Heidingsfeld

DFB-Pokal: Kickers-Frauen wachen in Ingolstadt zu spät auf

In ihrem ersten offiziellen Spiel als Zweitligist zahlen die Aufsteigerinnen aus Würzburg Lehrgeld. Ihre Aufholjagd nach einem 0:3-Rückstand wird nicht belohnt.
Die Zweitliga-Frauen des FC Würzburger Kickers schieden im DF'B-Pokalwettbewerb in der ersten Runde aus. 
Foto: Paul Zottmann | Die Zweitliga-Frauen des FC Würzburger Kickers schieden im DF'B-Pokalwettbewerb in der ersten Runde aus. 

Der erste offizielle Auftritt der Fußballfrauen des FC Würzburger Kickers hat mit einer Aufholjagd geendet – allerdings ohne Happy-End. Im DFB-Pokal-Erstrundenspiel vor 180 Zuschauern im Ingolstädter MTV-IN-STADION unterlag die Elf von Trainer Gernot Haubenthal dem künftigen Zweitliga-Konkurrenten FC Ingolstadt mit 2:3 (0:2) und schied somit aus dem Wettbewerb aus.

Medina Desic zunächst auf der Bank

"Den Gegner hätte man schlagen können", befand ein enttäuschter Kickers-Coach im Nachgang, der in der Startelf sechs Neuzugängen das Vertrauen schenkte. Darunter die beiden US-Amerikanerinnen Kaiya McCullough und Arianna Veland, deren Spielgenehmigung durch den DFB erst wenige Stunden vor dem Anpfiff eintraf. Stürmerin Medina Desic, die erst am Mittwoch von einer zehntägigen Länderspielreise mit der montenegrinischen Nationalmannschaft zurückgekehrt ist, musste zunächst auf der Ersatzbank Platz nehmen.

Einem möglichen Weiterkommen im Pokalwettbewerb im Wege stand allerdings ein über rund 50 Minuten nervöses Spiel der Rothosen, geprägt von zahlreichen Ungenauigkeiten und Fehlern im Spielaufbau. Zwei der zahlreichen individuellen Patzer führten innerhalb einer Minute gegen Ende des ersten Durchgangs zum Doppelschlag der Gastgeberinnen - durch ein Eigentor der Würzburgerin Kaiya McCullough (35.) zum 1:0 und kurz darauf zum 2:0 durch Ingolstadts Mittelfeldfrau Alina Mailbeck (36.).

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"In der Halbzeit haben wir etwas umgestellt und die Mannschaft noch mal etwas ins Gebet genommen", erklärte Haubenthal. Der nächste Rückschlag für den Aufsteiger ließ jedoch keine 180 Sekunden auf sich warten. Direkt nach dem Seitenwechsel erhöhten die "Schanzerinnen" nach einem neuerlichen leichtfertigen Abspielfehler der Kickers durch Selina Walter auf 3:0 (48.).

Dem hohen Rückstand zum Trotz zeigten die Kickers-Frauen ihr Kämpferherz und kamen durch Kopfballtore von US-Neuzugang Arianna Veland (71.) und der eingewechselten Top-Torjägerin der vergangenen Saison, Medina Desic (76.), noch einmal bis auf 2:3 heran. Dem hohen Tempo und Druck der Haubenthal-Elf in der Schlussphase, bei der eine Vielzahl von Einschussmöglichkeiten ungenutzt blieben, hielt die Heimelf aber stand.  

Haubenthal: "Selber schuld"

"Im Endeffekt waren wir selber schuld", ärgerte sich Haubenthal über den missglückten Pflichtspielstart: "Die Anfangsphase haben wir völlig verpennt. Da standen wir völlig neben dem Platz." Zuversichtlich stimmt vor dem Zweitligastart am kommenden Wochenende zumindest das Gezeigte nach dem 0:3. "Da haben meine Spielerinnen sich noch einmal besonnen, wie man Fußball spielt", meinte der Coach: "Letztlich mussten wir gegen einen erfahreneren Gegner Lehrgeld zahlen."

FC Ingolstadt – FC Würzburger Kickers 3:2 (2:0)

Ingolstadt: F. Maier – Zeller (58. Röger), Spittka, Fritz (77. Ebert), Scharly (77. Guttenberger) – Mailbeck, Reischmann, Haim, R. Maier, Walter (58. Thöle) – Buckel (65. Budnick).
Würzburg: Wagner – Dickmeis, Bohn, McCullough – Klärle (49. Kreusser), Hanke (70. Hofmann), Ansmann, Veland, Neufeld (33. Desic) – Gerst, Gath.
Schiedsrichterin: Silke Fritz (Abtsgmünd).
Zuschauer: 180.
Tore: 1:0 Kaiya McCullough (35., Eigentor), 2:0 Alina Mailbeck (36.), 3:0 Selina Walter (48.), 3:1 Arianna Veland (71.), 3:2 Medina Desic (76.).

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