Würzburg

Kickers-Sportvorstand Schuppan glaubt weiter an den Klassenerhalt

Auch nach der bitteren Niederlage in Kiel wollen die Rothosen nicht mit der Drittliga-Planung beginnen, sondern ihre Chance auf den Nichtabstieg nutzen.
Kickers-Vorstand Sport Sebastian Schuppan (links) glaubt weiter an Trainer Bernhard Trares und sein Team.
Foto: foto2press/Frank Scheuring | Kickers-Vorstand Sport Sebastian Schuppan (links) glaubt weiter an Trainer Bernhard Trares und sein Team.

Sebastian Schuppan ist noch zwei Tage nach der 0:1-Niederlage bei Holstein Kiel ratlos. "Ich suche noch nach den Szenen, in denen es der Videobeweis mit uns gut meint. Leider ist diese Suche endlos und erfolglos." Der Vorstand Sport bei Fußball-Zweitligist Würzburger Kickers hatte in der ersten Erregung nach der Partie am Freitagabend schon gesagt: "Wir fühlen uns wie Fußabtreter. Du verlierst den Glauben an die Gerechtigkeit im Sport." Doch die Saison geht ja weiter, und aufstecken wollen die Kickers trotz der jüngsten Rückschläge nicht. Mit etwas Abstand bleibt bei Schuppan auch aus der Partie in Kiel einiges Positives hängen, wenngleich er den Auftritt vor allem im Spiel nach vorne nicht so überzeugend fand wie in den Wochen zuvor.

Lesen Sie auch:

Nach den Partien gegen die Aufstiegsaspiranten Düsseldorf (2:1), Fürth (1:4) und Kiel bleibt das Fazit: die Kickers können mithalten, das Punktekonto braucht aber weiter eine Aufbesserung. "Wir wussten, dass wir durch eine schwierige Phase gehen. Wir wissen aber auch, und das ist das Entscheidende, dass wir diese gestärkt und erfolgreich verlassen können." Die nächsten Gegner sind am kommenden Sonntag der Tabellenerste Hamburger SV und eine Woche später der Zweitplatzierte VfL Bochum.

Spiele also, in denen es eigentlich nicht viel zu holen gibt für den Tabellenletzten. Mit zwölf Punkten nach 18 Spielen hat ohnehin noch nie ein Klub den Klassenerhalt in der Zweiten Bundesliga geschafft. Würde es da nicht Sinn machen, schon jetzt auf Spieler zu setzen, die auch nach einem möglichen Drittliga-Abstieg bei der Stange bleiben? Schuppan widerspricht vehement. Die Kickers haben sich im Kampf um den Klassenerhalt noch lange nicht aufgegeben, so die Botschaft des Sportvorstands: "Vor allem im Fußball ist das Unmögliche möglich. Wenn man es will oder auch mal erzwingt. Wir glauben an beides."

Lesen Sie auch:

In den letzten Wochen habe Trainer Bernhard Trares mit der Mittelfeld-Raute ein System gefunden, in dem sich das Team wohlfühle, findet Schuppan. Ein System, das viel Laufarbeit vor allem von den beiden Mittelfeldspielern auf den äußeren Positionen fordert. 13,88 Kilometer lief beispielsweise Martin Hasek in Kiel - mehr als jeder andere Zweitliga-Spieler an diesem Spieltag und über einen Kilometer mehr, als der Zweitplatzierte in dieser Statistik, Patrick Kammerbauer von Eintracht Braunschweig (12,76 Kilometer). "Mit dem Ball kann er noch besser spielen", sagt Schuppan über den Tschechen. Das Team soll sich noch entwickeln, auch wenn die Zeit langsam knapp wird. Die Hoffnung hat Schuppan längst noch nicht aufgegeben.

Themen & Autoren
Würzburg
Frank Kranewitter
Eintracht Braunschweig
FC Würzburger Kickers
Gerechtigkeit
Holstein Kiel
Mittelfeldspieler
VfL Bochum
Videobeweis
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (3)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!