Eishockey: Bayernliga

Wie Goalie Benedict Roßberg die sportliche Krise der Mighty Dogs überwinden will

Personell gehen die Mighty Dogs vor dem Rückrundenstart mit der Auswärtspartie in Königsbrunn weiter auf dem Zahnfleisch. Trainer Andreas Kleider stehen nur zehn Spieler zur Verfügung.
Hat am Freitagabend in Königsbrunn eine Menge Arbeit vor sich: Benedict Roßberg, Goalie der Schweinfurter Mighty Dogs.
Foto: Marion Wetterich | Hat am Freitagabend in Königsbrunn eine Menge Arbeit vor sich: Benedict Roßberg, Goalie der Schweinfurter Mighty Dogs.

Nur ein Spiel steht für den ERV Schweinfurt an diesem Wochenende auf dem Programm. Aber das hat es in sich. Denn die Schweinfurter müssen an diesem Freitag zum Tabellenvierten nach Königsbrunn. Nicht nur das das Hinspiel gegen die Schwaben vor knapp zwei Wochen mit 3:6 verloren ging – die Personalsituation bei den Mighty Dogs hat sich zudem, was kaum möglich schien, weiter verschärft

So werden Trainer Andreas Kleider nur zehn Spieler plus zwei Torhüter zur Verfügung stehen. Neben den längerfristigen Ausfällen Nils Münzberg, Semjon Bär und Kevin Heckenberger werden mit Simon Knaup (verletzt), Pascal Schäfer, Marcel Grüner (beruflich verhindert), Moritz Schlick, Christian Masel, Jona Schneider und Leon Pöhlmann (krank) fast genauso viele Spieler fehlen wie mitfahren.

Die Situation geht bei Mannschaft und Trainer an die Substanz

"Das geht langsam nicht nur bei der Mannschaft, sondern auch bei mir an die Substanz", verrät Kleider. "Du gehst abends ins Bett und denkst an Eishockey und wie man das lösen kann und wenn du aufstehst, gleich wieder." Eine Absage der Partie ist nicht möglich, da dafür immer noch zu viele Spieler einsatzfähig sind. Eine Anfrage auf Spielverlegung lief ins Leere, da für Königsbrunn bereits zwei verlegte Partien anstehen.

Somit dürfte für Goalie Benedict Roßberg wieder Schwerstarbeit anstehen. Der Schlussmann der Schweinfurter stand bislang in allen Partien auf dem Eis und räumte dabei nur bei der Klatsche in Kempten vorzeitig seinen Platz im Tor. "Da habe ich die Reißleine gezogen", so Roßberg, der ansonsten nicht über die körperliche Belastung klagt. "Um solche Situationen zu meistern, trainiere ich seit meiner Kindheit in jedem Sommer sehr hart."

Die Mannschaft ist enger zusammengerückt

Es sei mehr die mentale Belastung, auch schlechtere Spiele wie in Kempten, schnell abzuhaken und sich sofort wieder auf den nächsten Gegner zu fokussieren. Insgesamt sieht er sein Team, trotz der Rückschläge am vergangenen Wochenende und der mehr als schwierigen Personalsituation, gerade im Vergleich zur Vorsaison, auf einem guten Weg. "Wir sind als Mannschaft viel enger zusammengerückt. Was noch fehlt ist, dass wir unser Leistungsvermögen auch konstant abrufen."

Momentan falle die Mannschaft immer wieder mal in alte Fehler der Vorsaison zurück. Ein Faktor sei dabei aber sicher auch die hohe Belastung, "die natürlich um Weihnachten rum nochmal zunehmen wird". Daher hofft nicht nur Roßberg dass sich das Lazarett nach diesem Wochenende endlich lichten wird.

Benedict Roßberg hat ein einfaches Erfolgsrezept

Dennoch hat er bereits für den Auftritt in Königsbrunn ein Rezept, um auch dort zählbares mitzunehmen: "Wir sind oft am Gegner dran, schaffen es dann aber nicht, den Schläger zu kontrollieren. Und damit werden im Eishockey schließlich die Tore gemacht. Das müssen wir besser machen. Und dann muss ich dafür sorgen, Nachschuss-Chancen zu verhindern. Da muss ich mich auch an die eigene Nase fassen", so der Goalie selbstkritisch. 

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