Sanderau

Gute Stimmung ohne Autogramme bei Rimpars Heimspiel

Knapp 600 Zuschauer bei Zweitliga-Partie gegen den TV Hüttenberg. Die erlebten bei der Begegnung einiges, was ungewohnt war.
Zuschauerrückkehr in der s.Oliver Arena beim Heimspiel der DJK Rimpar Wölfe: Knapp 600 Menschen kamen.
Foto: foto2press/Frank Scheuring | Zuschauerrückkehr in der s.Oliver Arena beim Heimspiel der DJK Rimpar Wölfe: Knapp 600 Menschen kamen.

Am 7. März 2020 sind zum Zweitliga-Handballspiel zwischen den Rimparer Wölfen und dem TV Hüttenberg 1507 Zuschauern in die s.Oliver Arena gekommen, darunter auch ein Tross aus Mittelhessen. Mehr als sieben Monate später waren es beim gleichen Duell lediglich 572 Besucher, ohne Gästefans. Das lag nicht daran, dass der Sport im Sommer an Attraktivität eingebüßt hat. Oder sich die neue Saison nach dem Abbruch nun in einem sehr frühen Stadium befindet.

Nein, schuld daran hat natürlich das Virus namens Sars-Cov-2. Immerhin: Die Handballer dürfen derzeit in der etwa 3000 Zuschauer fassenden s.Oliver Arena vor bis zu 1000 Fans spielen. Die Wölfe hatten sich für diesen ersten realen Probelauf selbst eine Maximalgrenze von 600 auferlegt. Und annähernd so viele waren an diesem Samstag dann auch gekommen. Die großen Trommeln hätten geschlagen werden dürfen, kamen aber nicht zum Einsatz. Doch die Zuschauer ließen es sich nicht nehmen – erwärmt vom Sahnestart ihrer Wölfe – für Stimmung zu sorgen. Sie klatschten, jubelten – und demonstrierten auf diese Weise, dass es eine Zwischenstufe zwischen Geisterspielen und einer gut gefüllten Halle wie vor Corona geben kann.

Gutes Gefühl bei Ceven Klatt

"Es war schön, wieder vor Zuschauern spielen zu können", sagte DJK-Trainer Ceven Klatt auf der diesmal direkt hinter dem Spielfeld stattfindenden Pressekonferenz. "Die Mannschaft hat sich über jeden Einzelnen gefreut." Sein unterlegener Gegenüber Frederick Griesbach hatte derweil noch keinen Gedanken daran verschwendet: "Sorry, aber die Atmosphäre in der Halle war heute mein geringstes Problem." Die Hüttenberger hatten bei ihrem ebenfalls verlorenen Saisonauftakt daheim ohne Fans spielen müssen. Klatt lobte die Verantwortlichen des Hygienekonzepts, die sehr gute Arbeit geleistet hätten. Und so hielten sich auch die Einschränkungen für die Besucher in Grenzen.

Gut, die meisten Zuschauer mussten vor der Halle essen und trinken, während die VIP-Gäste im großen Foyer versorgt wurden. Provisorisch aufgeklebte Pfeile zeigten die zu gehenden Wege in Richtung Sanitäranlagen und Sitzplätzen. Auf der Tribüne sollte nur jede dritte Reihe besetzt werden. Darauf wies Hallensprecher Gerd Nöth genauso hin wie, dass die Zuschauer im Innenbereich herausspringende Bälle nicht mit der Hand anfassen sollen. Das aber ist bei diesen klebrigen Harzledern ohnehin kein Zuckerschlecken.

Streng geschütztes Feld

Die Kinder mussten da schon eine größere Kröte schlucken. Denn sie dürfen bis auf weiteres keine Autogramme bei den – immer wieder aufs Neue getesteten – Spielern holen. Das Feld ist streng geschützt, selbst ein externer Wischer darf es nicht betreten, weshalb der verletzte Lukas Siegler die entstandenen glatten Flächen ausmerzte. Das nächste Heimspiel der Rimparer Handballer findet am Mittwoch, 21. Oktober, um 20 Uhr gegen den ASV Hamm-Westfalen statt.

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