Würzburg

1:1 gegen den Club: Kämpfende Kickers holen einen Punkt

Die Rothosen verschlafen die Anfangsphase, beweisen aber Moral und ringen dem 1. FC Nürnberg ein Unentschieden ab.
Bejubeln das 1:1: Tobias Kraulich, Patrick Sontheimer, Dominic Baumann, Torschütze Lars Dietz und Vorlagengeber Rolf Feltscher (von links).
Foto: foto2press/Frank Scheuring | Bejubeln das 1:1: Tobias Kraulich, Patrick Sontheimer, Dominic Baumann, Torschütze Lars Dietz und Vorlagengeber Rolf Feltscher (von links).

Was wäre drin gewesen in dieser Partie, hätten die Würzburger Kickers nicht 70, sondern 90 Minuten lang mitgespielt? Eine obsolete Frage. So stand es, als Schiedsrichter Tobias Reichel zum letzten Mal an diesem Sonntag in seine Pfeife blies, 1:1 gegen den 1. FC Nürnberg. "Unter dem Strich ist das Ergebnis leistungsgerecht", sagten Rothosen-Coach Ralf Santelli und Club-Trainer Robert Klauß hinterher unisono. Wenngleich der Auftritt streckenweise gefallen konnte, stehen die Kickers mit nun 20 Punkten weiterhin am Tabellenende der Zweiten Fußball-Bundesliga.

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Mit fünf Veränderungen im Vergleich zum 2:1-Auswärtssieg bei Hannover 96 am Donnerstagabend aufgelaufen, erwischten die Würzburger einen katastrophalen Start in das Heimspiel gegen den Club. Völlig fahrig agierend, stand die fünfte Spielminute sinnbildlich für nervöse Rothosen in dieser Anfangsphase: David Kopacz' Klärungsversuch geriet zur Bogenlampe in den eigenen Strafraum, der gebürtige Bamberger Erik Shuranov bedankte sich und nickte dank des passiven Abwehrverhaltens von Kickers-Verteidiger Christian Strohdiek zur Führung ein. Ein "Geschenk" nannte Santelli den Aussetzer.

Kein Aussetzer, aber allemal eine höchst umstrittene Aktion war dann der Auftritt des Unparteiischen in der 19. Minute: Als Lukas Mühl den entwischten Ridge Munsy als letzter Mann zu Boden riss, entschied Reichel auf Foul - zückte aber nur Gelb für den Nürnberger Innenverteidiger. Santelli, der umgehend die empört aufgesprungenen Würzburger Ersatzleute wieder auf ihre Plätze beorderte, wollte die Entscheidung auch nach der Partie nicht beurteilen. "Das ist nicht meine Aufgabe. Ich bin Fußballtrainer und kein Schiedsrichter", sagte der 52-Jährige. "Ich versuche, die Emotionen unter Kontrolle zu bringen und Lösungen auf dem Platz zu finden."

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Beides hat er geschafft. Aber der 20. Minute fingen die Kickers an, mitzuspielen. "Würzburg war deutlich zweikampfstärker", sagte Klauß dazu. "Wir sind viel hinterhergelaufen." In der Tat sprangen kaum gute Chancen für den Club heraus. Auf Seiten der Würzburger vergab Mitja Lotric die beste Möglichkeit in der 38. Minute. Die Kickers sollten sich aber für ihre Mühe belohnen: Nach einer weiteren Schiedsrichter-Entscheidung gegen sich - Johannes Geis bekam einen Schuss von Dominic Baumann im Sechzehner an die Hand, Reichel ließ weiterspielen - sorgte Lars Dietz nach einem Freistoß von Rolf Feltscher per Kopf für den Ausgleich (78.). Diesen Freistoß hätte es aber ebenfalls nicht geben dürfen - eine Fehlentscheidung Reichels gegen den Club.

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