Würzburg

Nach Rassismus-Vorfall in Münster: Bundesweites Stadionverbot

Der Verein hat sich am Montag noch einmal zu den rassistischen Beleidigungen gegen den Würzburger-Kickers-Akteur Leroy Kwadwo geäußert.
Münsters Geschäftsführer Sport Malte Metzelder (rechts) entschuldigt sich noch auf dem Platz bei Kickers-Akteur Leroy Kwadwo für die rassistischen Ausfälle eines Zuschauers. In der Mitte: Kickers-Vorstandsvorsitzender Daniel Sauer
Foto: foto2press/Frank Scheuring | Münsters Geschäftsführer Sport Malte Metzelder (rechts) entschuldigt sich noch auf dem Platz bei Kickers-Akteur Leroy Kwadwo für die rassistischen Ausfälle eines Zuschauers.

Fußball-Drittligist Preußen Münster hat auf den Rassismus-Vorfall beim 0:0 gegen die Würzburger Kickers schnell reagiert und gegen den 29-jährigen Täter bereits am Montag ein dreijähriges Stadionverbot ausgesprochen, das bundesweit gilt. Es ist das höchstmögliche Strafmaß, das die Regularien vorsehen. Preußen-Präsident Christoph Strässer sagte: "Das mindeste, das wir nun tun können ist, dass diese Person nicht mehr in unser Stadion kommt." Außerdem kündigte der Verein an, die zu erwartende Geldstrafe durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) an den Täter weiterreichen zu wollen. Der DFB-Kontrollausschuss hat bereits Ermittlungen eingeleitet. Außerdem erwartet den Mann ein Verfahren wegen Volksverhetzung.

Kickers-Akteur Leroy Kwadwo war in der 85. Spielminute der Partie am Freitagabend von einem Zuschauer auf der Haupttribüne mit Affenlauten beleidigt worden. Der Täter war durch die Mithilfe anderer Besucher schnell ermittelt worden. Ein Großteil der über 5000 Zuschauer reagierte mit "Nazis raus"-Rufen auf den Vorfall und spendete Kwadwo aufmunternden Beifall.

"Wir dulden keine Form der Diskrimierung", stellt Münsters Präsident Strässer auf der Internetseite des Klubs klar: "Die Würde des Menschen ist unantastbar. Das gilt für jeden, der sich in diesem Land bewegt."

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