Würzburg

Wer hat bei den Kickers das Sagen? Magath setzt Duftmarke

Ohne Zustimmung des Chefs von Flyeralarm Global Soccer läuft am Dallenberg nichts mehr. Er bittet um Geduld in der Trainerfrage und kündigt kurzfristige Transfers an.
Felix Magath beim Interview am Rande der Partie er Würzburger Kickers gegen Unterhaching.
Foto: Silvia Gralla | Felix Magath beim Interview am Rande der Partie er Würzburger Kickers gegen Unterhaching.

Wer hat bei Fußball-Drittligist Würzburger Kickers das Sagen? Offenbar ab sofort nur noch einer: Felix Magath. Der Chef der neuen Abteilung Global Soccer beim Kickers-Investor Flyeralarm, ließ bei einem Fernseh-Interview am Rande des ersten Drittliga-Spiels der Kickers im Jahr 2020 gegen Unterhaching (1:2) keinen Zweifel daran, wer fortan der starke Mann bei den Kickers ist. Magath hatte dem übertragenden TV-Streaming-Sender "Magenta TV" in der Halbzeit Rede und Antwort gestanden und eine deutliche Duftmarke gesetzt. Weitere Interviews wollte er an diesem Tag nicht geben. Magath, der das Spiel an der Seite des Kickers-Vorstandsvorsitzenden Daniel Sauer auf der Tribüne verfolgte, wollte die Partie nutzen, um sich einen Überblick zu verschaffen, hieß es.

Auf die Frage, inwiefern er bei einer möglichen Vertragsverlängerung mit Trainer Michael Schiele mitentscheide wurde Magath deutlich. Er wisse, dass beide Parteien bereits miteinander gesprochen haben und prinzipiell gerne weitermachen würden. Nur sei er nun eben kurzfristig dazugekommen.  "Da ich in Zukunft verantwortlich bin, möchte ich mir erst einmal einen Eindruck verschaffen. Insofern werden wird man noch ein paar Tage warten müssen, bis eine Entscheidung fällt." Bei Magaths Präsentation am Montag war noch betont worden, dass er die Verantwortlichen der Kickers bei ihrer Entscheidungsfindung berate. Nun erscheint es eher so, als ob der Mann des Investors auch in der Trainerfrage das letzte Wort hat.

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Auch in Sachen Kaderplanung äußerte Magath eindeutige Vorstellungen. Noch bis zum Ende der Winter-Transferperiode am 31. Januar, müsse das Team verstärkt werden, stellte er fest - und zwar in der Defensive. "Wir müssen im Abwehrbereich noch etwas tun, um für die folgenden Spiele gerüstet zu sein", so das eindeutige Urteil. Mit Daniel Hägele (Muskelfaserriss) und Dave Gnaase (Verletzung an der Syndesmose) fehlten gegen Unterhaching zwei Leistungsträger. "Das ist keine gute Situation", so Magath.

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