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Rimpars Wölfen geht am Ende die Puste aus

Im fünften Spiel in 13 Tagen kassieren die Zweitliga-Handballer beim TV Hüttenberg eine denkbar knappe 22:23-Niederlage. Eine Hauptrolle spielt dabei ein Teufelskerl im Tor.
Bitter enttäuscht nach der knappen Last-Minute-Niederlage in Hüttenberg: Rimpars Philipp Meyer.
Foto: Marc Thürmer | Bitter enttäuscht nach der knappen Last-Minute-Niederlage in Hüttenberg: Rimpars Philipp Meyer.

TV Hüttenberg – DJK Rimpar Wölfe 23:22 (11:7)

Trotz einer Leistungssteigerung nach der Pause haben die Zweitliga-Handballer der DJK Rimpar Wölfe am Freitagabend nach einem spannenden Match beim TV Hüttenberg denkbar knapp mit 22:23 (7:11) verloren. Damit mussten sie in der Tabelle die Mittelhessen an sich vorbeiziehen lassen. Völlig überraschend gewannen parallel das Schlusslicht Fürstenfeldbruck gegen den VfL Gummersbach (32:25) und der Wilhelmshavener HV beim ASV Hamm-Westfalen (32:31).

"Wir verlieren das Spiel heute in der ersten Halbzeit mit sieben bis acht technischen Fehlern. Diese Hypothek war einfach zu hoch", sagte DJK-Coach Ceven Klatt hernach: "Dennoch haben wir uns sehr gut zurückgekämpft und in der zweiten Halbzeit die besseren Entscheidungen getroffen." Am Ende hätten nach dem fünften Spiel innerhalb von 13 Tagen ein bisschen die Kräfte gefehlt.  

Rimpar sieben Minuten ohne Treffer

Eigentlich brauchen sich die Rimparer nicht grämen. Ein Erstligist brachte am 29. November des vergangenen Jahres in der Rittal Arena zu Wetzlar sogar nur sechs und fünf Tore in einer Halbzeit zustande, um am Ende mit 11:29 (6:13) zu verlieren. Es waren die Eulen Ludwigshafen, der künftige Klub des Noch-Wölfe-Trainers Klatt. Gegner war seinerzeit allerdings nicht der TV Hüttenberg, sondern der Hausherr HSG Wetzlar, aktueller Tabellenachter im Handball-Oberhaus.

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Eine Etage tiefer schafften die Unterfranken in der Rittal Arena - dorthin weicht der TVH in dieser Saison coronabedingt aus - vor der Pause nur sieben Treffer. Die wirbelnde 3:2:1-Deckung der Mittelhessen schmeckte den Gästen diesmal zunächst überhaupt nicht. Und dann wuchs auch noch der schon 40-jährige TVH-Schlussmann Nikolai Weber mit zahlreichen Paraden über sich hinaus. Nach fast sieben torlosen Zeigerumdrehungen stand auf Rimparer Seite in der 26. Minute vorne sogar nur die vier. Anschließend konnten immerhin noch zweimal Felix Karle und einmal Steffen Kaufmann den routinierten Hüttenberger Torwart überwinden.

Nikolai Weber trumpft groß auf

Weil sein Gegenüber Marino Mallwitz seine Sache auch erneut gut machte und Andreas Wieser einen Siebenmeter parierte, waren die bissigen Wölfe beim 7:11 in der Pause noch im Geschäft. Sie spielten ihre Angriffe nun immer besser auf den Punkt, scheiterten jedoch zu Beginn des zweiten Abschnitts noch zweimal im Eins-gegen-eins an Weber.

Da aber die Gastgeber im Rückzug so ihre Probleme hatten und Kaufmann mit seinen Pässen in der TVH-Abwehr für viel Unruhe sorgte, kamen die Unterfranken dennoch heran. DJK-Linksaußen Tommy Wirtz verkürzte in der 41. Minute auf 13:14 – und zwang TVH-Trainer Johannes Wohlrab so zu einer Auszeit. Wieder auf dem Feld, verhinderte Teufelskerl Weber mit dem nächsten gehaltenen Siebenmeter gegen DJK-Kapitän Patrick Schmidt den Ausgleich, der Benedikt Brielmeier dann doch gelang (15:15, 45.).

Kaufmann zaubert, Wieser siebenmetert

Wenig später besorgten Kaufmann dann selbst und schließlich auch Yannick Bialowas von der Strafwurf-Linie erstmals eine Zwei-Tore-Führung der Gäste. Die Mittelhessen konterten mit einem 4:0-Lauf, nur unterbrochen von einer Auszeit Klatts.

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Doch noch gab sich Rimpar nicht geschlagen. Vorne zauberte Kaufmann weiter – und hinten hielt Wieser mit seiner zweiten Aktion auch den zweiten Siebenmeter (56.). So konnte Schmidt gegen seinen früheren Klub zum 22:22 ausgleichen. Auf der Gegenseite übernahm jedoch auch Hüttenbergs Ian Weber Verantwortung – und erzielte bei angezeigtem Zeitspiel mit dem letztmöglichen Wurf den 23:22-Siegtreffer.

Unterfrankenderby gegen Großwallstadt

Bis dato hatten die Rimparer fast nur gute Erinnerungen an Hüttenberg. Gegen den TVH gelang 2013 zu Hause der erste Zweitliga-Sieg, dem die Wölfe gegen diesen Kontrahenten anschließend neben zwei Remis noch sieben weitere Siege folgen ließen. Am Freitagabend kam die erst zweite Niederlage in diesem Duell hinzu.

Nach drei Spielen in sechs Tagen haben die Rimparer nun etwas Zeit, um durchzuatmen – und sich auf das unterfränkische Derby vorzubereiten. Am kommenden Freitagabend gastiert der TV Großwallstadt in die s.Oliver Arena.

Die Statistik des Spiels

Rimpar: Mallwitz (1.-60., 11), Wieser (drei Siebenmeter, 2/2) – Schömig, Karle 5, Neagu, Schmidt 4, Kaufmann 3, Siegler 1, Wirtz 1, Meyer, Schulz 2, Kovacic 2, Brielmeier 3, Sauer, Bialowas 3/1.
Hüttenberg: N. Weber (1.-60., 9/2) – Fuss 2, Schwarz, Kneer, Theiss 2, Fujita, I. Weber 5, Rompf 4/1, Lindenstruth, Reichl 2, Mubenzem, Hahn 1/1, Klein 1, Jockel, Schreiber 6.
Spielfilm: 1:2 (3.), 3:2 (11.), 6:3 (16.), 8:4 (23.), 10:5 (27.), 11:7 (Halbzeit), 12:11 (37.), 15:13 (43.), 15:17 (47.), 18:17 (51.), 21:21 (57.), 23:22 (Endstand).
Siebenmeter: 4/2 : 4/2.
Zeitstrafen: 3:2.
Schiedsrichter: Maximilian Engeln/Felix Schmitz (beide Bergische Panther).
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