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Rückkehr der Zuschauer zu den letzten Spielen der Rimparer Wölfe

Nach sieben Monaten Geistersaison dürfen die Handballer noch zweimal vor Fans auflaufen. Deren Unterstützung können sie gut gebrauchen: Es geht noch um den Klassenerhalt.
Die Handballer der DJK Rimpar Wölfe freuen sich über Fans bei den letzten beiden Heimspielen der Saison. Allerdings könnte  Steffen Kaufmann (links) sein erstes Pflichtspiel in acht Jahren in Diensten der DJK wegen einer Verletzung am Daumen verpassen. 
Foto: foto2press/Frank Scheuring | Die Handballer der DJK Rimpar Wölfe freuen sich über Fans bei den letzten beiden Heimspielen der Saison. Allerdings könnte  Steffen Kaufmann (links) sein erstes Pflichtspiel in acht Jahren in Diensten der ...

Handball, Zweite Bundesliga
DJK Rimpar Wölfe - Wilhelmshavener HV
(Dienstag, 20 Uhr, s.Oliver Arena)

Die gute Nachricht aus Sicht der Fans vorneweg: Nach mehr als sieben Monaten Geistersaison darf Handball-Zweitligist DJK Rimpar Wölfe (14./27:37) seine letzten beiden Heimspiele vor Zuschauern austragen.

Wie Geschäftsführer Roland Sauer am Montag auf Anfrage dieser Redaktion bekannt gab, werden bereits am Dienstagabend, 8. Juni, 400 Dauerkartenbesitzer und VIP-Gäste in der s.Oliver Arena das wichtige Duell gegen den Wilhelmshavener HV (16./23:39) live verfolgen können. Gleiches ist für das Heimfinale am 19. Juni gegen den TuS N-Lübbecke geplant - vorausgesetzt, die Inzidenz in Würzburg bleibt weiter unter 50.

Tagestickets sind zumindest am Dienstag nicht erhältlich. Für die letzte Partie werde ein zusätzlicher Einzelkartenverkauf intern geprüft, heißt es vonseiten der Wölfe.

Stadt Würzburg gibt grünes Licht

"Ich habe in den letzten zwei Tagen sehr viel telefoniert", berichtet Sauer, der sich mit den Geschäftsführern der vier anderen bayerischen Handball-Bundesligisten HC Erlangen, HSC 2000 Coburg, TV Großwallstadt und TuS Fürstenfeldbruck um eine regelkonforme Auslegung der erst am Sonntag vorgelegten 13. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung der Landesregierung bemüht hatte, nachdem Ministerpräsident Markus Söder am Freitag zuvor bei der Bekanntgabe weitreichender Corona-Lockerungen nicht explizit auf den Hallensport eingegangen war.

Letztlich gab die Stadt Würzburg den Handballern am Montagnachmittag grünes Licht. "Wir haben eine Genehmigung für 600 Zuschauer, beschränken uns aber auf 400, um trotz der Gerüste auf der Tribüne in der Halle die Abstände einhalten zu können", erklärt Sauer.

Hoffen auf den Heimvorteil

Die Mannschaft dürfte sich über Unterstützung von den Fans mindestens ebenso freuen wie er. Denn gegen den WHV geht es um nicht weniger als um die letzten Punkte für den Klassenerhalt, die auf der Zielgeraden noch nötig sein könnten. Mit einem Sieg über die Niedersachsen dürfte er den Unterfranken praktisch nicht mehr zu nehmen sein.

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Der Heimvorteil könne womöglich noch mal fünf Prozent mehr aus der Mannschaft herauskitzeln, hofft Rimpars Interimstrainer Rolf Brack. Nach den ersten beiden Partien in eigener Halle im Oktober 2020 haben die Wölfe nur noch in leeren Arenen gespielt.

Brack als Psychologe gefragt

Brack ist nach der Niederlage gegen Tabellenführer Handball Sport Verein Hamburg am Freitag, der vierten Pleite in Serie und dem Abrutschen auf Rang 14, auch als Psychologe gefragt. "Ich werde das Spiel nicht zum Do-or-Die-Spiel erklären", betont der 67-Jährige vor der kniffligen Aufgabe gegen die Wilhelmshavener, die wegen eines Wechsels des wirtschaftlichen Trägers am Saisonende noch vier Punkte abgezogen bekommen und massiv unter Druck stehen. "Für uns gibt es immer noch deutlich mehr zu gewinnen als zu verlieren. Das ist psychologisch wichtig, um nicht zu verkrampfen, sondern möglichst locker zu bleiben."

"Es ist kein Geheimnis, dass ich ein großer Kaufmann-Fan bin. Er ist unser bester Angreifer, und selbst wenn er nur zu 60 oder 70 Prozent fit ist, ist er noch für ein paar Tore und Assists gut."
Rimpars Interimstrainer Rolf Brack über Steffen Kaufmann

Zumal die personelle Situation angespannt ist: Noch am Montagnachmittag war nicht klar, ob Abwehrchef Philipp Meyer (Sehenanriss am Ellbogen), der gegen Hamburg wegen Schmerzen nach rund 40 Minuten aufhören musste, noch mal auflaufen kann.

Verpasst Steffen Kaufmann sein erstes Pflichtspiel?

Ein ebenso dickes Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Steffen Kaufmann, der sich gegen den HSV am Daumen seiner Wurfhand verletzt hat. Rimpars Kreativdirektor hat in acht Jahren in Diensten der DJK alle 298 Pflichtspiele bestritten, 1153 Tore erzielt und 1038 Assists beigesteuert. 

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Auf die Frage, ob der 28-Jährige tatsächlich sein erstes Pflichtspiel verpassen könnte, antwortete Brack: "Es ist kein Geheimnis, dass ich ein großer Kaufmann-Fan bin. Er ist unser bester Angreifer, und selbst wenn er nur zu 60 oder 70 Prozent fit ist, ist er noch für ein paar Tore und Assists gut."

Will heißen: Sollte Kaufmann einen Ball halbwegs fangen und werfen können, dürfte er mindestens auf dem Spielberichtsbogen stehen - zumal der weite Linkshänder im rechten Rückraum, Lukas Böhm, auch noch an einer Fußblessur laboriert.

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