Würzburg

Kickers: Papa Feick und das Wiedersehen mit seinem Ex-Klub

Der Würzburger Kapitän musste beim Hinspiel gegen Heidenheim schon früh verletzt vom Platz. Für das Rückspiel ist er fit - und geht mit positiven Emotionen in die Partie.
Verletzt nach nur 17 Minuten: Arne Feick (am Boden liegend) muss nach einem Foulspiel des Heidenheimers Robert Leipertz (rechst) behandelt werden. Ewerton und Lars Dietz (von rechts) sorgen sich um das Wohl ihres Kapitäns, der für das Rückspiel am Freitagabend fest eingeplant ist.
Foto: foto2press/Frank Scheuring | Verletzt nach nur 17 Minuten: Arne Feick (am Boden liegend) muss nach einem Foulspiel des Heidenheimers Robert Leipertz (rechst) behandelt werden.

Nach nur 17 Minuten beim ersten Wiedersehen mit seinem Ex-Klub musste Arne Feick wieder runter vom Platz. Robert Leipertz hatte den Kapitän der Würzburger Kickers ungestüm von den Beinen geholt, an weiterspielen war nicht zu denken. Der Rest ist bekannt: Der 1. FC Heidenheim besiegte die Rothosen mit 4:1, Feick zog sich eine Kapselverletzung zu und verpasste die folgenden drei Partien. Es waren die einzigen Begegnungen - plus des quarantänebedingten Ausfalls gegen den SV Darmstadt - in denen der 32-Jährige nicht in der Startelf des Würzburger Fußball-Zweitligisten stand.

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Die Begegnung auf der Ostalb blieb aber nicht nur aufgrund Feicks Verletzung und daraus resultierenden Instabilität der Kickers-Defensive in Erinnerung. Es war außerdem der letzte Spieltag mit Marco Antwerpen als Chefcoach an der Seitenlinie. Trotz einer nach Spielende ausgesprochenen Jobgarantie durch Felix Magath, Fußball-Boss des Investors, war der 49-Jährige wenig später Geschichte am Dallenberg. Inzwischen trainiert er den 1. FC Kaiserslautern in der Dritten Liga.

"Ich habe tatsächlich noch sehr viel Kontakt nach Heidenheim. Über die fünf Jahre sind einige enge Freundschaften entstanden", sagt Feick vor dem Heimspiel der Kickers gegen das Team von Trainer Frank Schmidt am Freitagabend (18.30 Uhr). Ob sich Trainer Bernhard Trares diese Kontakte zum nächsten Kontrahenten zunutze gemacht hat? "Selbstverständlich haben wir uns ausgetauscht", sagt Feick. Fünf Jahre lang trug der Linksverteidiger das Heidenheimer Trikot, ehe er nach Würzburg wechselte. In seiner letzten Spielzeit vor dem Transfer hatte der Routinier kaum noch Spielzeit bekommen.

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An der Situation des Tabellenletzten hat sich trotz der 0:3-Niederlage beim neuen Spitzenreiter VfL Bochum nichts geändert. Die für die Kickers entscheidenden Spiele kommen noch. Dennoch war der ernüchternde Auftritt im Ruhrgebiet ein herber Dämpfer. "Es war nach dem Spiel eine große Enttäuschung zu spüren", bestätigt Feick. "Aber das ist auch gut so. Wir sind sehr selbstkritisch in der Analyse gewesen." Trares antwortete darauf seinerseits mit Training, die Leistung habe keinerlei Anlass zur Erteilung eines freien Tags gegeben.

Heidenheim seit vier Spielen ohne Niederlage

Im eigenen Stadion, wo die Kickers zuletzt Fortuna Düsseldorf (2:1) und den Hamburger SV (3:2) bezwingen konnten, wollen die Kickers ihrem Spielführer zufolge "einen neuen Anlauf" nehmen. Man müsse die Entwicklung in die richtige Richtung fortsetzen, "auch wenn man mal stolpert". Rückschläge waren gegen die Spitzenmannschaften der Zweiten Liga erlaubt - um den Relegationsplatz nicht komplett aus den Augen zu verlieren, müssen die Kickers aber anfangen, Punkte zu holen. Auch wenn der kommende Gegner seit vier Spielen ungeschlagen ist und sich in der Tabelle bis auf Rang sechs hochgearbeitet hat.

Dass der Abwehrmann gegen seine ehemaligen Kollegen mit einer gewissen Extraportion Siegeshunger in das Duell gehen wird, ist nicht nur aufgrund des schmerzvoll verkürzten, ersten Aufeinandertreffens klar. Auch privat hat Feick vor diesem 24. Spieltag einen positiven Schub erfahren: Der Kapitän ist zum zweiten Mal Vater geworden, das Kind ist wohlauf. "Wir sind überglücklich, dass die Kleine endlich da ist", beschreibt Feick seine derzeitige Gefühlswelt. "Hinter uns liegt einer der schönsten Tage in unserem Leben. Das löst unglaubliche Gefühle aus." Bleibt für die Kickers zu hoffen, dass sich diese Emotionen positiv auf das Spiel am Freitagabend auswirken.

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