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Warum die Rimparer Wölfe schon wieder nicht spielen dürfen

Rimpars Handballern steht in der Zweiten Bundesliga die nächste unfreiwillige Pause bevor. Warum das Spiel in Dresden trotz Quarantäne-Ende beim Gegner nicht stattfinden kann.
Michael Schulz von den Rimparer Wölfen hätte am Samstag gegen seinen künftigen Verein gespielt. Doch der HC Elbflorenz Dresden sagte das geplante Heimspiel ab.
Foto: Frank Scheuring | Michael Schulz von den Rimparer Wölfen hätte am Samstag gegen seinen künftigen Verein gespielt. Doch der HC Elbflorenz Dresden sagte das geplante Heimspiel ab.

Wie Gegner HC Elbflorenz Dresden am Donnerstagnachmittag bekannt gegeben hat, wird sowohl das für Samstag geplante Heimspiel gegen Rimpar als auch die folgende Auswärtspartie am nächsten Mittwoch in Gummersbach verschoben.

Die Dresdner Quarantäne endete zwar für den größten Teil des Kaders in dieser Woche. Mehrere Spieler litten in den zurückliegenden beiden Wochen aber offenbar unter mehr oder weniger starken Symptomen infolge ihrer Covid-19-Erkrankung.

In der Mitteilung des Klubs hieß es: "Der Krankheitsverlauf wird zu viele Spieler daran hindern, direkt nach Ende der Quarantäne wieder ins normale Training einsteigen zu können." Auch Dresdens Mannschaftsarzt Dr. Tino Lorenz wird zitiert: "Mit Hinblick auf mögliche Langzeitschäden wäre es gefährlich und fahrlässig, wenn sich die infizierten Spieler direkt nach Ende der Quarantäne wieder mit der nötigen Intensität auf ein Bundesligaspiel vorbereiten."

Rimpar muss im Saisonendspurt jetzt schon zwei Spiele nachholen

Wie viele Akteure genau betroffen sind, ging aus der Mitteilung nicht hervor. Im Krankenhaus habe allerdings niemand behandelt werden müssen. Die Regularien des Deutschen Handballbundes sehen vor, dass ein Spiel nur abgesagt werden kann, wenn mindestens die Hälfte des Kaders ausfällt – und die Sachsen haben mit den größten Kader in der Liga.

"Ich will da nicht spekulieren. Die Gesundheit geht natürlich vor", sagte Rimpars Trainer Ceven Klatt, dem die Absage aus sportlicher Sicht nicht passt: "Wir wollten uns eigentlich in die Pfingstpause retten und dann eine Woche erholen. Jetzt müssen wir im Endspurt schon zwei Spiele nachholen." Klatt erinnerte, dass Rimpar im Dezember nach drei coronabedingten Ausfällen und weiteren Verletzten mit nur neun fitten Spielern in Hamburg angetreten sei.

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Rein sportlich geht es im Duell zwischen Dresden und Rimpar um nichts Entscheidendes mehr. Die Sachsen, zu denen DJK-Kreisläufer Michael Schulz im Sommer wechseln wird ("Ich will mich demnächst nach einer Wohnung umsehen"), stehen nach einer bislang starken Runde auf dem vierten Platz, aber außer Reichweite zu den Aufstiegsplätzen. Die Wölfe sind Neunter mit großem Abstand auf die letzten drei Ränge. Das Hinspiel hatten die Grünweißen in Würzburg mit 25:23 gewonnen.

Dayan kehrte von Länderspielen zwischen Israel und Island zurück

Zumindest einem Rimparer könnte die Spielverlegung gelegen kommen: Yonatan Dayan. Der 21-jährige Israeli absolvierte eine intensive Länderspielreise mit vier Spielen und vielen Flügen. "Er hat diese Woche noch ziemlich müde gewirkt", so Klatt. In einem auf der Wölfe-Webseite veröffentlichten Interview gibt Dayan einen Einblick in die Erlebnisse: "Das Härteste war der Temperaturunterschied zwischen Israel und Island. Bei uns waren es noch fast 30 Grad und in Reykjavik dann null Grad. Zum Glück hatten wir unsere Winterjacken dabei."

Die Partie in Island ging mit 29:39 verloren. Die EM 2022, die in Ungarn und der Slowakei ausgetragen wird, haben die Isrealis in einer starken Gruppe klar verpasst. Immerhin konnten sie das Rückspiel gegen Litauen gewinnen. Klatt bittet seine Mannen am Samstag nun zum Training. Am Mittwochabend empfangen die Rimparer dann um 20 Uhr den TuS Ferndorf. Wann die Begegnung in Dresden nachgeholt wird, steht noch nicht fest.

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