Marcel Böhm erzielte schließlich das 3:0 (70.) für die Gäste, welchem der 4:0-Gnadenstoß durch Marvin Ott folgte (83.).

Nach diesem so nicht eingeplanten Misserfolg muss nun akribische Ursachenforschung betrieben werden. „Ich halte unseren eingeschlagenen Weg nach wie vor für zielführend“, unterstrich Grell und wird am bisherigen System und der zugrunde liegenden Taktik festhalten.

Für den nächsten Auftritt gilt es, dem in dieser Partie ausgemachten größten Schwachpunkt, der Ballkontrolle, wieder positive Akzente zu geben und die im Training verinnerlichten Abläufe auch in das Spiel zu transportieren. (KIM)

Euerbach: Husic – Mekic, Waigand (70.), Binder, Stühler (Alawani, 55.), Schmidt, Aldijawi (Hiltl, 67.), Reinhart, Wirth (Spahija, 55.), Helfrich, Berisha. Schiedsrichter: Michael Krug (Würzburg). Zuschauer: 110. Tore: 0:1 Elias Harant (1.), 0:2 Pascal Dlugaj (25.), 0:3 Marcel Böhm (70.), 0:4 Marvin Ott (83.).

SV Friesen – DJK Schwebenried/Schwemmelsbach 3:1 (2:0)

Die Siegesserie der DJK Schwebenried/Schwemmelsbach ist gerissen. Nach fünf Siegen in Folge musste sich die DJK im Frankenwaldstadion des SV Friesen mit 1:3 geschlagen geben. „Die Niederlage geht in Ordnung“, gab Schwebenrieds Trainer Dominik Schönhöfer zu. „Wir haben zwar insgesamt nicht schlecht gespielt, doch alles in allem nicht so unsere Leistung auf den Platz gebracht, wie wir uns das vorstellen.“

Zudem trafen die Unterfranken im Kronacher Ortsteil Friesen auf eine kompakt stehende, kampfstarke Mannschaft, die höchst unangenehm zu spielen war. „Im Grunde haben wir sehr gut angefangen und die ersten Minuten klar dominiert“, so der DJK-Coach. Doch aus dem Nichts heraus gingen die Gastgeber durch Max Schülein früh in Führung (7.). „Das hat uns etwas aus dem Rhythmus gebracht“, so Schönhöfer.

Bis sich die Gäste wieder gefangen hatten, hatte Lukas Mosert schon auf 2:0 erhöht (20.).

Nach dem Wechsel kamen die Schwebenrieder besser ins Spiel und konnten sich auch die eine oder andere Chance erarbeiten. Auch nachdem Rico Nassen bei einem Gegenstoß das 3:0 für Friesen erzielt hatte (54.), gab die DJK nicht auf. Schließlich schickte Marcel Kühlinger seinen Sturmpartner Jannik Göller steil durch die Schnittstelle der Viererkette: Das 1:3 brachte die DJK ins Spiel zurück (73.).

Kurz darauf forderten die Gäste vehement Elfmeter, nachdem Felix Zöller vermeintlich im Strafraum gefault worden war (82.). Doch trotz aller Proteste blieb der Pfiff aus.

„Bei einem Anschlusstreffer wäre vielleicht noch was gegangen“, sagte Trainer Schönhöfer. „Ehrlicherweise wäre es an diesem Tag aber nicht verdient gewesen.“

Schwebenried: Herold – Lichtlein, Zöller, Jazev, Stürmer – Müller (70. Hart), Baum (76. Kummer), Behr, Deibl (70. Reck) – Kühlinger (79. Halbig), Göller. Schiedsrichter: Tobias Fenkl (Hafenpreppach). Zuschauer: 198. Tore: 1:0 Max Schülein (7.), 2:0 Lukas Mosert (20.), 3:0 Rico Nassel (54.), 3:1 Jannik Göller (73.).

Themen & Autoren
Euerbach
Schwebenried
Schwemmelsbach
Kützberg
Schweinfurt
Kirsten Mittelsteiner
Volker Hensel
ASV Rimpar 1894 e. V.
Dominik Schönhöfer
Elfmeter
Landesliga Nordwest
Oberfranken
Reck
SV Friesen
Strafraum
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!