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Rimpar gegen Eisenach: Duell der Rumpfkader

Nach drei Corona-Fällen werden die restlichen Wölfe-Spieler wohl aus der Quarantäne entlassen. Ein Training bleibt ihnen zur Vorbereitung auf den ebenfalls geschwächten Gegner.
Alles nicht so einfach in diesen Tagen: Rimpars Trainer Ceven Klatt hat nach drei Corona-Fällen nicht sehr viel Personal zur Verfügung.
Foto: foto2press/Frank Scheuring | Alles nicht so einfach in diesen Tagen: Rimpars Trainer Ceven Klatt hat nach drei Corona-Fällen nicht sehr viel Personal zur Verfügung.

Handball, 2. Bundesliga
DJK Rimpar Wölfe - ThSV Eisenach
(Samstag, 17 Uhr, s.Oliver Arena)

Ceven Klatt ist ein gelassener Typ. Doch in diesen Tagen klingt der Trainer des Handball-Zweitligisten DJK Rimpar Wölfe (12./9:9) angespannt. Verwunderlich ist das nicht nach den vergangenen beiden Wochen. Drei Corona-Fälle in der Mannschaft, zwei Spiel-Absagen, Quarantäne für alle. Und nun das letzte Heimspiel des Jahres vor der Brust, für das an diesem Freitag ein einziges Training zur Vorbereitung bleibt. 

Erst seit Donnerstag steht überhaupt so gut wie fest, dass die Partie gegen den ThSV Eisenach (10./10:12) am Samstag mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit stattfinden kann –nachdem fast alle der nichtinfizierten Spieler zum dritten Mal negativ getestet waren und mit Erlaubnis des Gesundheitsamtes somit wieder raus aus der häuslichen Islolation dürfen. Drei Testergebnisse standen am Abend (20 Uhr) zwar noch aus, doch da alle Handballer ihre Wohnungen seit vergangenen Dienstag (8.12.) nicht verlassen durften, können sie sich praktisch nirgendwo mit Covid-19 angesteckt haben.

"Wir gehen davon aus, dass wir spielen", sagte Geschäftsführer Roland Sauer noch bevor die letzten drei Ergebnisse vorlagen und informierte über eine frühere Anpfiffzeit. Damit alle die Ausgehsperre ab 21 Uhr einhalten können, wird die Partie von 19.30 Uhr auf 17 Uhr vorverlegt. 

Elf Spieler verbleiben 

"Es ist eine für uns alle neue Situation, auch für mich. Wir nehmen sie an, ohne zu jammern. Erst mal bin ich froh, dass wir wieder spielen dürfen, dass die drei Betroffenen einen milden Verlauf haben und wir damit insgesamt relativ glimpflich davongekommen sind", sagt Klatt. Gleichwohl schränkt der 37-Jährige ein: "Aber natürlich kann ich die Mannschaft unter den Umständen nicht so gut auf den Gegner vorbereiten, wie ich es gerne würde."

Er hofft, dass sich seine verbleibenden elf Spieler – Rechtsaußen Julian Sauer und Rückraumakteur Lukas Siegler fehlen zudem nach wie vor verletzt – zumindest mit Home-Workouts einigermaßen fit gehalten und fleißig Eisenach-Videos angeschaut haben. Eventuell will Klatt den schmalen Kader mit Talenten aus der zweiten Mannschaft aufstocken. 

Hiobsbotschaft für Eisenach

Mit Personalsorgen hat indes auch der Gegner zu kämpfen. Die von Markus Krauthoff-Murfuni trainierten Thüringer erreichte zuletzt die Hiobsbotschaft, dass sich Mittelmann Jonas Ulshöfer im Derby gegen den Dessau-Roßlauer HV am Samstag eine Meniskusverletzung samt Kreuzbandriss zugezogen hat und bis zu einem Jahr ausfallen wird. Damit steht den Gästen mit dem 20-jährigen Slowenen Martin Potisk wohl nur ein gelernter Spielmacher zur Verfügung. Und in Hannes Iffert auch nur ein Kreisläufer, denn Justin Mürköster (schwere Knieverletzung) und Kristian Beciri (Bänderriss im Fuß) fehlen ebenfalls. 

Schlüsselspieler im Team der körperlich starken, robusten Wartburgstädter ist Alexander Saul im rechten Rückraum, zugleich bester Feldtorschütze. Gefährlich und treffsicher sind auch die Außen, Willy Weyhrauch und Ante Tokic (rechts) sowie Ivan Snajder und Adrian Wöhler (links). Mit Daniel Dicker auf Halblinks und Thomas Eichberger im Tor hat der Klub zwei österreichische Nationalspieler in seinen Reihen.

Klatt gegen seinen Trauzeugen

"Ich hoffe, dass wir möglichst schnell einen Rhythmus finden und es schaffen, die Begleitumstände auszublenden", so Klatt. "Wenn es uns gelingt, einfach Handball zu spielen, mit möglichst viel Spaß, dann haben wir trotz allem eine Chance." Der DJK-Coach selbst freut sich auch auf ein Wiedersehen mit seinem Trauzeugen: ThSV-Manager René Witte ist einer seiner ältesten und engsten Freunde

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